Lukas Hoffmann und Martin Ajei trafen sich in der Lobby eines Bonner Hotels. Foto: Privat

Martin Ajei ist Philosophieprofessor an der University of Ghana und leitet dort das Department for Philosophy and Classics. Als er die Schock-Nachricht Prostatakrebs bekommt, weiß er, dass er die Operation im Ausland vornehmen lassen wird. Denn er hat von der Möglichkeit erfahren, sich mittels des Da Vinci Roboters operieren zu lassen, die es in Ghana nicht gibt. Bei seiner Recherche stieß er auf unser Portal und bat uns um Hilfe. Nach seiner Ankunft in Deutschland hat Lukas Hoffmann, der Gründer von Klinik Kompass, Martin Ajei getroffen.

Klinik Kompass: Lieber Martin Ajei, wie sind Sie auf Klinik Kompass aufmerksam geworden?

Marin Ajei: Als ich mit einem guten Freund von mir, Werner Kahl, der an der Universität Hamburg arbeitet, über meine Krankheit sprach, sagte er: Es gibt eine sehr gute deutsche Website für Patienten aus dem Ausland namens Klinik Kompass. Du findest die Website online. Ich tippte bei Google Behandlung von Prostatakrebs in Deutschland ein und Klinikkompass wurde angezeigt. Mir gefiel die Idee eines Klinikkompasses. Nach meiner eigenen Interpretation ist dies ein Kompass zur Identifizierung der passenden Klinik für verschiedene Krankheiten.

Klinik Kompass: Diese Interpretation ist korrekt! Wie ging es weiter? Sie haben uns eine Mail geschrieben und Ihre Situation geschildert. Inwiefern hat unser Austausch Sie in der Entscheidung beeinflusst?

Zwei Chirurgen arbeiten mit dem Da Vinci Roboter
In rund 100 Kliniken in Deutschland wird der Da Vinci Roboter eingesetzt. ©Universitätsklinik Münster

Martin Ajei: Sie haben mich gefragt, ob ich eine bestimmte Stadt in Deutschland bevorzuge, und ich habe Ihnen geschrieben, dass ich gerne nach Hamburg gehen würde, wegen meines Freundes Werner Kahl, oder nach Bonn, weil ich auch hier Freunde habe. Daraufhin haben Sie mir eine Klinik in Hamburg und eine Klinik in Bonn empfohlen. In Hamburg haben die Chirurgen schon sehr viel Erfahrung mit dem Da Vinci Roboter, allerdings war mir die Klinik zu teuer. Sie haben mir mitgeteilt, dass in der Bonner Klinik* erst seit Kurzem mit Da Vinci operiert wird, dass der Chefchirurg aber zuvor an einer anderen Klinik viele Jahre mit dem Da Vinci Roboter gearbeitet hat und die Bonner Klinik deshalb auch empfehlenswert ist. Diese Informationen waren für mich sehr wertvoll.

Klinik Kompass: Nachdem Sie sich für eine Behandlung in Deutschland entschieden haben, wie sind Sie vorgegangen? Wie verlief die Reiseorganisation? Wer hat die Flüge gebucht, wer das Hotel?

Martin Ajei: Als ich das Krankenhaus anrief, sagten sie mir, ich solle Geld im Voraus überweisen, was wir auch gemacht haben. Ich war nicht in Ghana, deshalb hat meine Frau das Geld überwiesen. Eine Angestellte in meinem Department bucht normalerweise alle Reisetickets, so auch dieses Mal. Meine Frau hat dieses Hotel ausfindig gemacht. Eigentlich habe ich gar nichts gemacht, ich bin in diesen organisatorischen Dingen ein bisschen faul.

Klinik Kompass: Sie waren heute Vormittag bereits bei den Voruntersuchungen in der Klinik. Wie war Ihr erster Eindruck vom Ärzteteam? 

Martin Ajei: Ich denke, dass Sie mit Ihrer Klinikempfehlung eine großartige Arbeit geleistet haben, denn ich fühle mich bei dem Ärzten sehr gut aufgehoben. Alle Mitarbeiter im Krankenhaus scheinen sehr effizient zu arbeiten. Die Chirurgen vom Operationsteam haben mir alle Fakten genannt und mir selbst die Entscheidung überlassen, welchen Behandlungsweg ich wähle. Und Sie haben gesagt: Ganz gleich, welchen Beschluss Sie fassen, wir werden alles tun, um das beste Ergebnis zu erzielen.

Klinik Kompass: Morgen steht die OP an. Wann werden Sie ins Krankenhaus gehen?

Martin Ajei: Ich werde der Erste sein, der morgen um 8.00 Uhr operiert wird. Die Ärzte baten mich, morgen um 6 Uhr zu kommen. Das ist eine sehr frühe Uhrzeit, deshalb gehen wir heute Abend zurück und verbringen die Nacht im Krankenhaus.

Klinik Kompass: Lieber Martin, wir wünschen Ihnen eine gute Operation und eine schnelle Genesung!  

Ein farbiger Mann posiert mit weißem Nachthemd im Krankenzimmer
Es geht aufwärts! Martin Ajei nach der Operation mit Da Vinci. ©privat

Nachtrag: Einen Tag nach der Operation schrieb Martin Ajei:

„Lukas, die Operation ist vorbei und alles lief gut. Die Chirurgen sagen, dass erste Laboranalysen während der Operation darauf hindeuten, dass sich der Krebs weder auf die Ränder der Drüse noch auf eines der nahegelegenen Organe ausgebreitet hat, und deshalb alle Nerven gerettet werden konnten.
Ich bin sehr erleichtert. Nochmals vielen Dank für den Kontakt. Dafür bin ich in der Tat dankbar.“

*Mit diesem Artikel soll gezeigt werden, wie ein Gesundheitsaufenthalt in Deutschland abläuft. Es soll keine Werbung für ein bestimmtes Krankenhaus gemacht werden, deshalb wird das Klinikum, an dem Martin Ajei operiert wurde, nicht genannt.