Klinik für Spinalkanalstenose
St. Franziskus-Hospital Münster, ©Cyans/CC0

In welche Kliniken in Deutschland haben Ärztinnen und Ärzte eine große Erfahrung bei der Behandlung einer Spinalkanalstenose? Hier sind 24 Häuser mit exzellenter Behandlungsqualität aufgeführt.

Bei einer Spinalkanalstenose, also einer Verengung des Wirbelkanals in der Wirbelsäule, werden das Rückenmark und die Nerven gequetscht. Sie kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Bei einer Spinalkanalstenose an der Lendenwirbelsäule treten Symptome wie Taubheitsgefühl in den Beinen auf, wenn die Halswirbelsäule betroffen ist, sind mögliche Symptome ein verändertes Schriftbild oder motorische Probleme an den Händen. Zu den Behandlungsmöglichkeiten zählt die medikamentöse Behandlung oder die Operation.

Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Wahl des Krankenhauses von großer Bedeutung, denn nicht alle Häuser in Deutschland sind auf die Behandlung einer Spinalkanalstenose spezialisiert. Neben einer guten Hygiene und hoher Behandlungsqualität verfügen alle unten genannten Kliniken über Ärzte, die für ihre Expertise im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie ausgezeichnet wurden.

24 hervorragende Kliniken für Spinalkanalstenose

KrankenhausStadtBehandlungsfälle 
Benedictus Krankenhaus TutzingTutzing1531
Schön Klinik NeustadtNeustadt in Holstein887
Schön Klinik München HarlachingMünchen693
Zentralklinik Bad BerkaBad Berka679
Schön Klinik Hamburg EilbekHamburg563
Universitätsklinikum TübingenTübingen488
Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus BochumBochum479
SRH Klinikum Karlsbad-LangensteinbachKarlsbad475
Universitätsklinikum FreiburgFreiburg450
BG Klinikum MurnauMurnau416
Universitätsklinikum KölnKöln413
St. Franziskus-Hospital MünsterMünster406
LMU KlinikumMünchen400
Universitätsklinikum HeidelbergHeidelberg362
Städtisches Klinikum BraunschweigBraunschweig352
Werner Wicker KlinikBad Wildungen352
Vitos Orthopädische Klinik KasselKassel326
Sana Klinikum OffenbachOffenbach321
Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim - Standort LahrLahr319
St. Josef-Stift SendenhorstSendenhorst312
Orthopädische Klinik MarkgröningenMarkgröningen301
Uniklinik RWTH AachenAachen285
Klinikum Ernst von BergmannPotsdam284
BG Unfallklinik FrankfurtFrankfurt am Main268

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit einer Spinalkanalstenose (M48), weil nur Häuser besichtigt wurden, in denen diese Erkrankung überdurchschnittlich häufig behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine überdurchschnittlich hohe Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK und der BARMER in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt. Hier handelt es sich um die größte Patientenbefragung Europas.
  • Focus-Auszeichnung! Das Magazin Focus veröffentlicht jedes Jahr eine Liste mit den besten Wirbelsäulenzentren Deutschlands. Alle genannten Häuser sind in der Klinikliste 2022 als Top-Kliniken im Bereich Wirbelsäulenchirurgie gelistet.
  • Gute Hygiene! Viele Patienten erleiden während es Krankenhausaufenthalts eine Infektion, deshalb ist eine gute Krankenhaushygiene wichtig. In allen gelisteten Kliniken wird ein mindestens durchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt.

Fakten zu Spinalkanalstenose 

Bei einer Spinalkanalstenose liegt eine Wirbelverengung im Rückenmark vor. Die Symptome, die verursacht werden, hängen von der Höhe der Verengung ab. Liegt die Verengung im Halsbereich, klagen die Betroffenen über Nackenschmerzen, Verspannungen der Nackenmuskulatur, Taubheitsgefühle sowie sensible und motorische Störungen, die in den Arm ausstrahlen. Das liegt daran, dass die Nerven, die für unsere Arme zuständig sind, ihre Wurzel in der Halswirbelsäule haben. Befindet sich die Stenose im Lendenbereich, berichten Erkrankte von  Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, schwachen und schmerzenden Beinen und Gangstörungen. In besonders ausgeprägten Fällen kann die Spinalkanalstenose zur Stuhlinkontinenz oder eingeschränkter Sexualfunktion führen. 

Die Ursachen, die zur Entstehung einer Spinalkanalstenose beitragen, hängen mit dem Alterungsprozess zusammen. Die Bandscheiben zwischen den Wirbeln puffern jede unserer Bewegungen und Schritte ab. Sie wehren Stöße und Drücke ab und verhindern so, dass die Knochen überlastet werden. Mit zunehmendem Alter verlieren die Bandscheiben ihre Pufferfunktion und die Wirbel müssen mehr Last aushalten. Damit sie diese zusätzliche Beanspruchung kompensieren können, bilden sie zusätzliche Knochenränder, die zwar ihre Oberfläche vergrößern, aber auch das Rückenmark einengen. Drücken diese Knochenränder auf das Rückenmark, kommt es zu Funktionsausfällen und Schmerzen. 

Zur Erkennung einer Spinalkanalstenose führen Ärzte ein Anamnesegespräch mit Ihnen. Sie fragen nach Ihren Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Damit Ärzte eine sichere Diagnose stellen können, lassen sie Röntgen- oder MRT-Aufnahmen von Ihrem Rücken machen. Auf den Röntgenbildern können sie diese zusätzlichen Knochenränder sehen und durch die MRT-Aufnahmen können sie den Zustand der Bandscheibe, der Bänder, der Nerven und des Rückenmarks beurteilen. 

Bei den Therapiemöglichkeiten greifen die Ärzte zunächst auf konservative Behandlungskonzepte zurück. Sie verschreiben Ihnen Physiotherapie, in der Sie Übungen lernen, die Ihre Wirbelsäule und Gelenke entlasten. Gegen die Schmerzen können Medikamente, Wärmetherapien oder Massagen helfen. Ist die Stenose sehr ausgeprägt, kann eine mikrochirurgische Operation den Druck vom Rückenmark nehmen. 

Die Anzahl der Diagnosen mit Spinalkanalstenose (ICD-Code M48) ist in den letzten Jahren gestiegen. Während im Jahr 2010 noch 88.693 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2020 bei 102.517 Personen. Menschen im Alter zwischen 55 und 84 Jahren sind besonders häufig betroffen, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt 11 Tage.