
Welche Kliniken in Deutschland sind bei Patienten mit Aortenstenose geeignet? Hier sind einige exzellente Häuser gelistet.
Bei einer leichten Aortenklappenstenose (meist verkürzt: Aortenstenose) kann zunächst eine konservative Therapie erfolgen. Der Patient sollte dann körperliche Anstrengungen vermeiden und das eigene subjektive Wohlbefinden im Auge behalten. Bei einer mittelgradigen bis hochgradigen Aortenstenose sind die Beschwerden in der Regel aber so groß, dass eine Operation empfohlen wird. Vielen Patientinnen und Patienten wird dann zu einem Aortenklappenersatz geraten.
Wenn man sich für eine Operation am Herzen entscheidet, will man die beste Behandlung erhalten. Denn auch wenn die Herzklappenoperation inzwischen als sicher gilt, sind manche Operateure erfahrener als andere. Außerdem spielt die Ausstattung im Krankenhaus und die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Ärztinnen und Ärzte natürlich eine Rolle. Als Patient kann man bei der Suche nach einer passenden Klinik schnell den Überblick verlieren, deshalb sind unten sehr gute Häuser für Aortenstenose gelistet.
Hervorragende Krankenhäuser für Aortenstenose
| Klinik | Behandlungsfälle | Pflegekraft-Patienten-Verhältnis |
|---|---|---|
| Charité - Universitätsmedizin Berlin | 2125 | befriedigend |
| Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen | 1725 | befriedigend |
| Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde | 1361 | gut |
| Deutsches Herzzentrum München | 1321 | gut |
| Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt a. d. Saale | 1238 | gut |
| Herzzentrum Dresden | 1219 | sehr gut |
| Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim | 1156 | befriedigend |
| St.-Johannes-Hospital Dortmund | 1101 | befriedigend |
| Universitätsklinikum Düsseldorf | 1012 | befriedigend |
| Klinikum Links der Weser Bremen | 995 | gut |
| LMU Klinikum München - Campus Großhadern | 984 | befriedigend |
| Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart | 884 | gut |
| Medizinische Hochschule Hannover | 880 | gut |
| Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen | 871 | sehr gut |
| Zentralklinik Bad Berka | 818 | gut |
| Universitätsklinikum Ulm | 814 | befriedigend |
| Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf | 753 | gut |
| Helios Klinik für Herzchirurgie Karlsruhe | 741 | befriedigend |
| Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen | 714 | gut |
| Klinikum Karlsburg der Klinikgruppe Dr. Guth | 712 | befriedigend |
| Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz | 689 | gut |
| MediClin Herzzentrum Lahr/Baden | 667 | sehr gut |
| Universitätsklinikum Regensburg | 653 | sehr gut |
| SHG-Kliniken Völklingen | 613 | befriedigend |
| Universitätsklinikum Würzburg | 590 | gut |
| Asklepios Klinik St. Georg Hamburg | 555 | gut |
| Helios Klinikum Krefeld | 545 | gut |
| Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel | 542 | befriedigend |
| Uniklinik RWTH Aachen | 527 | befriedigend |
| Helios Klinikum Siegburg | 512 | sehr gut |
| Universitätsklinikum Essen | 512 | befriedigend |
| Klinikum Nürnberg Süd | 495 | befriedigend |
| Universitätsklinikum Magdeburg - Standort Leipziger Straße | 486 | befriedigend |
| Universitätsklinikum des Saarlandes Homburg | 476 | gut |
| Helios Klinikum Wuppertal Campus Elberfeld | 461 | sehr gut |
| Städtisches Klinikum Braunschweig - Standort Salzdahlumer Straße | 420 | befriedigend |
| Universitätsklinikum Münster | 398 | sehr gut |
| Universitätsklinikum Halle (Saale) | 373 | gut |
| Helios Kliniken Schwerin | 360 | befriedigend |
| Klinikum Passau | 326 | befriedigend |
| Universitätsklinikum Tübingen | 314 | sehr gut |
| Klinikum Fulda - Hauptstandort | 276 | gut |
| Universitätsklinikum Freiburg | 263 | gut |
| Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Gießen | 231 | befriedigend |
| Augustinum Klinik München | 134 | gut |
| Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital | 94 | gut |
Per Mouseover wird Ihnen der Name des Klinikums angezeigt
So wurde die Klinikliste erstellt:
- Viele Patienten!
In den dargestellten Kliniken hat das Klinikpersonal eine große Erfahrung mit der Aortenklappenkrankheit (ICD I35), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen diese Erkrankung im Jahr 2023 überdurchschnittlich häufig behandelt wird. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
Quelle: TK-Klinikführer
- Wenig Komplikationen!
Bei einer Aortenstenose werden häufig künstliche Herzklappen eingesetzt. Bei etwa sechs Prozent aller Patientinnen und Patienten, denen via Katheter eine neue Aortenklappe eingesetzt wird, kommt es zu einer Komplikation. Die oben gelisteten Kliniken gehören zu den besten 20 Prozent, bezogen auf eine geringe Wahrscheinlichkeit von Komplikationen.
Quelle: AOK-Krankenhausatlas - Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
Quelle: Bundesklinikatlas
Fakten zu Aortenstenose
Die vier Herzklappen des Menschen sorgen dafür, dass der Herzmuskel das Blut stets in die richtige Richtung transportiert. Im Laufe des Lebens kann sich eine Schädigung der Herzklappen entwickeln. Diese treten meist erst im höheren Alter auf und etwas häufiger bei Männern als bei Frauen. Eine Aortenstenose ist eine Herzklappenerkrankung, bei der die Herzklappe zwischen der linken Herzkammer und der Hauptschlagader (Aorta) verengt ist. Dadurch muss das Herz mehr arbeiten, um genügend Blut in die Hauptschlagader zu pumpen.
Bei einer leichten Verengung der Herzklappe kann das Herz den verminderten Blutfluss noch durch einen kräftigeren Herzschlag ausgleichen. Deshalb treten Symptome meist erst auf, wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Blut in den Körper zu pumpen. Bei einer starken Verengung staut sich das Blut im Herzen, was zu allgemeiner Schwäche und verminderter Leistungsfähigkeit, Schwellungen, unregelmäßigem Puls, Husten und Atemnot, Engegefühl in der Brust oder Ohnmachtsanfällen führen kann. Die Hauptursache für eine Aortenstenose ist Verschleiß, also die Verkalkung der Herzklappen mit zunehmendem Alter. Dadurch werden sie immer weniger beweglich.
Bei einem Verdacht auf Aortenstenose kann die Ärztin oder der Arzt durch Abhören das Herzgeräusch feststellen. Um eine sichere Diagnose zu stellen, erfolgen Untersuchungen mittels Röntgen, Elektrokardiografie (EKG), Echokardiografie (Ultraschall) oder Belastungstests sowie eine Herzkatheteruntersuchung. So lässt sich auch der Schweregrad der Erkrankung feststellen.
Eine Behandlungsmöglichkeit ist die Operation. Dabei wird das Herz vorübergehend „stillgelegt“ und die Aortenklappe wird durch eine neue ersetzt. Es gibt mechanische und biologische Ersatzklappen. Mechanische Klappen halten ein Leben lang, erfordern jedoch eine lebenslange medikamentöse Behandlung zur Hemmung der Blutgerinnung. Biologische Klappen halten 10 bis 20 Jahre. Diese werden inzwischen bei über 90 % der chirurgischen Eingriffe verwendet.
Eine weitere Möglichkeit ist der kathetergestützte Aortenklappenersatz. Dieser erfolgt minimalinvasiv und ermöglicht eine kürzere Heilungsdauer. Bei dieser Ersatzklappe handelt es sich um eine biologische Klappe, die in einem Drahtgeflecht verankert ist. Sie sind ähnlich lange haltbar wie herkömmliche biologische Ersatzklappen. Der Vorteil ist der vereinfachte Einsatz durch einen Katheter, der meist über die Leistenarterie erfolgt.
(Anzeige)
IM BUCHHANDEL: KLEINER RATGEBER HERZ-OPERATION
Egal, ob es sich um einen kleinen Kathetereingriff oder eine große Herzklappenoperation handelt, ein schwaches Herz verdient besondere Aufmerksamkeit. Nach der Operation stellt man sich eine Reihe von Fragen darüber, was man in seinem Leben ändern sollte. Aber wo anfangen? Dieses Buch gibt 99 Anregungen. In den Kapiteln informieren Susann Ernst, Chefärztin an der ambulanten Reha-Einrichtung ZAR in Ulm, und Lukas Hoffmann, Ex-Journalist beim Handelsblatt, in lockerem, humorvollem Ton über mögliche Lebensstiländerungen und beziehen sich dabei auf den aktuellen Stand der Forschung. Klicken Sie auf das Bild, um bei Amazon mehr über das Buch zu erfahren!
(Ende der Anzeige)

































