©Thoraxklinik Heidelberg/Universitätsmedizin Heidelberg

Welche Kliniken sind die besten bei Lungenkrebs? Hier sind Lungenzentren gelistet, die höchste Qualitätsstandards erfüllen. 

Lungenkrebs, auch als Bronchialkarzinom bekannt, ist bei Männern die zweithäufigste und bei Frauen die dritthäufigste Krebsart. Als größte Risikofaktoren gelten das Rauchen und das Einatmen von krebserregenden Substanzen am Arbeitsplatz wie Asbest oder Dieselabgase. Auch wenn die Überlebensrate für Lungenkrebs gering ist, weiß Prof. Dr. Herth von der Thoraxklinik Heidelberg, dass es heute individuellere Behandlungsansätze gibt, die die Heilungschancen steigern.

Alle unten gelisteten Kliniken bieten eine qualitativ hochwertige Behandlung für Lungenkrebs an. Je nach Ausprägung des Tumors kommt eine Operation oder eine Strahlen- bzw. Chemotherapie in Frage. Außerdem steht nach der Behandlung oft ein Aufenthalt in einer Rehaklinik an. Hier sind einige hervorragende Rehakliniken für Lungenkrebs gelistet.

Herausragende Kliniken für Lungenkrebs in Deutschland

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2019) 
Thoraxklinik HeidelbergHeidelberg4573
Lungenklinik HemerHemer3386
Evangelische LungenklinikBerlin2844
SRH Wald-Klinikum GeraGera2229
Klinikum ChemnitzChemnitz2226
Helios Klinikum Emil von BehringBerlin2136
Universitätsmedizin Essen RuhrlandklinikEssen2033
Klinik SchillerhöheGerlingen2021
Klinikum Nürnberg NordNürnberg1995
LungenClinic GroßhansdorfGroßhansdorf1973
Asklepios Fachkliniken München-GautingGauting1857
Zentralklinik Bad BerkaBad Berka1855
KRH Klinikum SiloahHannover1636
Lungenklinik LöwensteinLöwenstein1448
Evangelisches Krankenhaus Herne - Standort EickelHerne1411
München Klinik BogenhausenMünchen1399
DRK Kliniken Berlin MitteBerlin1382
Florence-Nightingale-KrankenhausDüsseldorf1330
Lungenklinik LostauLostau1327
Johanniter-Krankenhaus TreuenbrietzenTreuenbrietzen1282
Krankenhaus Barmherzige Brüder RegensburgRegensburg1262
Universitätsklinikum FreiburgFreiburg1248
Helios Klinikum ErfurtErfurt1242
Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort GießenGießen1209
Klinikum Bremen-OstBremen1193
Charité - Universitätsmedizin BerlinBerlin1162
Fachklinik für LungenerkrankungenImmenhausen1119
Vivantes Klinikum NeuköllnBerlin1113
Helios Klinikum Bad SaarowBad Saarow1077
Universitätsklinikum EssenEssen1047
Krankenhaus NordwestFrankfurt am Main1034
Universitätsklinikum des SaarlandesHomburg1019
Asklepios Klinikum HarburgHamburg1016
Ludgerus-Kliniken Münster, Standort ClemenshospitalMünster1010
Universitätsklinikum AugsburgAugsburg958
Fachkrankenhaus CoswigCoswig931
Pius-Hospital OldenburgOldenburg927
Helios Kliniken SchwerinSchwerin919
Städtisches Klinikum BraunschweigBraunschweig910
Niels-Stensen-Kliniken - Franziskus-Hospital HarderbergGeorgsmarienhütte898
ViDia Christliche Kliniken KarlsruheKarlsruhe883
Gemeinschaftskrankenhaus HavelhöheBerlin851
Evangelisches Krankenhaus HammHamm843
Agaplesion Markus KrankenhausFrankfurt am Main836
Kliniken der Stadt Köln - Krankenhaus MerheimKöln831
Klinikum LüdenscheidLüdenscheid831
Helios Klinikum KrefeldKrefeld827
Bergmannsheil und Kinderklinik BuerGelsenkirchen821
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus LübeckLübeck818
Niels-Stensen-Kliniken, Krankenhaus St. Raphael OstercappelnOstercappeln813

Per Mouseover wird Ihnen der Name des Klinikums angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Lungenkrebs (ICD C34), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patienten mit Lungenkrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientensicherheit! Krankenhauskeime sind ein Gesundheitsrisiko. In allen gelisteten Kliniken wird ein mindestens durchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine mindestens durchschnittliche Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte der genannten Krankenversicherungen zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt.
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Lungenkrebs spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind als Lungenkrebszentrum zertifiziert.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

[ANZEIGE]: Wissen Sie, um die Möglichkeit eines tumorbiologischen Lungenkrebstests? Hier wird der Krebs genetisch genauer untersucht, was sich auf die Therapie auswirken könnte. [ANZEIGE]

Fakten zum Lungenkrebs

Die Symptome, die von einer Lungenkrebserkrankung verursacht werden, sind im Anfangsstadium sehr unspezifisch wie Husten, eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit durch verringere Lungenkapazität, Müdigkeit oder auch leichtes Fieber. Diese Symptome können auch bei einer Erkältung oder einer akuten Entzündung der unteren Atemwege auftreten.

Schwerwiegende Symptome treten erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf. Betroffene haben dann einen blutigen Auswurf nach dem Husten, starke Atembeschwerden oder Fieberschübe.

Die Ursachen, die zu einem Bronchialkarzinom führen, können in den erblichen Anlagen liegen. Ein anderer großer Risikofaktor ist das Rauchen. In neun von zehn Fällen bei männlichen Betroffenen ist der Lungenkrebs das Resultat vom Rauchverhalten. Bei Frauen gehen etwa sechs von zehn Diagnosen auf einen Nikotinkonsum zurück. Auch Feinstaub, Treibstoffgase, Chemikalien, Asbest oder eine Strahlenbelastung können die Entstehung von Lungenkrebs begünstigen.

Zur Erkennung von Lungenkrebs stehen den Ärzten verschiedene Diagnoseverfahren zur Verfügung. Eine bronchoskopische Untersuchung mit einer anschließenden Biopsie kann erste Hinweise zur Krankheit liefern. Außerdem kann der Arzt mit einer Röntgenuntersuchung oder mit einer Computertomografie umliegendes Gewebe untersuchen, um Metastasen zu erkennen.

Die Therapiemethode, die bei Ihnen zum Einsatz kommt, hängt vom Stadium der Erkrankung und von der Art des Karzinoms ab. In den frühen Stadien können die Chirurgen oftmals den Tumor vollständig operativ entfernen. In diesem Fall ist die Heilungschance am größten. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind Strahlentherapie und Chemotherapie. Wenn der Tumor die Atemwege stark blockiert, entfernen Chirurgen die Wucherungen mit einem Laser und können Stents einsetzen. Dabei handelt es sich um Implantate, die die Atemwege offen halten.

Die Anzahl der Diagnosen mit bösartigen Neubildungen in Lunge und Bronchien (ICD-Code C34) variiert in Deutschland zwischen 180.000 und 200.000 pro Jahr. Im Jahr 2020 waren 183.204 Patienten mit dieser Hauptdiagnose in deutschen Kliniken in Behandlung. Das Alter der Betroffenen liegt zwischen 55 und 79 Jahren und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt 7 bis 8 Tage.