Zentrum für Operative Medizin der Uniklinik Würzburg; ©CC0_Ukw_Just

Welche Kliniken in Deutschland eignen sich am besten für die Behandlung von Nierenkrebs? Hier sind 17 hervorragende Häuser gelistet, die eine hohe Behandlungsqualität garantieren.

Nierenkrebs ist die fünfthäufigste Krebserkrankung des Erwachsenen. Er tritt meist in Form eines Nierenzellkarzinoms auf, welches rund 96 Prozent aller Nierentumore ausmacht. Die wichtigsten Risikofaktoren sind Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht sowie mangelnde Bewegung. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente und eine genetische Veranlagung können eine Rolle spielen. Nierenkrebs kann medikamentös, chirurgisch und mithilfe einer Immun- oder Strahlentherapie behandelt werden.

Bei einer frühzeitigen Diagnose und Therapie kann ein Nierentumor geheilt werden. An allen unten gelisteten Kliniken arbeiten Spezialisten für Nierenkrebs, die viel Erfahrung und das benötigte Equipment vor Ort haben.

17 hervorragende Kliniken für Nierenkrebs

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2020)  
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden268
Universitätsklinikum WürzburgWürzburg222
Caritas-Krankenhaus St. JosefRegensburg192
Universitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburg156
Marien Hospital HerneHerne138
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder TrierTrier91
Universitätsklinikum ErlangenErlangen82
Krankenhaus Martha-Maria Halle-DölauHalle (Saale)81
St. Elisabeth-KrankenhausKöln80
Ammerland-Klinik WesterstedeWesterstede76
SHG-Kliniken VölklingenVölklingen68
Krankenhaus Barmherzige Brüder RegensburgRegensburg54
Klinikum St. Elisabeth StraubingStraubing52
Katholisches Krankenhaus St. Johann Nepomuk ErfurtErfurt48
BundeswehrZentralkrankenhaus KoblenzKoblenz44
Universitätsklinikum RegensburgRegensburg29
Klinikum Südstadt RostockRostock27

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Nierenkrebs (ICD C64), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patienten mit Nierenkrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Nierenkrebs spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als Nierenkrebszentrum zertifiziert.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine überdurchschnittliche Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte der genannten Krankenversicherungen zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Nierenkrebs

Nierenkarzinome verursachen im frühen Stadium kaum Symptome. Nur wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist, kann es zu Schmerzen im Rücken oder den seitlichen Bauchregionen kommen. Betroffene klagen auch über Blut im Urin, ungewollten Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Bluthochdruck, Anämie, leichtes anhaltendes Fieber und Schwellungen in den Beinen.

Die Ursachen von Nierenkrebs sind heute nicht vollständig geklärt. Es gibt aber Risikofaktoren, die die Entstehung von bösartigen Zellen in der Nierenrinde, also der Außenschicht der Nieren, begünstigen. Dazu zählen Rauchen, Adipositas (Übergewicht), Missbrauch von Schmerzmitteln und genetische Faktoren.

Zur Erkennung des Tumors führen Ärzte zunächst eine Ultraschalluntersuchung durch. In den meisten Fällen kann der Krebs schon im Frühstadium diagnostiziert werden. Im Anschluss ordnen Ärzte eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) an. Diese bildgebenden Verfahren beantworten Fragen zur Lage des Tumors, seiner Ausdehnung und Struktur. Die Ärzte können auch erkennen, ob Lymphknoten, Blutgefäße oder benachbarte Organe und Knochen vom Krebs befallen sind.

Die wichtigste Therapiemöglichkeit bei dieser Diagnose ist die Operation. Gerade wenn sich ein Tumor im frühen Stadium befindet, kann eine Operation noch organschonend erfolgen. Das bedeutet, dass die Chirurgen den Tumor entfernen können, ohne viel vom Nierengewebe entnehmen zu müssen. In diesem Fall spricht man von einer partiellen Nephrektomie (teilweisen Entfernung der Niere). Wenn die Krankheit allerdings fortgeschritten ist, kann es sein, dass die Nieren vollständig entfernt werden müssen (Tumornephrektomie). Entstandene Metastasen können medikamentös oder mit einer Strahlentherapie behandelt werden.

Die Anzahl der Diagnosen mit bösartigen Neubildungen in den Nieren (ICD-Code C64) hat sich in den letzten Jahren kaum verändert. Während im Jahr 2010 noch 23.754 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2020 bei 22.553 Personen. Am häufigsten sind Menschen von 55 und 89 Jahren betroffen. Sie verbringen durchschnittlich zehn Tage im Klinikum.