Klinik Endometriose
Kliniken Böblingen, ©Klinikverbund Südwest GmbH, Unternehmenskommunikation

Welche Kliniken in Deutschland sind auf die Behandlung von Endometriose spezialisiert? Hier sind einige Häuser gelistet, die eine qualitativ hochwertige Behandlung anbieten.

Endometriose ist eine der häufigsten Unterleibserkrankungen bei Frauen. Dabei siedelt sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter an (auch Endometrioseherde genannt) und kann so meist während der Regelblutung starke Schmerzen auslösen. In einigen Fällen treten aber auch gar keine Symptome auf. Oft dauert es lange, bis die Endometriose als Ursache für die Beschwerden diagnostiziert wird. Neben den Schmerzen kann die Erkrankung auch zu einer verminderten Fruchtbarkeit führen.

Für Endometriose gibt es keine Heilung, sie kann jedoch auf verschiedene Weisen behandelt werden. Normalerweise verschwindet sie nach der letzten Monatsblutung von selbst. Als Behandlung kommen neben Schmerzmitteln die Hormontherapie oder eine Operation infrage. Alle unten genannten Kliniken sind auf die Behandlung von Endometriose spezialisiert und bieten den Patientinnen eine individuelle Therapie an.

Top-Kliniken für Endometriose

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2019) 
Klinik für MICBerlin742
Ammerland-Klinik WesterstedeWesterstede305
Universitätsklinikum TübingenTübingen301
Universitätsklinikum ErlangenErlangen299
Charité - Universitätsmedizin BerlinBerlin266
Kliniken BöblingenBöblingen240
DRK Kliniken Berlin WestendBerlin213
Medizinische Hochschule HannoverHannover203
Pius-Hospital OldenburgOldenburg194
St. Elisabeth-KrankenhausKöln194
Agaplesion Diakonie Kliniken KasselKassel192
Universitätsklinikum JenaJena188
Universitätsklinikum des SaarlandesHomburg186
ViDia Christliche Kliniken KarlsruheKarlsruhe182
Universitätsklinikum Schleswig Holstein, Campus KielKiel176
St. Anna Hospital HerneHerne170
Krankenhaus NordwestFrankfurt am Main161
Städtisches Klinikum KarlsruheKarlsruhe152
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität MainzMainz150
Klinikum Nürnberg NordNürnberg147
Martin Luther KrankenhausBerlin140
Universitätsklinikum Carl Gustav Cars DresdenDresden133
LMU KlinikumMünchen131
Westpfalz-KlinikumKirchheimbolanden129
Universitätsklinikum Schleswig Holstein, Campus LübeckLübeck122
Rheinland Klinikum DormagenDormagen120
St.-Johannes-Hospital DortmundDortmund119
Marienkrankenhaus SchwerteSchwerte116

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung bei der Behandlung von Endometriose, weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen diese Krankheit überdurchschnittlich häufig behandelt wird. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientensicherheit! Krankenhauskeime sind ein Gesundheitsrisiko. In allen gelisteten Kliniken wird ein mindestens durchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt.
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Endometriose spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind laut der Stiftung Endometriose Forschung als Endometriosezentrum zertifiziert.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine überdurchschnittliche Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte der genannten Krankenversicherungen zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt.

Fakten zu Endometriose

Seit über 15 Jahren steigen die Fallzahlen für Endometriose: im Jahr 2020 erkrankten 7.501 Frauen an der Unterleibserkrankung. Meist tritt diese im Alter von 40 bis 50 Jahren auf. Theoretisch können alle Mädchen und Frauen, die eine Regelblutung haben, an Endometriose erkranken. Dabei wächst außerhalb der Gebärmutter Gewebe heran, das genau wie die Gebärmutterschleimhaut bluten kann. Dabei kann das Gewebe allerdings nicht wie bei der Periode durch die Scheide den Körper verlassen, sondern verbleibt in der Bauchhöhle und wird dort langsam wieder vom Körper aufgenommen.

Endometriose kann das Leben einer Frau teilweise stark beeinträchtigen. Lebensbereiche wie Partnerschaft, Familien- und Lebensplanung oder das Selbstwertgefühl können durch die Erkrankung negativ beeinflusst werden. Deshalb ist es wichtig, sich über die Behandlungsmöglichkeiten im individuellen Fall zu informieren und eine Entscheidung zu treffen, die die Lebensqualität wieder steigert.

Für die Behandlung von Endometriose stehen verschiedene Therapieansätze zur Verfügung: die medikamentöse Therapie zielt beispielsweise darauf ab, die Hormonproduktion im Körper zu verändern und somit die Rückbildung der Endometrioseherde zu erreichen. Allerdings unterliegen nicht alle Endometrioseherde einer hormonellen Beeinflussung. Deshalb schlägt die medikamentöse Behandlung nur dann an, wenn diese Hormonrezeptoren haben, was nur sehr aufwändig festgestellt werden kann. Ein Nachteil der medikamentösen Therapie ist, dass auch das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut unterdrückt wird und somit die Regelblutung ausfällt.

Wenn die Endometrioseherde andere Organe wie Blase oder Darm beeinträchtigen, ist eine Operation meist unumgänglich. Die Herde werden dabei mithilfe einer Bauchspiegelung minimalinvasiv entfernt. In den meisten Fällen nehmen die Schmerzen nach einer Operation nachweislich ab. Allerdings können auch nach einer Operation weitere Herde auftreten. Wenn die Entfernung nicht hilft und kein Kinderwunsch besteht, kann als letztes Mittel auch die Gebärmutter inklusive Eierstöcken und Eileiter chirurgisch entfernt werden.

Auch eine Hormontherapie kommt für die Behandlung von Endometriose infrage, zum Beispiel mit Gelbkörperhormonen. Diese können die Beschwerden lindern, die Regelblutung schwächen oder für längere Zeit unterdrücken und somit auch die Bildung von Endometrioseherden verhindern.