Charité Berlin
Bettenhochhaus der Charité Berlin, ©INTERRAILS/CC BY-SA 4.0

Welche Kliniken in Deutschland bieten eine hohe Behandlungsqualität für Patienten mit Herzinsuffizienz an? Hier sind 50 hervorragende Häuser gelistet.

Herzinsuffizienz oder Herzmuskelschwäche beschreibt eine Erkrankung des Herzens, bei der dieses nicht ausreichend Blut in den Blutkreislauf pumpen kann. Dadurch werden Organe und Muskeln schlecht versorgt, was zu Erschöpfung und niedriger Belastbarkeit führt. Betroffene sind im Alltag oft stark eingeschränkt, deshalb ist eine optimale Behandlung von großer Bedeutung.


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Egal, ob es sich um einen kleinen Kathetereingriff oder eine große Herzklappenoperation handelt, ein schwaches Herz verdient besondere Aufmerksamkeit. Nach der Operation stellt man sich eine Reihe von Fragen darüber, was man in seinem Leben ändern sollte. Aber wo anfangen? Dieses Buch gibt 99 Anregungen. In den Kapiteln informieren Susann Ernst, Chefärztin an der ambulanten Reha-Einrichtung ZAR in Ulm, und Lukas Hoffmann, Ex-Journalist beim Handelsblatt, in lockerem, humorvollem Ton über mögliche Lebensstiländerungen und beziehen sich dabei auf den aktuellen Stand der Forschung. Klicken Sie auf das Bild, um bei Amazon mehr über das Buch zu erfahren! 

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Top-Kliniken für Herzinsuffizienz in Deutschland

KrankenhausBehandlungsfällePflegekraft-Patienten-VerhältnisPatientenzufriedenheit
Charitté - Universitätsmedizin Berlin2121befriedigend85 %
Klinikum Chemnitz1644befriedigend83 %
Klinikum Osnabrück1319befriedigend83 %
Klinikum Fürth1206befriedigend84 %
Asklepios Klinik Hamburg Harburg1105befriedigend83 %
Herzzentrum Leipzig1094sehr gut87 %
Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg Obernkirchen1088befriedigend83 %
Städtisches Klinikum Karlsruhe1087gut84 %
Augusta-Kranken-Anstalt Bochum1049befriedigend87 %
Städtisches Klinikum Lüneburg1001befriedigend86 %
Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart988gut83 %
Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen977gut83 %
Medizinische Hochschule Hannover975gut84 %
Klinikum Bamberg - Betriesbsstätte am Bruderwald917gut83 %
Städtisches Klinikum Dresden - Standort Friedrichstadt912gut86 %
Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem Cottbus909befriedigend83 %
Klinik Neustadt an der Aisch875befriedigend86 %
Klinikum St. Marien Amberg874befriedigend88 %
St.-Johannes-Hospital Dortmund868befriedigend83 %
St. Vincentius Kliniken Karlsruhe850befriedigend87 %
Sana Klinikum Berlin Lichtenberg843befriedigend87 %
Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt a. d. Saale837gut86 %
Klinikum Neumarkt831gut85 %
Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende823befriedigend87 %
Klinikum Kulmbach820befriedigend87 %
Ammerland-Klinik Westerstede818sehr gut87 %
Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg815gut88 %
Städtisches Klinikum Wolfenbüttel815gut87 %
Cellitinnen-Krankenhaus St. Vinzenz Köln813befriedigend87 %
Sana Kliniken Leipziger Land - Klinikum Borna808befriedigend87 %
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz808gut83 %
Vinzenzkrankenhaus Hannover808befriedigend83 %
Helios Klinikum Meiningen795sehr gut85 %
Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel793befriedigend83 %
Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen786sehr gut90 %
Klinikum Passau777befriedigend87 %
Marien-Hospital Wesel772sehr gut83 %
Marienhaus Klinikum Mainz769gut85 %
Klinikum Würzburg Mitte764sehr gut88 %
Vivantes Humboldt-Klinikum Berlin760befriedigend83 %
Krankenhaus Martha-Maria Nürnberg757befriedigend86 %
St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn735sehr gut83 %
Rhein-Maas Klinikum Würselen720gut83 %
Klinikum Oldenburg719gut84 %
Klinikum Heidenheim713gut85 %
RoMed Klinikum Rosenheim702befriedigend84 %
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer698gut87 %
Klinikum Gütersloh695befriedigend83 %
Augusta-Krankenhaus Düsseldorf693befriedigend93 %
Helios Hanseklinikum Stralsund679gut84 %

Per Mouseover wird Ihnen der Name des Klinikums angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten!
    In den dargestellten Kliniken hat das Klinikpersonal eine große Erfahrung mit Herzinsuffizienz (ICD I50). Es wurden jene 50 Häuser gelistet, in denen im Jahr 2024 mindestens durchschnittlich viele Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche betreut wurden und die außerdem die untenstehenden weiteren zwei Qualitätsmerkmale erfüllen. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zu schicken. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Hohe Zufriedenheit!
    Mindestens 83 Prozent der Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden. Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de
  • Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
    Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
    Quelle: Bundesklinikatlas

Fakten zu Herzinsuffizienz

Eine Herzschwäche kann Symptome wie Kurzatmigkeit oder Atemnot, Erschöpfung und Abgeschlagenheit hervorrufen. Auch Wassereinlagerungen in den Füßen, Knöcheln oder Beinen und eine damit verbundene Gewichtszunahme sind ein mögliches Anzeichen für ein schwaches Herz. Ein schneller Herzschlag, Konzentrationsprobleme oder häufiges Wasserlassen in der Nacht können ebenfalls auf die Erkrankung hindeuten.

Ursache für eine Herzschwäche sind oftmals andere Erkrankungen des Herzmuskels oder der Blutgefäße. Dazu zählen unter anderem die koronare Herzkrankheit, bei der verengte Adern verhindern, dass das Herz ausreichend mit Blut versorgt wird und folglich schwächer wird. Im Extremfall verstopft eine dieser Adern und es kommt zum Herzinfarkt, welcher ebenfalls Auslöser der Herzinsuffizienz sein kann. Auch Herzrhythmusstörungen, Herzklappenfehler oder Bluthochdruck belasten das Herz und können zu einer Herzschwäche führen.

Zu den Risikofaktoren für eine Herzinsuffizienz zählen eine Diabetes-Typ-2-Erkrankung, Rauchen, Alkoholkonsum, starkes Übergewicht und auch bestimmte Krebsmedikamente.

Treten die genannten Symptome wie Atemnot, Erschöpfung oder Wassereinlagerungen bei Ihnen auf, sollten Sie sich von einem Arzt oder einer Ärztin untersuchen lassen. Diese können beispielsweise die Herzströme und den Herzrhythmus mittels eines EKGs (Elektrokardiogramm) überwachen und Auffälligkeiten feststellen. Eine Ultraschalluntersuchung des Herzens kann Aufschluss darüber geben, ob die Pumpleistung oder die Funktionen der Herzklappen beeinträchtigt sind.

Die Therapiemethoden für eine Herzinsuffizienz zielen zum einen auf die Behandlung der eventuell vorliegenden Grunderkrankung wie Bluthochdruck ab. Zudem können Medikamente das Herz entlasten und Beschwerden lindern. Spezielle Ausdauer- und Muskeltrainings können Patienten mit Herzschwäche dabei helfen, die körperliche Belastbarkeit zu erhöhen und die Lebensqualität zu verbessern. Bei einer ausgeprägten Herzschwäche können auch implantierte Geräte wie ein Herzschrittmacher sinnvoll sein, um das Herz beim Pumpen zu unterstützen.

Es erkrankten in den letzten Jahren mehr Menschen an einer Herzinsuffizienz. Im Jahr 2024 wurden etwa 474.000 Menschen in deutschen Kliniken mit dieser Erkrankung behandelt.  Zehn Jahre zuvor waren es „nur“ rund 433.500 Personen. Die Krankheit tritt bei Frauen und Männern besonders häufig im Alter von 80 bis 90 Jahren auf, kommt aber auch bei jüngeren und älteren Patientinnen und Patienten vor. Durchschnittlich verbringen Betroffene acht Tage in einem Klinikum.


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