Charité Berlin
Bettenhochhaus der Charité Berlin, ©INTERRAILS/CC BY-SA 4.0

Welche Kliniken in Deutschland eignen sich am besten für die Behandlung einer Trigeminusneuralgie? Hier sind einige Kliniken mit hervorragender Qualität gelistet.

Bei der Trigeminusneuralgie handelt es sich um eine relativ seltene neurologische Erkrankung, die sich durch starke Gesichtsschmerzen äußert. Die Nervenschmerzen (Neuralgie) treten schubweise auf. Alle unten gelisteten Kliniken sind auf diese Erkrankung spezialisiert und bieten eine umfassende Behandlung für Betroffene.

Angegeben ist: wie viele Patienten und Patientinnen in der jeweiligen Klinik im Jahr 2023 wegen Trigeminusneuralgie behandelt wurden, wie die Personalsituation ist und wie viel Prozent der Patienten und Patientinnen das Krankenhaus für eine Behandlung weiterempfehlen würden. Weiter unten im Artikel wird erklärt, woher die Daten kommen.

Top-Kliniken für Trigeminusneuralgie

KlinikBehandlungsfällePatientenzufriedenheitPflegekraft-Patienten-Verhältnis
Charité - Universitätsmedizin Berlin9886 %befriedigend
Universitätsklinikum Freiburg4687 %gut
Bezirkskliniken Schwaben - Bezirkskrankenhaus Günzburg4590 %sehr gut
Universitätsklinikum Tübingen4087 %sehr gut
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz3683 %gut
Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt a. d. Saale3386 %gut
Universitätsklinikum Erlangen2987 %befriedigend
Klinikum St. Marien Amberg2788 %befriedigend
Universitätsklinikum Würzburg2587 %gut
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen Universität Dresden2489 %befriedigend
Klinikum Bamberg - Betriebsstätte am Bruderwald2383 %gut
Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück - Standort Natruper Holz2385 %befriedigend
Klinikum Osnabrück2184 %befriedigend
Evagelisches Krankenhaus Oldenburg2083 %gut
Medizinische Hochschule Hannover2084 %gut
Städtisches Klinikum Karlsruhe1983 %gut
Zentralklinik Bad Berka1886 %gut
Herz-Jesu-Krankenhaus Münster Hiltrup1783 %sehr gut
Klinikum Fulda - Hauptstandort1787 %gut
Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital1783 %gut
Sophien- und Hufeland-Klinikum Weimar1685 %befriedigend
kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg am Inn1690 %gut
Donauisar Klinikum Deggendorf1584 %befriedigend
Knappschaft Kliniken Bottrop1483 %befriedigend
Sana Kliniken Leipziger Land - Klinikum Borna1488 %befriedigend
Christliches Klinikum Unna1383 %befriedigend
Klinikum Fürth1384 %befriedigend
Städtisches Klinikum Dresden - Standort Friedrichstadt1386 %gut

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten!
    In den dargestellten Kliniken hat das Klinikpersonal eine große Erfahrung mit einer Erkrankung des Trigeminusnervs (ICD G50), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen diese Erkrankung überdurchschnittlich häufig behandelt wird. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Hohe Zufriedenheit!
    Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patientinnen und Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de
  • Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
    Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
    Quelle: Bundesklinikatlas

Fakten zu Trigeminusneuralgie

Der Trigeminusnerv befindet sich im Gesicht und ist für die Weiterleitung von Berührungs- und Schmerzempfinden in der Stirn- und Augenpartie, dem Ober- und Unterkiefer sowie der Lippen und Wangen zuständig. Wird dieser Nerv gereizt, beispielsweise durch Druck eines benachbarten Blutgefäßes, entstehen heftige, einseitige Gesichtsschmerzen.

Neben den Schmerzen zählen eine gerötete Bindehaut, verengte Pupillen, Tränenfluss, eine verstopfte oder laufende Nase und geschwollene oder hängende Augenlider zu den möglichen Symptomen dieser Erkrankung. Die Schmerzanfälle können spontan auftreten oder durch bestimmte Reize (Trigger) wie leichte Gesichtsberührungen, Kauen oder Zähneputzen ausgelöst werden. Die Attacken sind nicht vorhersehbar und können sowohl über Monate täglich auftreten oder über eine längere Zeit vollständig verschwinden.

Bei 80 bis 90 Prozent der Betroffenen liegt die Ursache für die Erkrankung darin, dass ein Blutgefäß auf den Nerv drückt und somit die Nervenhülle reizt. Dies wird auch als klassische oder primäre Trigeminusneuralgie bezeichnet. Wenn der Nerv durch andere Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Tumore, Bindegewebserkrankungen oder angeborene Fehlbildungen von Blutkörperchen gereizt ist, spricht man von einer sekundären oder symptomatischen Trigeminusneuralgie. Es ist aber auch möglich, dass keine bestimmte Ursache für die Schmerzen erkennbar ist.

Die Diagnose der Erkrankung beruht vor allem auf der Schilderung der Schmerzen durch die betroffene Person. Mittels einer neurologischen Untersuchung und einer Magnetresonanztomographie (MRT) können andere Erkrankungen als Ursache ausgeschlossen werden.

Meist wird die Trigeminusneuralgie zuerst mit Medikamenten behandelt, die die überaktive Schmerzleitung des Nervs dämpfen und so die Anfälle seltener oder schwächer machen. Wenn das nicht ausreicht oder die Medikamente nicht vertragen werden, gibt es weitere Behandlungsoptionen. Wenn die Beschwerden durch eine andere Erkrankung ausgelöst werden (sekundäre Trigeminusneuralgie), ist zusätzlich die Behandlung dieser Ursache wichtig. Weil starke Schmerzattacken sehr belasten können, kann auch psychologische Unterstützung helfen, zum Beispiel als Teil einer multimodalen Schmerztherapie.