Klinik für Wirbelsäulenchirurgie
Universitätsklinikum Leipzig, @Joeb07/CC0

Rückenschmerzen – fast jeder kennt sie. Mal zwickt es in der Seite, dann hat sich eine Bereich verhärtet. Oft vergehen die Schmerzen nach ein paar Tagen wieder, aber manchmal, etwa bei Lähmungen oder Brüchen bestimmter Wirbelkörper, werden Operationen notwendig. Um Ihnen die Auswahl eines passenden Klinikums zu erleichtern, sind hier herausragende Krankenhäuser für Wirbelsäulenchirurgie gelistet. 

Zwei Methoden für Wirbelsäulen-Operationen

In Deutschland gibt es zwei Operationsmethoden der Wirbelsäule. Bei Schlüsselloch-Operationen wird eine schlauchartige Sonde mit geringem Durchmesser, das sogenannte Endoskop, über kleine Schnitte in den Rücken eingeführt. Dadurch fallen die Operationswunden nur minimal aus.
Bei der klassischen Operation wird mit einem Längsschnitt der zu operierende Rückenbereich geöffnet. Der Chirurg hat mehr Platz und eine bessere Übersicht als bei einem endoskopischen Eingriff.

Egal für welche Methode sich Patienten entscheiden, grundsätzlich gilt: Vor jeder Operation stehen ausführliche Gespräche mit den behandelnden Ärzten an. Es ist, gerade vor einer angedachten Operation, sinnvoll sich eine zweite Einschätzung eines weiteren Orthopäden einzuholen. Wenn der Therapievorschlag beider Mediziner übereinstimmt, können Sie sicher sein, dass der Eingriff sinnvoll ist und sich auf die Suche nach dem passenden Klinikum begeben.

Top-Kliniken für Wirbelsäulenchirurgie in Deutschland

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2019) 
Benedictus Krankenhaus TutzingTutzing10.172
Orthopädische Fachklinik SchwarzachSchwarzach907
Sana Klinikum OffenbachOffenbach974
Charité - Universitätsmedizin BerlinBerlin948
Vitos Orthopädische Klinik KasselKassel858
Orthopädische Universitätsklinik FriedrichsheimFrankfurt am Main797
St. Josef-HospitalBochum712
Universitätsklinikum LeipzigLeipzig585
St. Josef-Stift SendenhorstSendenhorst568
Orthopädische Klinik MarkgröningenMarkgröningen508
Schön Klinik München HarlachingMünchen469
Universitätsklinikum KölnKöln458
Waldkliniken EisenbergEisenberg451
SRH Klinikum KarlsbadKarlsbad423

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit der am häufigsten gestellten Diagnose in Verbindung mit der Wirbelsäule: Rückenschmerzen (ICD M54). Es wurden nur Häuser berücksichtigt, in denen Rückenschmerzen überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientensicherheit! Krankenhauskeime sind ein Gesundheitsrisiko. In allen gelisteten Kliniken wird ein mindestens durchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine überdurchschnittliche Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte der genannten Krankenversicherungen zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt.
  • Focus-Auszeichnung! Das Magazin Focus veröffentlicht jedes Jahr eine Liste mit den besten Wirbelzentren Deutschlands. Alle genannten Häuser sind in der Klinikliste 2022 als Top-Kliniken im Bereich Wirbelsäulenchirurgie gelistet.

Fakten zur Wirbelsäulenchirurgie

Erkrankungen an der Wirbelsäule können in den Bereichen der Halswirbel, Brustwirbel, Lendenwirbel, des Kreuz- oder Steißbeins und der Bandscheiben auftreten. Es werden beispielsweise durch Verschleiß verursachte Erkrankungen wie der Bandscheibenvorfall, die Spinalkanalstenose oder Arthrose der Wirbelgelenke behandelt. Auch Frakturen der Wirbelsäule durch Osteoporose, Unfälle oder Tumore kommen vor. Bei angeborenen Deformitäten wie einer Wirbelsäulenverkrümmung kann eine Operation hilfreich sein. Zudem können auch Infektionen oder rheumatische Erkrankungen behandelt werden. Die Auswirkungen dieser Erkrankungen durch Schädigung des Rückenmarks oder die Zerstörung stabilisierender Strukturen können erheblich sein, deshalb sind oft große Operationen notwendig.

Eine der häufigsten Beschwerden der Wirbelsäule sind Rückenschmerzen. Im Jahr 2020 wurden über 140.000 Patienten mit Rückenschmerzen behandelt. In den meisten Fällen handelte es sich dabei um eine Lumboischialgie, also Rückenschmerzen mit Ursprung in der Lendenwirbelsäule. Außerdem leiden 1 bis 5 Prozent aller Menschen im Laufe ihres Lebens an Rückenschmerzen, die auf einen Bandscheibenvorfall zurückzuführen sind.

Zu den nicht-operativen Behandlungsmethoden von Erkrankungen der Wirbelsäule zählen unter anderem die medikamentöse Therapie, Physiotherapie, Ergotherapie oder Hilfsmittel wie Korsette, Mieder und Bandagen. Außerdem spielt die Schmerztherapie eine große Rolle bei der Behandlung von Wirbelsäulen-Erkrankungen.

Häufige Operationen an der Wirbelsäule sind zum Beispiel Operationen nach einem Bandscheibenvorfall, Beseitigungen von Instabilitäten, Versteifungsoperationen oder Behandlungen von Wirbelbrüchen oder -tumoren. Die Operationen können heute dank moderner Technologie schonend mikrochirurgisch durchgeführt werden.

Im Anschluss an eine Wirbelsäulen-OP steht für den Patienten ein Aufenthalt in einer Reha-Klinik an, um den Therapieerfolg zu gewährleisten.