Klinik für Venenerkrankungen
St. Elisabeth Krankenhaus Volkmarsen, ©Kno-Biesdorf/CC0

Welche Kliniken in Deutschland eignen sich für die Behandlung von Venenerkrankungen? Hier sind einige hervorragende Häuser gelistet.

Bei Venenerkrankungen wird grundsätzlich zwischen den akuten und den chronischen Venenkrankheiten unterschieden. Bei akuten Venenerkrankungen entsteht ein Blutgerinnsel in einer Vene, welches diese verschließt. Die häufigste Art der chronischen Venenkrankheit sind die Krampfadern (Varikose). Dabei erweitern sich die oberflächlichen Venen und die Schlussunfähigkeit der Venenklappen nimmt zu. Symptome sind Schweregefühl und Schmerzen in den Beinen, Schwellungen oder Hautveränderungen.

Krampfadern können medikamentös, nicht-medikamentös oder mithilfe einer Operation behandelt werden. An allen unten gelisteten Kliniken arbeiten Experten, die große Erfahrung mit der Behandlung von Venenerkrankungen haben.

Exzellente Kliniken für Venenerkrankungen

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2019)  
Bergman Clinics SchlossklinikLaufen1192
Eifelklinik St. BrigidaSimmerath763
St. Elisabeth KrankenhausVolkmarsen572
Kerckhoff-KlinikBad Nauheim470
Marienhospital StuttgartStuttgart290
Capio Krankenhaus Land HadelnOtterndorf241
Evangelisches Krankenhaus Göttingen-WeendeGöttingen241
Krankenhaus Märkisch-OderlandWriezen236
Steigerwaldklinik BurgebrachBurgebrach235
St. Franziskus-Hospital MünsterMünster204
Klinikum KonstanzKonstanz190
Agaplesion Diakonieklinikum HamburgHamburg186
Klinikum Garmisch-PartenkirchenGarmisch-Partenkirchen176
Marienkrankenhaus SchwerteSchwerte170
Krankenhaus Landshut-AchdorfLandshut144
Krankenhaus Maria-HilfTönisvorst136
Krankenhaus Martha-Maria NürnbergNürnberg136
Stiftung Herzogin Elisabeth HospitalBraunschweig135
Schön Klinik VogtareuthVogtareuth133
Universitätsklinikum TübingenTübingen131
Rotkreuzklinik WürzburgWürzburg124
Universitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburg124
Atos Klinik FleetinselHamburg123
Evangelisches Krankenhaus HubertusBerlin122
Klinikum NeumarktNeumarkt122
Klinikum Dritter Orden München-NymphenburgMünchen121
Universitätsklinikum ErlangenErlangen119
Diakonie-Klinikum StuttgartStuttgart114
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus SpeyerSpeyer106
Krankenhaus RheiderlandWeener104
Isar KlinikenMünchen102
Helios Klinik LeisnigLeisnig100
Universitätsklinikum FreiburgFreiburg100
Klinikum ObergöltzschRodewisch95
Städtisches Klinikum GörlitzGörlitz92
St. Johannes-Hospital DortmundDortmund91
Krankenhaus St. BarbaraSchwandorf84
Agaplesion Krankenhaus Neu BethlehemGöttingen83
Krankenhaus Barmherzige Brüder RegensburgRegensburg82
Evangelisches Diakonissenkrankenhaus LeipzigLeipzig78
Kreisklinik Wörth an der DonauWörth an der Donau78
St. Josefs-Hospital WiesbadenWiesbaden77
Thüringen-Kliniken "Georgius Agricola"Saalfeld76
Sana Kliniken Leipziger Land - Klinikum BornaBorna73
Bundeswehrkrankenhaus HamburgHamburg72
Martin Luther Krankenhaus BerlinBerlin72
BG Klinikum Bergmannstrost HalleHalle (Saale)71
Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale)Halle (Saale)71
Klinik Dr. WinklerHusum70
Pius-Hospital OldeburgOldenburg70
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden65

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den oben dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit der Behandlung von Krampfadern (ICD I83), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patienten mit Krampfadern überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Gute Hygiene! In allen gelisteten Kliniken wird ein überdurchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt. Mindestens 45 von 55 Maßnahmen wurden ergriffen, um vor, während und nach der Operation optimale Hygiene-Verhältnisse sicherzustellen.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine Patientenzufriedenheit von mindestens 85 Prozent. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte der genannten Krankenversicherungen zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Venenerkrankungen

Die Symptome, die Venenerkrankungen auslösen, fangen harmlos mit kleinen rötlich-bläulich durch die Haut schimmernden, geweiteten Venen an (sogenannten Besenreisern). Diese sind aus medizinischer Sicht unbedenklich und gelten als ästhetische Auffälligkeiten. Allerdings können sie eine andere Folgeerkrankung begünstigen: Die Krampfadern.

Krampfadern treten vorwiegend in den Beinen auf und sind von außen an der Haut als geschlängelte, dicke Adern mit bläulicher, grünlicher oder rötlicher Färbung sichtbar und tastbar. Sie können in den betroffenen Regionen zu einem Spannungsgefühl, Kribbeln und Juckreiz führen. Betroffene klagen auch über nächtliche Muskelkrämpfe, Schmerzen, ein Kältegefühl und Brennen.

Um die Ursachen von Venenerkrankungen zu verstehen, müssen Betroffene sich die Anatomie dieser Blutgefäße vergegenwärtigen. Venen sind Blutgefäße, die das sauerstoffarme Blut zurück zum Herzen transportieren. Für die Beinvenen bedeutet dies, täglich mehrere tausend Liter Blut gegen die Schwerkraft von unten nach oben ins Herzen zu pumpen. Damit das funktioniert, haben Venen einen speziellen Aufbau. Sie sind mit Venenklappen ausgestattet, die verhindern, dass das Blut zurück in die Beine fließt. Wenn die Funktion dieser Venenklappen beeinträchtigt ist, staut sich Blut in den Gefäßen und sie schwellen an. So können sie von außen mit bloßem Auge erkannt werden.

Die genetische Veranlagung ist eine Ursache für die Funktionsstörung der Venenklappen. Doch auch ein ungesunder Lebensstil, Adipositas oder Rauchen belasten die Venen.

Zur Erkennung der Krampfadern reicht eine körperliche Inspektion von außen aus, da Krampfadern im Stehen sichtbar sind. Es können auch bildgebende Diagnoseverfahren wie eine Ultraschalluntersuchung zum Einsatz kommen, um den Verlauf und die Größe der Krampfadern besser zu beurteilen.

Die gestörte Funktion der Venenklappen kann nicht wiederhergestellt werden.  Die meist nicht-invasiven Therapiemöglichkeiten können aber Ihre Symptome erheblich lindern. Besonders bewährt haben sich hier die medizinischen Kompressionsstrümpfe. Durch die engen Strümpfe werden die ausgedehnten Venen mit Blutstau zusammengedrückt. Die Venen erhalten also Unterstützung durch die Kompression von außen, sodass das Blut leichter zum Herzen gepumpt werden kann. So können Kompressionsstrümpfe verhindern, dass neue Krampfadern entstehen.

Die Anzahl der Diagnosen mit Krampfadern an den Beinen (ICD-Code I83) ist in den letzten Jahren gesunken. Während im Jahr 2010 noch 96.700 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2020 bei 52.547 Personen. Das Alter der Betroffenen variiert zwischen 50 und 69 Jahren, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt 5 Tage.