Zentralklinik Bad Berka
Zentralklinik Bad Berka; ©Tnemtsoni/CC BY-SA 3.0

Welche Kliniken in Deutschland garantieren höchste Qualitätsstandards bei einer Bandscheiben-OP? Hier sind einige hervorragende Häuser gelistet.

Rückenschmerzen gelten heutzutage als Volkskrankheit. Doch wenn es sich dabei um einen Bandscheibenvorfall, auch Bandscheibenprolaps genannt, handelt, muss manchmal eine Operation durchgeführt werden. Vor allem bei neurologischen Ausfällen wie Taubheitsgefühlen oder bei sehr starken Schmerzen ist ein chirurgischer Eingriff ratsam. Dazu werden oft moderne minimalinvasive Techniken wie Operationsmikroskope verwendet.


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An allen unten gelisteten Kliniken arbeiten Spezialisten, die über eine große Expertise im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie verfügen. In den Kliniken werden nicht nur überdurchschnittlich viele Patienten mit Bandscheibenleiden operiert, die Patientenzufriedenheit ist auch hoch und es sind ausreichend Pflegekräfte im Haus beschäftigt, so dass die Versorgung nach der Operation gesichert ist.

50 empfehlenswerte Kliniken für Bandscheiben-OPs

KrankenhausBehandlungsfällePatientenzufriedenheitPflegekraft-Patienten-Verhältnis
Schön Klinik München Harlaching142289 %sehr gut
Arabella-Klink München129290 %sehr gut
Charité - Universitätsmedizin Berlin116885 %befriedigend
Zentralklinik Bad Berka107286 %gut
Diakonie-Klinikum Stuttgart105989 %gut
Orthopädische Klinik Markgröningen96489 %gut
Rotkreuzklinik Würzburg77590 %befriedigend
Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt76783 %befriedigend
Schön Klinik Lorsch75087 %sehr gut
Cellitinnen-Krankenhaus St. Franziskus Köln66293 %sehr gut
Städtisches Klinikum Karlsruhe66184 %gut
Sportklinik Hellersen Lüdenscheid63393 %sehr gut
Krankenhaus Mörsenbroich-Rath - St. Vinzenz-Krankenhaus Düsseldorf61683 %gut
Isar Klinik München Innenstadt58689 %sehr gut
Schön Klinik Bad Aibling57988 %gut
Hospital Zum Heiligen Geist Kempen55693 %befriedigend
Klinikum Osnabrück53883 %befriedigend
Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen53683 %gut
Evang. Krankenhaus Göttingen-Weende52387 %befriedigend
Vitos Orthopädische Klinik Kassel50489 %sehr gut
Universitätsklinikum Freiburg49687 %gut
Schön Klinik Düsseldorf49193 %gut
Ev. Krankenhaus Oldenburg48584 %gut
Paracelsus-Klinik München48489 %sehr gut
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Regensburg46688 %gut
Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel45583 %befriedigend
WolfartKlinik Gräfelfing45094 %sehr gut
Klinik Vincentinum Augsburg44189 %gut
Schön Klinik Vogtareuth43687 %sehr gut
Klinik Josephinum München43496 %sehr gut
Orthopädische Fachkliniken der Hessing Stiftung Augsburg43290 %sehr gut
Klinik Tettnang43088 %sehr gut
Benedictus Krankenhaus Tutzing43090 %gut
Main-Klinik Ochsenfurt42289 %gut
Krankenhaus Martha-Maria Nürnberg42186 %befriedigend
Sana Klinikum Borna41687 %befriedigend
Paracelsus-Klinik Bremen41392 %gut
Klinik St. Marienstift Magdeburg41097 %befriedigend
Kliniken Dr. Erler Nürnberg40986 %befriedigend
Bezirkskrankenhaus Günzburg40790 %sehr gut
Krankenhaus Neuwerk "Maria v. d. Aposteln" Mönchengladbach40587 %befriedigend
BG Klinik Murnau39790 %gut
Klinikum der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz38883 %gut
Kreiskrankenhaus Alzey38585 %gut
Marienkrankenhaus Schwerte38383 %sehr gut
Loretto-Krankenhaus Freiburg38387 %gut
Städtisches Klinikum Dresden - Standort Friedrichstadt38186 %gut
St.-Bonifatius-Hospital Lingen37786 %gut
St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe36987 %befriedigend
St. Josef-Krankenhaus Viernheim36191 %sehr gut

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten!
    In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit der operativen Entfernung von erkranktem Bandscheibengewebe (OPS 5-831). Es wurden jene Häuser gelistet, in denen diese Behandlung im Jahr 2024 überdurchschnittlich häufig vorgenommen wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Kliniken dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Hohe Zufriedenheit!
    Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patientinnen und Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas, Klinikbewertungen.de
  • Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
    Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten (befriedigend). Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
    Quelle: Bundesklinikatlas

Fakten zu Bandscheibenvorfällen

Ein Bandscheibenvorfall verursacht in der Regel starke Rückenschmerzen. Wenn er in der Wirbelsäule weiter oben im Halsbereich lokalisiert ist, können Schwindel, Kopfschmerzen oder Muskelverspannungen und -verhärtungen zwischen den Schultern Symptome für einen Bandscheibenvorfall sein. Bei über 90% der Patienten ist er in der Lendenwirbelsäule lokalisiert. Dann können neben Schmerzen und Muskelverspannungen im Rücken auch Taubheitsgefühle und Schmerzen in den Beinen entstehen.

Um die Ursache der Bandscheibenvorfälle zu verstehen, kann man sich die Anatomie der Wirbelsäule vergegenwärtigen: Die Wirbelsäule besteht aus 23 Bandscheiben, die je zwischen zwei Wirbelkörpern liegen, deshalb nennt man sie auch Zwischenwirbelscheiben. In diesen befindet sich eine Art Kissen mit einer geleeartigen Flüssigkeit zur Abfederung von Stößen und Druck. Mit zunehmendem Alter wird diese Flüssigkeit weniger und der Körper kann sie nur in einem geringen Umfang neu bilden. Die Wirbelsäule muss nun mit jedem Schritt mehr Druck, mehr Stöße und mehr Belastung aushalten. Dies sind normale degenerative Vorgänge im Körper. In Kombination mit Bewegungsmangel und einer Fehlbelastung der Wirbelsäule kann der Faserring, der um den Flüssigkeitskern herum liegt, allerdings reißen. Durch den Riss tritt die geleeartige Flüssigkeit aus und drückt auf den sogenannten Spinalnerv, der sich direkt am Wirbelkörper befinden. So kommt es zu den beschriebenen Schmerzen und Funktionsausfällen.

Zur Erkennung des Bandscheibenvorfalls ordnet der Orthopäde eine Computertomografie (CT) oder eine Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) an. Die Ärzte haben so ein präzisen Bild von der Lokalisation und dem Ausmaß des Bandscheibenvorfalls. Sie können nun eine Therapie einleiten.

In den meisten Fällen wird als Therapiemethode die konservative und damit nicht-operative Therapie empfohlen. Ärzte verschreiben dann Medikamente zur Schmerzlinderung, Wärmeanwendungen, Massagen und vor allem Physiotherapie. In den Entlastungsübungen lernen Sie die richtige Körperhaltung beim Sitzen und Stehen kennen. Zusätzliche Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur reduzieren die Last auf den Wirbeln und somit auch den Druck auf die Bandscheiben. In seltenen Fällen ist der Bandscheibenvorfall so stark ausgeprägt, dass nur noch ein mikrochirurgischen Operationsverfahren zur Druckentlastung der Nerven in Frage kommt.

Die Diagnose Bandscheibenschäden (ICD-10-Code M51) hat in den letzten Jahren abgenommen. Während im Jahr 2011 noch 160.651 Klinikpatienten an Bandscheibenschäden litten, waren es im Jahre 2024 nur noch rund 116.500 Patienten. Die Erkrankung tritt vor allem im Alter von 50 bis 64 Jahren auf. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einem Krankenhaus liegt bei etwa fünf Tagen.


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