Institut für Hirnforschung des Universitätsklinikum Tübingens
Hertie-Institut für klinische Hirnforschung der Uniklinik Tübingen. ©Universitätsklinikum Tübingen

Welche Kliniken sind die besten bei Gehirnkrebs in Deutschland? Hier sind einige Fachkliniken gelistet, die höchste Qualitätsstandards erfüllen.

Um einen Hirntumor zu diagnostizieren, reicht eine Röntgenaufnahme nicht aus. Weitere Untersuchungen sind notwendig, wie die Computertomographie und, noch wichtiger, die Magnetresonanztomographie. Verfügt ein Krankenhaus nicht über alle erforderlichen Geräte, läuft man als Patient Gefahr nicht alle Informationen zur Lage und Ausbreitung des Tumors zu bekommen. Deshalb steht eine gute Infrastruktur des Hauses an erster Stelle bei der Suche nach einem geeigneten Krankenhaus.

Aber auch die ärztliche Expertise ist von Bedeutung. Hierbei ist es wichtig, dass Ärzte ein aktuelles Wissen besitzen und alle Möglichkeiten der Behandlung kennen. Gleichzeitig sollten sie auch Praktiker sein, also die nötige Erfahrung mitbringen. Alle unten stehenden Kliniken sind gut ausgestattete Häuser an denen exzellente Mediziner arbeiten.

36 hervorragende Kliniken für Gehirnkrebs in Deutschland

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2020) 
Charité - Universitätsmedizin BerlinBerlin566
LMU Klinikum - Campus GroßhadernMünchen484
Universitätsklinikum TübingenTübingen413
Universitätsklinikum MünsterMünster387
Universitätsklinikum FreiburgFreiburg358
Universitätsklinikum KölnKöln348
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden330
Klinikum StuttgartStuttgart326
Universitätsklinikum DüsseldorfDüsseldorf324
Universitätsklinikum EssenEssen310
Universitätsklinikum WürzburgWürzburg282
Universitätsklinikum FrankfurtFrankfurt am Main276
Universitätsklinikum ErlangenErlangen273
Universitätsklinikum BonnBonn272
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität MainzMainz270
Klinikum rechts der Isar der TUMMünchen195
Universitätsklinikum MagdeburgMagdeburg171
Helios Klinikum ErfurtErfurt170
Universitätsklinikum LeipzigLeipzig166
Medizinische Hochschule HannoverHannover159
Helios Klinikum Berlin-BuchBerlin151
Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus BochumBochum149
Klinikum ChemnitzChemnitz143
Universitätsklinikum RegensburgRegensburg122
Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort MarburgMarburg118
Johannes Wesling Klinikum MindenMinden112
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder TrierTrier109
Klinikum KasselKassel100
Universitätsklinikum Halle (Saale)Halle (Saale)91
Universitätsmedizin GreifswaldGreifswald80
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder RegensburgRegensburg68
Klinikum Nürnberg-SüdNürnberg62
Donauisar Klinikum DeggendorfDeggendorf60
Universitätsklinikum UlmUlm52
Ludgerus-Kliniken Münster, Standort ClemenshospitalMünster49
Universitätsklinikum JenaJena44

Per Mouseover wird Ihnen der Name des Klinikums angezeigt.

So wurde die Klinikliste erstellt:

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Hirntumoren (ICD C71), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen diese Erkrankung überdurchschnittlich häufig behandelt wird. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Hirntumoren spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft als Neuroonkologisches Zentrum zertifiziert.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine mindestens durchschnittliche Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus jährlich durchgeführten Befragungen der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zum Glioblastom

Ein Glioblastom ist ein bösartiger Hirntumor. Die Symptome, die das Glioblastom verursacht, sind Kopfschmerzen, Übelkeit oder epileptische Anfälle. Je nachdem, wo der Tumor lokalisiert ist, kann er auch zu Sprachstörungen führen. Betroffene leiden an Funktionsausfällen in Sprache und Motorik, Müdigkeit oder Krampfanfällen. Das Glioblastom ist ein schnell wachsender Tumor, weshalb die Symptome in kurzer Zeit recht intensiv auftreten können.

Die Ursachen, die zu einem Glioblastom führen können, sind nicht vollständig bekannt. Die sogenannten Gliazellen sind Zellen im Nervengewebe. Sie unterstützen die Funktion der Nervenzellen. Beispielsweise ermöglichen sie eine schnelle Reizweiterleitung, regulieren das neuronale Mikromilieu, übernehmen Abwehrfunktionen, beteiligen sich an der Bildung von Synapsen und räumen die Reste von alten Zellen sowie Abfallstoffe, die im Hirnstoffwechsel entstehen, auf.

Wie die Hautzellen im Körper erneuern sich auch die Gliazellen. Bei diesen Teilungs- und Erneuerungsprozessen kann es durch Mutationen der DNA zu unkontrolliertem Zellwachstum kommen. Es gibt dann zu viele bösartige Gliazellen, die nicht mehr ihre ursprünglichen Aufgaben erfüllen und ein eigenes abnormales Gewebe bilden, den Tumor, also das Glioblastom.

Zur Erkennung des Glioblastoms fragen Ärzte nach den Symptomen der Patienten. Es folgen einige neurologische Tests, mit denen Ärzte Funktionsausfälle untersuchen. Gewissheit über die Diagnose erhalten die Ärzte in aller Regel durch bildgebende Verfahren. Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist dabei das wichtigste diagnostische Mittel. Das Kontrastmittel, das die Ärzte den Patienten verabreichen, wird vom Tumor aufgenommen, sodass sich das bösartige Gewebe in den Bildern deutlich vom gesunden Hirngewebe unterscheidet. Alternativ kommt auch eine Positronen-Emissions-Tomographie (PET) infrage. Hier können Stoffwechselprodukte, die ein Hirntumor typischerweise ausscheidet, identifiziert werden. Die Ärzte untersuchen das verdächtige Gewebe in einem Biopsieverfahren.

Als Therapie empfehlen Ärzte in den meisten Fällen eine sogenannte radikale Resektion. Das bedeutet, dass Neurochirurgen versuchen, bestmöglich den Tumor zu entfernen, ohne dabei das gesunde Hirngewebe zu verletzen. Auf die Operation folgen in der Regel eine Strahlen- und Chemotherapie. Die Ärzte passen das Behandlungskonzept an die Eigenschaften des Tumors an. Hier arbeiten verschiedene Fachabteilungen wie Neurologie, Neurochirurgie und Onkologie zusammen.

Rund 21.000 Menschen mit bösartigen Neubildungen im Gehirn, denen auch das Glioblastom zugeordnet wird (ICD-Code C71), wurden im letzten Jahr mit dieser Hauptdiagnose in deutschen Kliniken behandelt. Das Alter der Betroffenen variiert dabei stark zwischen 50 und 79 Jahren. Die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt durchschnittlich 12 bis 14 Tage.