Klinik für Aortenstenose
Gebäude 505 der Universitätsmedizin Mainz @CC0/Jivee Blau

Welche Kliniken in Deutschland sind bei Patienten mit Aortenstenose geeignet? Hier sind einige empfehlenswerte Häuser gelistet. 

Bei einer leichten Aortenklappenstenose (meist verkürzt: Aortenstenose) kann zunächst eine konservative Therapie erfolgen. Der Patient sollte dann körperliche Anstrengungen vermeiden und das eigene subjektive Wohlbefinden im Auge behalten. Bei einer mittelgradigen bis hochgradigen Aortenstenose sind die Beschwerden in der Regel aber so groß, dass eine Operation empfohlen wird. Vielen Patientinnen und Patienten wird dann zu einem Aortenklappenersatz geraten. 

Wenn man sich für eine Operation am Herzen entscheidet, will man die beste Behandlung erhalten. Denn auch wenn die Herzklappenoperation inzwischen als sicher gilt, sind manche Operateure erfahrener als andere. Außerdem spielt die Ausstattung im Krankenhaus und die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Ärztinnen und Ärzte eine Rolle. Als Patient kann man bei der Suche nach einer passenden Klinik schnell den Überblick verlieren, deshalb sind unten sehr gute Häuser für Aortenstenose gelistet.

Krankenhäuser für Aortenstenose

KlinikBehandlungsfällePflegekraft-Patienten-Verhältnis
Charité - Universitätsmedizin Berlin2094befriedigend
Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen1624befriedigend
TUM Klinikum Deutsches Herzzentrum München1346gut
Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde1320gut
Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim1251befriedigend
Herzzentrum Dresden1224sehr gut
Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt a. d. Saale1209gut
Universitätsklinikum Düsseldorf1201befriedigend
St.-Johannes-Hospital Dortmund1147befriedigend
LMU Klinikum München - Campus Großhadern1064befriedigend
Herzzentrum Klinikum Stuttgart953befriedigend
Universitätsklinikum Köln921befriedigend
Klinikum Links der Weser Bremen901gut
Zentralklinik Bad Berka892gut
Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart839gut
Universitätsklinikum Ulm839befriedigend
Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen831sehr gut
Medizinische Hochschule Hannover803gut
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz762gut
Helios Klinik für Herzchirurgie Karlsruhe761befriedigend
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf715gut
Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen670gut
Klinikum Karlsburg der Klinikgruppe Dr. Guth648befriedigend
SHG-Kliniken Völklingen640befriedigend
Universitätsklinikum Regensburg639sehr gut
Helios Klinikum Krefeld637gut
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel625befriedigend
Universitätsklinikum Würzburg595gut
MEDICLIN Herzzentrum Lahr/Schwarzwald582sehr gut
Universitätsklinikum Essen548befriedigend
Asklepios Klinik St. Georg Hamburg543gut
Klinikum Nürnberg Süd526befriedigend
Helios Klinikum Siegburg520sehr gut
Universitätsklinikum Magdeburg - Standort Leipziger Straße515befriedigend
Helios Klinikum Wuppertal - Campus Elberfeld492sehr gut
Helios Kliniken Schwerin459befriedigend
Städtisches Klinikum Braunschweig - Standort Salzdahlumer Straße446befriedigend
Uniklinik RWTH Aachen425befriedigend
Universitätsklinikum Münster404sehr gut
Universitätsklinikum Halle (Saale)400gut
Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Gießen368befriedigend
Klinikum Passau343befriedigend
Universitätsklinikum des Saarlandes Homburg329gut
Universitätsklinikum Freiburg328gut
Universitätsklinikum Tübingen302sehr gut
Klinikum Fulda - Hauptstandort278gut

Kartenansicht

So wurde die Klinikliste erstellt:

  • Viele Patienten!
    In den dargestellten Kliniken hat das Klinikpersonal eine große Erfahrung mit der Aortenklappenkrankheit (ICD I35), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen diese Erkrankung überdurchschnittlich häufig behandelt wird. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Wenig Komplikationen!
    Bei einer Aortenstenose werden häufig künstliche Herzklappen eingesetzt. Bei etwa sechs Prozent aller Patientinnen und Patienten, denen via Katheter eine neue Aortenklappe eingesetzt wird, kommt es zu einer Komplikation. Die oben gelisteten Kliniken gehören zu den besten 20 Prozent, bezogen auf eine geringe Wahrscheinlichkeit von Komplikationen.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas
  • Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
    Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
    Quelle: Bundesklinikatlas

Fakten zu Aortenstenose

Die vier Herzklappen des Menschen sorgen dafür, dass der Herzmuskel das Blut stets in die richtige Richtung transportiert. Im Laufe des Lebens kann sich eine Schädigung der Herzklappen entwickeln. Diese treten meist erst im höheren Alter auf und etwas häufiger bei Männern als bei Frauen. Eine Aortenstenose ist eine Herzklappenerkrankung, bei der die Herzklappe zwischen der linken Herzkammer und der Hauptschlagader (Aorta) verengt ist. Dadurch muss das Herz mehr arbeiten, um genügend Blut in die Hauptschlagader zu pumpen.

Bei einer leichten Verengung der Herzklappe kann das Herz den verminderten Blutfluss noch durch einen kräftigeren Herzschlag ausgleichen. Deshalb treten Symptome meist erst auf, wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Blut in den Körper zu pumpen. Bei einer starken Verengung staut sich das Blut im Herzen, was zu allgemeiner Schwäche und verminderter Leistungsfähigkeit, Schwellungen, unregelmäßigem Puls, Husten und Atemnot, Engegefühl in der Brust oder Ohnmachtsanfällen führen kann. Die Hauptursache für eine Aortenstenose ist Verschleiß, also die Verkalkung der Herzklappen mit zunehmendem Alter. Dadurch werden sie immer weniger beweglich.

Bei einem Verdacht auf Aortenstenose kann die Ärztin oder der Arzt durch Abhören das Herzgeräusch feststellen. Um eine sichere Diagnose zu stellen, erfolgen Untersuchungen mittels Röntgen, Elektrokardiografie (EKG), Echokardiografie (Ultraschall) oder Belastungstests sowie eine Herzkatheteruntersuchung. So lässt sich auch der Schweregrad der Erkrankung feststellen.

Eine Behandlungsmöglichkeit ist die Operation. Dabei wird das Herz vorübergehend „stillgelegt“ und die Aortenklappe wird durch eine neue ersetzt. Es gibt mechanische und biologische Ersatzklappen. Mechanische Klappen halten ein Leben lang, erfordern jedoch  eine lebenslange medikamentöse Behandlung zur Hemmung der Blutgerinnung. Biologische Klappen halten 10 bis 20 Jahre. Diese werden inzwischen bei über 90 % der chirurgischen Eingriffe verwendet.

Eine weitere Möglichkeit ist der kathetergestützte Aortenklappenersatz. Dieser erfolgt minimalinvasiv und ermöglicht eine kürzere Heilungsdauer. Bei dieser Ersatzklappe handelt es sich um eine biologische Klappe, die in einem Drahtgeflecht verankert ist. Sie sind ähnlich lange haltbar wie herkömmliche biologische Ersatzklappen. Der Vorteil ist der vereinfachte Einsatz durch einen Katheter, der meist über die Leistenarterie erfolgt.


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