
Welche Kliniken eignen sich für eine Bypass-Operation? Hier sind 26 Kliniken gelistet, die eine hochwertige Behandlung anbieten.
Ein Bypass (englisch für Überbrückung oder Umleitung) ist eine künstlich angelegte Umgehung einer Engstelle, beispielsweise in einem Blutgefäß. Mit einer Bypass-Operation kann man den Blutfluss bei verengten oder verschlossenen Herzkranzgefäßen wiederherstellen. Es können dazu körpereigene Venen oder Arterien oder ein Bypass aus Kunstgewebe eingesetzt werden.
In allen nachfolgend aufgeführten Kliniken werden überdurchschnittlich viele Bypass-Operationen durchgeführt. Außerdem ist der Personalschlüssel gut und die Patientenzufriedenheit hoch. Woher die in der Tabelle dargestellten Daten kommen, lesen Sie weiter unten im Artikel.
Top-Kliniken für eine Bypass-Operation
| Klinik | Behandlungsfälle | Patientenbewertung | Pflegekraft-Patienten-Verhältnis |
|---|---|---|---|
| Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde | 1531 | 92 % | gut |
| Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt a. d. Saale | 1345 | 86 % | gut |
| Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim | 1217 | 88 % | befriedigend |
| Sana Herzzentrum Cottbus | 1209 | 92 % | sehr gut |
| Charité - Universitätsmedizin Berlin | 1179 | 86 % | befriedigend |
| Herzzentrum Dresden | 1143 | 87 % | sehr gut |
| Medizinische Hochschule Hannover | 1131 | 84 % | gut |
| St.-Johannes-Hospital Dortmund | 1097 | 83 % | befriedigend |
| Klinikum Oldenburg | 931 | 84 % | gut |
| TUM Klinikum Deutsches Herzzentrum München | 879 | 86 % | gut |
| Immanuel Klinikum Bernau - Herzzentrum Brandenburg - Universitätsklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane | 857 | 88 % | befriedigend |
| Herzzentrum Leipzig | 834 | 87 % | sehr gut |
| Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen | 804 | 83 % | befriedigend |
| Universitätsklinikum Essen - Herzzentrum Essen-Huttrop | 801 | 93 % | gut |
| Universitätsklinikum Würzburg | 796 | 87 % | gut |
| Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz | 659 | 83 % | gut |
| Klinikum Passau | 616 | 87 % | befriedigend |
| Universitätsklinikum Ulm | 564 | 84 % | befriedigend |
| Universitätsmedizin Rostock | 525 | 87 % | sehr gut |
| Universitätsklinikum Erlangen | 497 | 87 % | befriedigend |
| Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Gießen | 483 | 84 % | befriedigend |
| Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen | 448 | 90 % | sehr gut |
| Klinikum Karlsburg der Klinikgruppe Dr. Guth | 433 | 92 % | befriedigend |
| LMU Klinikum München - Standort Augustinum | 419 | 87 % | gut |
| Universitätsklinikum Regensburg | 404 | 87 % | sehr gut |
| Zentralklinik Bad Berka | 364 | 86 % | gut |
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So wurde die Klinikliste erstellt
- Viele Eingriffe!
In der gemeinsamen Leitlinie der Europäischen Kardiologen- und Herzchirurgenverbände wird empfohlen, Zentren zu besuchen, in denen mindestens 200 koronare Bypass-Operationen pro Jahr durchgeführt werden (Revascularisierungs-Leitlinie 2018, S.149). Alle oben gelisteten Kliniken erreichen diesen Wert. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen (OPS 5-361).
Quelle: TK-Klinikführer - Hohe Zufriedenheit!
Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patientinnen und Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de - Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
Quelle: Bundesklinikatlas
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Fakten zu Bypass-Operationen
Ein aortokoronarer Bypass kommt zum Einsatz, wenn die Herzkranzarterien, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, verengt oder verschlossen sind. Man spricht hier auch von der koronaren Herzkrankheit. Durch diese Verengung erhält das Herz nicht genügend Blut und es kann zu Symptomen wie Brustenge oder einem Herzinfarkt kommen. In einigen Fällen ist auch der Einsatz eines Stents, einer Art Metallgitter, welches die verengte Stelle offen halten soll, ausreichend. Wenn jedoch mehrere Herzkranzgefäße betroffen sind, muss eine Bypass-Operation durchgeführt werden.
Auch bei anderen Erkrankungen wie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit kann eine Bypass-Operation in Frage kommen. Bei dieser Durchblutungsstörung kann ein Bypass in den Armen oder Beinen die Lösung sein.
Die Bypass-Operation wird in Vollnarkose durchgeführt. Je nach Anzahl der Engstellen kann die Operation zwischen drei und vier Stunden dauern. Zunächst wird das Brustbein der Länge nach geöffnet, dann wird das Herz freigelegt und über Schläuche mit der Herz-Lungen-Maschine verbunden. Diese versorgt den Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen. Das Herz wird während des Eingriffs mit einer Elektrolytlösung stillgelegt. Um den Bypass zu legen, wird meist die linke Brustwandarterie verwendet. Alternativ kann auch eine Arterie des Armes verwendet werden. Nachdem der Bypass angebracht wurde, wird das Herz wieder durchblutet und von der Herz-Lungen-Maschine getrennt. Saugdrainagen werden in den Brustkorb eingelegt und der Brustkorb wird wieder verschlossen.
Es gibt auch moderne Varianten der Bypass-Operation: sie kann heute am schlagenden Herzen durchgeführt werden, ohne Zuhilfenahme einer Herz-Lungen-Maschine. Dies mindert das Risiko von Komplikationen und führt zu einer schnelleren Erholung. Auch eine minimalinvasive Operationsmethode wird in einigen Kliniken angeboten. Hier wird durch einen kleinen Hautschnitt unterhalb der linken Brustwarze operiert. Wenn Sie an einer dieser innovativen Operationsmethoden interessiert sind, informieren Sie sich auf den Websites der oben gelisteten Kliniken, ob sie angeboten wird.
Im Anschluss an die Operation wird der Patient intensivmedizinisch überwacht. Es vergehen mehrere Wochen bis zur vollständigen Genesung. An den Aufenthalt in der Klinik schließt sich eine Rehabilitation in einer kardiologischen Rehaklinik an. Bei den meisten Patientinnen und Patienten lindert die Bypass-Operation die Beschwerden dauerhaft. Bei 6 von 100 wird nach etwa 4 Jahren ein erneuter Eingriff notwendig, weil sich neue Engstellen gebildet haben. Außerdem müssen nach einer Bypass-Operation dauerhaft Medikamente eingenommen und Kontrolltermine wahrgenommen werden.
Die Patientenzahlen für Bypass-Operationen fallen seit einigen Jahren: im Jahr 2007 wurde die Bypass-OP noch bei 100.439 Menschen durchgeführt. 2024 wurden nur noch 49.470 Patienten mit dieser Hauptdiagnose in deutschen Krankenhäusern behandelt. Am häufigsten werden Patienten zwischen 55 und 79 Jahren operiert, wobei die meisten Patienten männlich sind.
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