Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde
Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde, ©Malchen53/CC0

Welche Kliniken eignen sich für eine Bypass-Operation? Hier sind 26 Kliniken gelistet, die eine hochwertige Behandlung anbieten.

Ein Bypass (englisch für Überbrückung oder Umleitung) ist eine künstlich angelegte Umgehung einer Engstelle, beispielsweise in einem Blutgefäß. Mit einer Bypass-Operation kann man den Blutfluss bei verengten oder verschlossenen Herzkranzgefäßen wiederherstellen. Es können dazu körpereigene Venen oder Arterien oder ein Bypass aus Kunstgewebe eingesetzt werden.

In allen nachfolgend aufgeführten Kliniken werden überdurchschnittlich viele Bypass-Operationen durchgeführt. Außerdem ist der Personalschlüssel gut und die Patientenzufriedenheit hoch. Woher die in der Tabelle dargestellten Daten kommen, lesen Sie weiter unten im Artikel.

Top-Kliniken für eine Bypass-Operation

KlinikBehandlungsfällePatientenbewertungPflegekraft-Patienten-Verhältnis
Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde153192 %gut
Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt a. d. Saale134586 %gut
Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim121788 %befriedigend
Sana Herzzentrum Cottbus120992 %sehr gut
Charité - Universitätsmedizin Berlin117986 %befriedigend
Herzzentrum Dresden114387 %sehr gut
Medizinische Hochschule Hannover113184 %gut
St.-Johannes-Hospital Dortmund109783 %befriedigend
Klinikum Oldenburg93184 %gut
TUM Klinikum Deutsches Herzzentrum München87986 %gut
Immanuel Klinikum Bernau - Herzzentrum Brandenburg - Universitätsklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane85788 %befriedigend
Herzzentrum Leipzig83487 %sehr gut
Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen80483 %befriedigend
Universitätsklinikum Essen - Herzzentrum Essen-Huttrop80193 %gut
Universitätsklinikum Würzburg79687 %gut
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz65983 %gut
Klinikum Passau61687 %befriedigend
Universitätsklinikum Ulm56484 %befriedigend
Universitätsmedizin Rostock52587 %sehr gut
Universitätsklinikum Erlangen49787 %befriedigend
Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Gießen48384 %befriedigend
Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen44890 %sehr gut
Klinikum Karlsburg der Klinikgruppe Dr. Guth43392 %befriedigend
LMU Klinikum München - Standort Augustinum41987 %gut
Universitätsklinikum Regensburg40487 %sehr gut
Zentralklinik Bad Berka36486 %gut

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Eingriffe!
    In der gemeinsamen Leitlinie der Europäischen Kardiologen- und Herzchirurgenverbände wird empfohlen, Zentren zu besuchen, in denen mindestens 200 koronare Bypass-Operationen pro Jahr durchgeführt werden (Revascularisierungs-Leitlinie 2018, S.149). Alle oben gelisteten Kliniken erreichen diesen Wert. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen (OPS 5-361).
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Hohe Zufriedenheit!
    Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patientinnen und Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de
  • Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
    Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
    Quelle: Bundesklinikatlas

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IM BUCHHANDEL: KLEINER RATGEBER HERZ-OPERATION

Egal, ob es sich um einen kleinen Kathetereingriff oder eine große Herzklappenoperation handelt, ein schwaches Herz verdient besondere Aufmerksamkeit. Nach der Operation stellt man sich eine Reihe von Fragen darüber, was man in seinem Leben ändern sollte. Aber wo anfangen? Dieses Buch gibt 99 Anregungen. In den Kapiteln informieren Susann Ernst, Chefärztin an der ambulanten Reha-Einrichtung ZAR in Ulm, und Lukas Hoffmann, Ex-Journalist beim Handelsblatt, in lockerem, humorvollem Ton über mögliche Lebensstiländerungen und beziehen sich dabei auf den aktuellen Stand der Forschung. Klicken Sie auf das Bild, um bei Amazon mehr über das Buch zu erfahren! 

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Fakten zu Bypass-Operationen

Ein aortokoronarer Bypass kommt zum Einsatz, wenn die Herzkranzarterien, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, verengt oder verschlossen sind. Man spricht hier auch von der koronaren Herzkrankheit. Durch diese Verengung erhält das Herz nicht genügend Blut und es kann zu Symptomen wie Brustenge oder einem Herzinfarkt kommen. In einigen Fällen ist auch der Einsatz eines Stents, einer Art Metallgitter, welches die verengte Stelle offen halten soll, ausreichend. Wenn jedoch mehrere Herzkranzgefäße betroffen sind, muss eine Bypass-Operation durchgeführt werden.

Auch bei anderen Erkrankungen wie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit kann eine Bypass-Operation in Frage kommen. Bei dieser Durchblutungsstörung kann ein Bypass in den Armen oder Beinen die Lösung sein.

Die Bypass-Operation wird in Vollnarkose durchgeführt. Je nach Anzahl der Engstellen kann die Operation zwischen drei und vier Stunden dauern. Zunächst wird das Brustbein der Länge nach geöffnet, dann wird das Herz freigelegt und über Schläuche mit der Herz-Lungen-Maschine verbunden. Diese versorgt den Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen. Das Herz wird während des Eingriffs mit einer Elektrolytlösung stillgelegt. Um den Bypass zu legen, wird meist die linke Brustwandarterie verwendet. Alternativ kann auch eine Arterie des Armes verwendet werden. Nachdem der Bypass angebracht wurde, wird das Herz wieder durchblutet und von der Herz-Lungen-Maschine getrennt. Saugdrainagen werden in den Brustkorb eingelegt und der Brustkorb wird wieder verschlossen.

Es gibt auch moderne Varianten der Bypass-Operation: sie kann heute am schlagenden Herzen durchgeführt werden, ohne Zuhilfenahme einer Herz-Lungen-Maschine. Dies mindert das Risiko von Komplikationen und führt zu einer schnelleren Erholung. Auch eine minimalinvasive Operationsmethode wird in einigen Kliniken angeboten. Hier wird durch einen kleinen Hautschnitt unterhalb der linken Brustwarze operiert. Wenn Sie an einer dieser innovativen Operationsmethoden interessiert sind, informieren Sie sich auf den Websites der oben gelisteten Kliniken, ob sie angeboten wird.

Im Anschluss an die Operation wird der Patient intensivmedizinisch überwacht. Es vergehen mehrere Wochen bis zur vollständigen Genesung. An den Aufenthalt in der Klinik schließt sich eine Rehabilitation in einer kardiologischen Rehaklinik an. Bei den meisten Patientinnen und Patienten lindert die Bypass-Operation die Beschwerden dauerhaft. Bei 6 von 100 wird nach etwa 4 Jahren ein erneuter Eingriff notwendig, weil sich neue Engstellen gebildet haben. Außerdem müssen nach einer Bypass-Operation dauerhaft Medikamente eingenommen und Kontrolltermine wahrgenommen werden.

Die Patientenzahlen für Bypass-Operationen fallen seit einigen Jahren: im Jahr 2007 wurde die Bypass-OP noch bei 100.439 Menschen durchgeführt. 2024 wurden nur noch 49.470 Patienten mit dieser Hauptdiagnose in deutschen Krankenhäusern behandelt. Am häufigsten werden Patienten zwischen 55 und 79 Jahren operiert, wobei die meisten Patienten männlich sind.


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