Klinik für Aortenstenose
Gebäude 505 der Universitätsmedizin Mainz @CC0/Jivee Blau

Welche Kliniken in Deutschland sind bei Patienten mit Aortenstenose geeignet? Hier sind einige exzellente Häuser gelistet. 

Bei einer leichten Aortenklappenstenose (meist verkürzt: Aortenstenose) kann zunächst eine konservative Therapie erfolgen. Der Patient sollte dann körperliche Anstrengungen vermeiden und das eigene subjektive Wohlbefinden im Auge behalten. Bei einer mittelgradigen bis hochgradigen Aortenstenose sind die Beschwerden in der Regel aber so groß, dass eine Operation empfohlen wird. Vielen Patientinnen und Patienten wird dann zu einem Aortenklappenersatz geraten. 

Wenn man sich für eine Operation am Herzen entscheidet, will man die beste Behandlung erhalten. Denn auch wenn die Herzklappenoperation inzwischen als sicher gilt, sind manche Operateure erfahrener als andere. Außerdem spielt die Ausstattung im Krankenhaus und die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Ärztinnen und Ärzte natürlich eine Rolle. Als Patient kann man bei der Suche nach einer passenden Klinik schnell den Überblick verlieren, deshalb sind unten sehr gute Häuser für Aortenstenose gelistet.

Hervorragende Krankenhäuser für Aortenstenose

KlinikBehandlungsfällePflegekraft-Patienten-Verhältnis
Charité - Universitätsmedizin Berlin2125befriedigend
Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen1725befriedigend
Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde1361gut
Deutsches Herzzentrum München1321gut
Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt a. d. Saale1238gut
Herzzentrum Dresden1219sehr gut
Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim1156befriedigend
St.-Johannes-Hospital Dortmund1101befriedigend
Universitätsklinikum Düsseldorf1012befriedigend
Klinikum Links der Weser Bremen995gut
LMU Klinikum München - Campus Großhadern984befriedigend
Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart884gut
Medizinische Hochschule Hannover880gut
Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen871sehr gut
Zentralklinik Bad Berka818gut
Universitätsklinikum Ulm814befriedigend
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf753gut
Helios Klinik für Herzchirurgie Karlsruhe741befriedigend
Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen714gut
Klinikum Karlsburg der Klinikgruppe Dr. Guth712befriedigend
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz689gut
MediClin Herzzentrum Lahr/Baden667sehr gut
Universitätsklinikum Regensburg653sehr gut
SHG-Kliniken Völklingen613befriedigend
Universitätsklinikum Würzburg590gut
Asklepios Klinik St. Georg Hamburg555gut
Helios Klinikum Krefeld545gut
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel542befriedigend
Uniklinik RWTH Aachen527befriedigend
Helios Klinikum Siegburg512sehr gut
Universitätsklinikum Essen512befriedigend
Klinikum Nürnberg Süd495befriedigend
Universitätsklinikum Magdeburg - Standort Leipziger Straße486befriedigend
Universitätsklinikum des Saarlandes Homburg476gut
Helios Klinikum Wuppertal Campus Elberfeld461sehr gut
Städtisches Klinikum Braunschweig - Standort Salzdahlumer Straße420befriedigend
Universitätsklinikum Münster398sehr gut
Universitätsklinikum Halle (Saale)373gut
Helios Kliniken Schwerin360befriedigend
Klinikum Passau326befriedigend
Universitätsklinikum Tübingen314sehr gut
Klinikum Fulda - Hauptstandort276gut
Universitätsklinikum Freiburg263gut
Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Gießen231befriedigend
Augustinum Klinik München134gut
Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital94gut

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So wurde die Klinikliste erstellt:

  • Viele Patienten!
    In den dargestellten Kliniken hat das Klinikpersonal eine große Erfahrung mit der Aortenklappenkrankheit (ICD I35), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen diese Erkrankung im Jahr 2023 überdurchschnittlich häufig behandelt wird. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Wenig Komplikationen!
    Bei einer Aortenstenose werden häufig künstliche Herzklappen eingesetzt. Bei etwa sechs Prozent aller Patientinnen und Patienten, denen via Katheter eine neue Aortenklappe eingesetzt wird, kommt es zu einer Komplikation. Die oben gelisteten Kliniken gehören zu den besten 20 Prozent, bezogen auf eine geringe Wahrscheinlichkeit von Komplikationen.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas
  • Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
    Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
    Quelle: Bundesklinikatlas

Fakten zu Aortenstenose

Die vier Herzklappen des Menschen sorgen dafür, dass der Herzmuskel das Blut stets in die richtige Richtung transportiert. Im Laufe des Lebens kann sich eine Schädigung der Herzklappen entwickeln. Diese treten meist erst im höheren Alter auf und etwas häufiger bei Männern als bei Frauen. Eine Aortenstenose ist eine Herzklappenerkrankung, bei der die Herzklappe zwischen der linken Herzkammer und der Hauptschlagader (Aorta) verengt ist. Dadurch muss das Herz mehr arbeiten, um genügend Blut in die Hauptschlagader zu pumpen.

Bei einer leichten Verengung der Herzklappe kann das Herz den verminderten Blutfluss noch durch einen kräftigeren Herzschlag ausgleichen. Deshalb treten Symptome meist erst auf, wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Blut in den Körper zu pumpen. Bei einer starken Verengung staut sich das Blut im Herzen, was zu allgemeiner Schwäche und verminderter Leistungsfähigkeit, Schwellungen, unregelmäßigem Puls, Husten und Atemnot, Engegefühl in der Brust oder Ohnmachtsanfällen führen kann. Die Hauptursache für eine Aortenstenose ist Verschleiß, also die Verkalkung der Herzklappen mit zunehmendem Alter. Dadurch werden sie immer weniger beweglich.

Bei einem Verdacht auf Aortenstenose kann die Ärztin oder der Arzt durch Abhören das Herzgeräusch feststellen. Um eine sichere Diagnose zu stellen, erfolgen Untersuchungen mittels Röntgen, Elektrokardiografie (EKG), Echokardiografie (Ultraschall) oder Belastungstests sowie eine Herzkatheteruntersuchung. So lässt sich auch der Schweregrad der Erkrankung feststellen.

Eine Behandlungsmöglichkeit ist die Operation. Dabei wird das Herz vorübergehend „stillgelegt“ und die Aortenklappe wird durch eine neue ersetzt. Es gibt mechanische und biologische Ersatzklappen. Mechanische Klappen halten ein Leben lang, erfordern jedoch  eine lebenslange medikamentöse Behandlung zur Hemmung der Blutgerinnung. Biologische Klappen halten 10 bis 20 Jahre. Diese werden inzwischen bei über 90 % der chirurgischen Eingriffe verwendet.

Eine weitere Möglichkeit ist der kathetergestützte Aortenklappenersatz. Dieser erfolgt minimalinvasiv und ermöglicht eine kürzere Heilungsdauer. Bei dieser Ersatzklappe handelt es sich um eine biologische Klappe, die in einem Drahtgeflecht verankert ist. Sie sind ähnlich lange haltbar wie herkömmliche biologische Ersatzklappen. Der Vorteil ist der vereinfachte Einsatz durch einen Katheter, der meist über die Leistenarterie erfolgt.


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