
Welche Kliniken sind geeignet für die Therapie von Lungenkrebs? Hier finden Sie geeignete Lungenzentren in Ihrer Nähe.
Lungenkrebs, auch als Bronchialkarzinom bekannt, ist bei Männern die zweithäufigste und bei Frauen die dritthäufigste Krebsart. Als größte Risikofaktoren gelten das Rauchen und das Einatmen von krebserregenden Substanzen am Arbeitsplatz wie Asbest oder Dieselabgase. Auch wenn die Überlebensrate für Lungenkrebs gering ist, betont Prof. Dr. Herth von der Thoraxklinik Heidelberg, dass es heute individuellere Behandlungsansätze gibt, die die Heilungschancen steigern.
Je nach Ausprägung des Tumors kommt eine Operation oder eine Strahlen- bzw. Chemotherapie in Frage. Außerdem steht nach der Behandlung oft ein Aufenthalt in einer Rehaklinik an. Hier sind einige hervorragende Rehakliniken für Lungenkrebs gelistet.
Mindestens 75 Lungenkrebs-Operationen sollte eine Klinik im Jahr durchführen, um sicherzustellen, dass die operierenden Ärztinnen und Ärzte über ausreichend Erfahrung verfügen. Außerdem müssen Patienten nach der Operation durchschnittlich 7,5 Tage im Krankenhaus bleiben. Daher ist es wichtig, dass ausreichend Pflegekräfte beschäftigt werden, um eine korrekte Einnahme der Medikamente zu gewährleisten und um im Falle von Komplikationen schnell reagieren zu können. Unten sind zehn Krankenhäuser dargestellt, in denen die meisten Lungenkrebs-Operationen pro Jahr durchgeführt werden, und in denen das Pflegekraft-Patienten-Verhältnis mindestens „gut“ ist.
10 herausragende Kliniken für Lungenkrebs in Deutschland
| Klinik | Behandlungsfälle | Pflegekraft-Patienten-Verhältnis |
|---|---|---|
Thoraxklinik Heidelberg |
Behandlungsfälle417 | Pflegekraft-Patienten-Verhältnisgut |
Evangelische Lungenklinik Berlin |
Behandlungsfälle239 | Pflegekraft-Patienten-Verhältnisgut |
Helios Klinikum Emil von Behring |
Behandlungsfälle198 | Pflegekraft-Patienten-Verhältnissehr gut |
St. Hildegardis Krankenhaus Köln |
Behandlungsfälle197 | Pflegekraft-Patienten-Verhältnisgut |
Universitätsklinikum Freiburg |
Behandlungsfälle191 | Pflegekraft-Patienten-Verhältnisgut |
Asklepios Fachkliniken München-Gauting |
Behandlungsfälle188 | Pflegekraft-Patienten-Verhältnissehr gut |
Sana Klinikum Offenbach |
Behandlungsfälle182 | Pflegekraft-Patienten-Verhältnisgut |
Krankenhaus Bethanien Moers |
Behandlungsfälle165 | Pflegekraft-Patienten-Verhältnisgut |
Fachkrankenhaus Coswig |
Behandlungsfälle163 | Pflegekraft-Patienten-Verhältnisgut |
Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart |
Behandlungsfälle136 | Pflegekraft-Patienten-Verhältnisgut |
Die zehn Kliniken mit den meisten Lungenkrebs-Operationen pro Jahr, bei denen das Pflegekraft-Patienten-Verhältnis mindestens „gut“ ist. Pflegekraft-Patienten-Verhältnis: basiert auf dem Pflegepersonalquotienten (Fälle je Pflegekraft unter Berücksichtigung der Fallschwere; je weniger Fälle pro Pflegekraft, desto besser). Quelle: Bundes-Klinik-Atlas, Datenstand 2024.
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Fakten zum Lungenkrebs
Die Symptome, die von einer Lungenkrebserkrankung verursacht werden, sind im Anfangsstadium sehr unspezifisch wie Husten, eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit durch eine geringere Lungenkapazität, Müdigkeit oder auch leichtes Fieber. Diese Symptome können auch bei einer Erkältung oder einer akuten Entzündung der unteren Atemwege auftreten.
Schwerwiegende Symptome treten erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf. Betroffene haben dann einen blutigen Auswurf nach dem Husten, starke Atembeschwerden oder Fieberschübe.
Die Ursachen, die zu einem Bronchialkarzinom führen, können in den erblichen Anlagen liegen. Ein anderer großer Risikofaktor ist das Rauchen. In neun von zehn Fällen bei männlichen Betroffenen ist der Lungenkrebs das Resultat vom Rauchverhalten. Bei Frauen gehen etwa sechs von zehn Diagnosen auf einen Nikotinkonsum zurück. Auch Feinstaub, Treibstoffgase, Chemikalien, Asbest oder eine Strahlenbelastung können die Entstehung von Lungenkrebs begünstigen.
Zur Erkennung von Lungenkrebs stehen den Ärzten verschiedene Diagnoseverfahren zur Verfügung. Eine bronchoskopische Untersuchung mit einer anschließenden Biopsie kann erste Hinweise zur Krankheit liefern. Außerdem kann der Arzt mit einer Röntgenuntersuchung oder mit einer Computertomografie umliegendes Gewebe untersuchen, um Metastasen zu erkennen.
Die Therapiemethode, die zum Einsatz kommt, hängt vom Stadium der Erkrankung und von der Art des Karzinoms ab. In den frühen Stadien können die Chirurgen oftmals den Tumor vollständig operativ entfernen. In diesem Fall ist die Heilungschance am größten. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind Strahlentherapie und Chemotherapie. Wenn der Tumor die Atemwege stark blockiert, entfernen Chirurgen die Wucherungen mit einem Laser und können Stents einsetzen. Dabei handelt es sich um Implantate, die die Atemwege offen halten.
Die Anzahl der Diagnosen mit bösartigen Neubildungen in Lunge und Bronchien (ICD-Code C34) ist in Deutschland zurückgegangen. Im Jahr 2024 waren 180.233 Patienten mit dieser Hauptdiagnose in deutschen Kliniken in Behandlung. Zehn Jahre zuvor waren es noch 188.503 Patienten. Menschen zwischen 55 bis 84 Jahre werden besonders häufig mit dieser Diagnose im Klinikum behandelt, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt 7,5 Tage.






























