
Welche Kliniken in Deutschland eignen sich für die Behandlung von Nierenkrebs? Hier sind einige Häuser gelistet, die eine hohe Behandlungsqualität vorweisen.
Nierenkrebs ist die fünfthäufigste Krebserkrankung bei Erwachsenen. Er tritt meist in Form eines Nierenzellkarzinoms auf, welches rund 96 Prozent aller Nierentumore ausmacht. Die wichtigsten Risikofaktoren sind Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht sowie mangelnde Bewegung. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente und eine genetische Veranlagung können eine Rolle spielen. Nierenkrebs kann medikamentös, chirurgisch und mithilfe einer Immun- oder Strahlentherapie behandelt werden.
Bei einer frühzeitigen Diagnose und Therapie kann ein Nierentumor geheilt werden. Alle unten gelisteten Häuser sind auf die Behandlung von Nierenkrebs spezialisiert. In ihnen werden nicht nur überdurchschnittlich viele Patienten mit Nierenkrebs behandelt. Alle Einrichtungen sind auch als Nierenkrebszentrum zertifiziert und beschäftigen ausreichend Pflegekräfte.
Hervorragende Kliniken für Nierenkrebs
| Krankenhaus | Behandlungsfälle | Zertifikat | Pflegekraft-Patienten-Verhältnis |
|---|---|---|---|
| Universitätsklinikum Münster | 310 | Ja | sehr gut |
| Charité - Universitätsmedizin Berlin | 292 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Tübingen | 256 | Ja | sehr gut |
| Medizinische Hochschule Hannover | 255 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Würzburg | 243 | Ja | gut |
| Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg | 240 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Augsburg | 236 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Freiburg | 222 | Ja | gut |
| Universitätsmedizin Rostock | 221 | Ja | sehr gut |
| Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der TU Dresden | 220 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Halle (Saale) | 215 | Ja | gut |
| Diakonie-Klinikum Stuttgart | 210 | Ja | gut |
| Klinikum Oldenburg | 202 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf | 202 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Leipzig | 192 | Ja | gut |
| Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz | 184 | Ja | gut |
| Helios Kliniken Schwerin | 180 | Ja | befriedigend |
| Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital | 159 | Ja | gut |
| Klinikum Nürnberg Nord | 158 | Ja | befriedigend |
| Klinikum Bremen-Mitte | 157 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Köln | 151 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Erlangen | 147 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Essen | 147 | Ja | befriedigend |
| Augusta-Kranken-Anstalt Bochum | 142 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Bonn | 141 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel | 139 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Magdeburg - Standort Leipziger Straße | 124 | Ja | befriedigend |
| St. Georg Klinikum Eisenach | 123 | Ja | befriedigend |
| Helios Klinikum Aue | 116 | Ja | sehr gut |
| Urologiscbe Klinik München - Planegg | 116 | Ja | sehr gut |
| Helios Klinikum Bad Saarow | 114 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Ulm | 113 | Ja | befriedigend |
| Helios Klinikum Krefeld | 111 | Ja | gut |
| Klinikum Fulda - Hauptstandort | 110 | Ja | gut |
| SHG-Kliniken Völklingen | 105 | Ja | befriedigend |
| Asklepios Klinik Hamburg Barmbek | 104 | Ja | befriedigend |
| Siloah St. Trudpert Klinikum Pforzheim | 104 | Ja | befriedigend |
| Sana Kliniken Leipziger Land - Klinikum Borna | 102 | Ja | befriedigend |
| Klinikum Aschaffenburg | 100 | Ja | gut |
| Uniklinik RWTH Aachen | 99 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Gießen | 97 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Düsseldorf | 94 | Ja | befriedigend |
| Barmherzige Brüder Krankenhaus München | 92 | Ja | gut |
| Klinikum Stuttgart - Olgahospital/Frauenklinik | 92 | Ja | gut |
| Helios Universitätsklinikum Wuppertal | 84 | Ja | sehr gut |
| KRH Klinikum Siloah Hannover | 84 | Ja | befriedigend |
| Donauisar Klinikum Deggendorf | 74 | Ja | befriedigend |
| Hegau-Bodensee-Klinikum Singen | 74 | Ja | gut |
| Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg | 74 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Regensburg | Ja | sehr gut |
Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt
So wurde die Klinikliste erstellt
- Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Nierenkrebs (ICD C64), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patienten mit Nierenkrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Kliniken dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Informationen zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem TK-Klinikführer entnommen.
Quelle: TK-Klinikführer - Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Nierenkrebs spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Tumorbehandlung zur Verfügung steht. Alle gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft als Nierenkrebszentrum zertifiziert.
- Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Stürze und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen – zumindest krankenhausweit – also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
Quelle: Bundesklinikatlas
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.
Fakten zu Nierenkrebs
Nierenkarzinome verursachen im frühen Stadium kaum Symptome. Nur wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist, kann es zu Schmerzen im Rücken oder den seitlichen Bauchregionen kommen. Betroffene klagen auch über Blut im Urin, ungewollten Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Bluthochdruck, Anämie, leichtes anhaltendes Fieber und Schwellungen in den Beinen.
Die Ursachen von Nierenkrebs sind heute nicht vollständig geklärt. Es gibt aber Risikofaktoren, die die Entstehung von bösartigen Zellen in der Nierenrinde, also der Außenschicht der Nieren, begünstigen. Dazu zählen Rauchen, Adipositas (Übergewicht), Missbrauch von Schmerzmitteln und genetische Faktoren.
Zur Erkennung des Tumors führen Ärzte zunächst eine Ultraschalluntersuchung durch. In den meisten Fällen kann der Krebs schon im Frühstadium diagnostiziert werden. Im Anschluss ordnen Ärzte eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) an. Diese bildgebenden Verfahren beantworten Fragen zur Lage des Tumors, seiner Ausdehnung und Struktur. Die Ärzte können auch erkennen, ob Lymphknoten, Blutgefäße oder benachbarte Organe und Knochen vom Krebs befallen sind.
Die wichtigste Therapiemöglichkeit bei dieser Diagnose ist die Operation. Gerade wenn sich ein Tumor im frühen Stadium befindet, kann eine Operation noch organschonend erfolgen. Das bedeutet, dass die Chirurgen den Tumor entfernen können, ohne viel vom Nierengewebe entnehmen zu müssen. In diesem Fall spricht man von einer partiellen Nephrektomie (teilweisen Entfernung der Niere). Wenn die Krankheit allerdings fortgeschritten ist, kann es sein, dass die Nieren vollständig entfernt werden müssen (Tumornephrektomie). Entstandene Metastasen können medikamentös oder mit einer Strahlentherapie behandelt werden.
Die Anzahl der Diagnosen mit bösartigen Neubildungen in den Nieren (ICD-Code C64) hat sich in den letzten Jahren kaum verändert. Während im Jahr 2010 noch 23.754 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2024 bei 23.733 Personen. Patienten verbringen durchschnittlich acht Tage im Klinikum.
































