Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Der Haupteingang des Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen; ©HDZ NRW

Welche Kliniken in Deutschland bieten eine besonders hohe Behandlungsqualität bei Herzrhythmusstörungen? Hier sind einige Häuser gelistet.

Bei einer Herzrhythmusstörung wird die normale Frequenz des Herzens durch verschiedene Ursachen gestört. Dazu können Stress, Bluthochdruck, übermäßiger Alkohol- oder Nikotinkonsum zählen. Bei einem zu schnellen Herzschlag sind die Symptome meist Herzrasen oder Schwindel, ein zu langsamer Herzschlag zeigt sich durch Müdigkeit oder Leistungsschwäche. Zu den Behandlungsmöglichkeiten zählen unter anderem die medikamentöse Therapie oder eine Operation, wie die Implantation eines Herzschrittmachers.


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Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Wahl des Krankenhauses von großer Bedeutung, denn nicht alle Häuser in Deutschland sind auf die Behandlung von Herzrhythmusstörungen spezialisiert. Unten sind 33 empfehlenswerte Kliniken für die Therapie gelistet.

Hervorragende Kliniken für Herzrhythmusstörungen

KrankenhausBehandlungsfällePflegekraft-Patienten-VerhältnisPatientenzufriedenheit
Herzzentrum Leipzig2830sehr gut87 %
Charité - Universitätsmedizin Berlin2818befriedigend85 %
Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen2429sehr gut90 %
TUM Klinikum Deutsches Herzzentrum München2297gut86 %
Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen1972befriedigend83 %
St.-Johannes-Hospital Dortmund1730befriedigend83 %
Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt a. d. Saale1699gut86 %
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz1565gut83 %
Cellitinnen-Krankenhaus St. VInzenz Köln1542befriedigend87 %
St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn1536sehr gut83 %
Klinikum Chemnitz1496befriedigend83 %
Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde1420gut92 %
Agaplesion Markus Krankenhaus Frankfurt am Main1416gut85 %
Zentralklinik Bad Berka1328gut86 %
Klinikum Osnabrück1317befriedigend83 %
Klinikum Karlsburg der Klinikgruppe Dr. Guth1261befriedigend92 %
Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim1258befriedigend89 %
Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart1227gut83 %
Immanuel Klinikum Bernau - Herzzentrum Brandenburg - Universitätsklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane1187befriedigend88 %
Sana Klinikum Berlin Lichtenberg1186befriedigend87 %
Klinik Lilienthal1173gut87 %
Agaplesion Krankenhaus Neu-Bethlehem Göttingen1157sehr gut92 %
Herzzentrum Dresden1149sehr gut87 %
Augusta-Krankenhaus Düsseldorf1077befriedigend93 %
Städtisches Klinikum Karlsruhe1041gut84 %
Bonifatius Hpospital Lingen1014gut86 %
Klinikum Fürth1003befriedigend84 %
St. Vincentius Kliniken Karlsruhe1000befriedigend87 %
Frankfurter Rotkreuz-Kliniken - Klinik Rotes Kreuz Frankfurt am Main986befriedigend92 %
Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen986gut89 %
Klinikum Gütersloh973befriedigend83 %
Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg972gut88 %
Universitätsklinikum Tübingen971sehr gut87 %

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten!
    In den dargestellten Kliniken hat das Klinikpersonal eine große Erfahrung mit Herzrhythmusstörungen (ICD I48). Es wurden jene Häuser gelistet, in denen im Jahr 2024 überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusstörungen betreut wurden und die außerdem die untenstehenden weiteren zwei Qualitätsmerkmale erfüllen. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Hohe Zufriedenheit!
    Mindestens 83 Prozent der Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden. Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de
  • Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
    Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
    Quelle: Bundesklinikatlas

Fakten zu Herzrhythmusstörungen

Der Begriff Herzrhythmusstörung umfasst alle Krankheiten, bei denen das Herz untypisch schlägt – zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig. Bei der häufig auftretenden Form Vorhofflimmern schlägt es zu schnell und unregelmäßig. Betroffene berichten über Symptome wie schnelles Herzklopfen, das sie im Hals spüren, Kurzatmigkeit, Schwäche und eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit.

Aufgabe der Vorhöfe ist es, die Herzkammern mit Blut zu füllen. Die Herzkammern wiederum pumpen das Blut in den Lungen- und Körperkreislauf. So wird sauerstoffarmes Blut in die Lungen gepumpt und mit Sauerstoff angereichert. Gleichzeitig leitet das Herz bereits sauerstoffreiches Blut aus den Lungen in den Körperkreislauf weiter. Wie man daran erkennen kann, ist der richtige und gleichmäßige Rhythmus entscheidend für dieses Zusammenspiel aus Kammern und Vorhöfen.

Vorhofflimmern entsteht, wenn die elektrische Signalweiterleitung im Herzen nicht wie beim gesunden Herzen erfolgt. Dadurch ist der Rhythmus abweichend, in diesem Fall schlägt das Herz zu schnell. Die Ursachen, die zur Entstehung eines Vorhofflimmerns führen können, sind beispielsweise Bluthochdruck, Herzinfarkt, Herzschwäche, koronare Herzkrankheiten oder eine gestörte Herzklappenfunktion.

Um Vorhofflimmern zu erkennen, führen Ärzte ein ausführliches Aufnahmegespräch durch. Wichtig sind hier auch bereits bestehende Herzkrankheiten, die Auslöser von Vorhofflimmern sein können. Puls- und Blutdruckmessungen können den ersten Verdacht bestätigen. Eine sichere Diagnose können Ärztinnen und Ärzte nach einem Elektrokardiogramm (EKG) stellen. Hier messen Elektroden, die an der Brust befestigt werden, den Herzrhythmus. Außerdem ordnen sie eine sogenannte Echokardiografie (Herzultraschall) an. Bei dieser Ultraschalluntersuchung des Herzens können Mediziner die Größe und die Funktion der Herzkammern, Vorhöfe und Klappen beurteilen.

Herzrhythmusstörungen können mit Medikamenten vermindert werden. Ärzte verschreiben sogenannten Betablocker, die den Puls verlangsamen. So wird Ihr Herz entlastet. Wenn dies nicht weiterhilft, kann eine Kardioversion infrage kommen. Elektrische Impulse sollen das Herz dann wieder auf den normalen Rhythmus bringen. Welche Konzepte geeignet sind, hängt von der Ausprägung der Krankheit ab und wie Patienten auf die Medikamente ansprechen.

Die Anzahl der Diagnosen mit Vorhofflimmern und Vorhofflattern (ICD-Code I48) ist in den letzten Jahren gestiegen. Während im Jahr 2010 etwa 250.000 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag ihre Zahl im Jahr 2024 bei etwa 360.500 Personen. Menschen im Alter zwischen 60 bis 84 Jahren sind besonders häufig betroffen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt vier Tage.


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