Marienhospital Herne
Marienhospital Herne; ©Arnold Paul/CC0

Welche Kliniken in Deutschland eignen sich für die Behandlung von Prostatakrebs? Hier sind einige herausragende Fachkliniken gelistet.

Proststakrebs ist die häufigste Krebserkrankung unter Männern in Deutschland. Die Patientenzahlen steigen stetig an. Meist treten Symptome wie vermehrter Harndrang oder Blut im Urin erst im fortgeschrittenen Stadium des Tumors auf. Zu den Risikofaktoren von Prostatakrebs zählen unter anderem das Alter, familiäre Veranlagung und Hormone.


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In welchen Kliniken arbeiten erfahrene Chirurgen für die Prostatakrebs-OP? Welche Therapien werden angeboten? Was genau passiert am OP-Tag? Antworten auf diese und weitere Fragen geben Tobias Maurer, Leitender Arzt an der Martini-Klinik Hamburg, und Lukas Hoffmann, Ex-Journalist beim Handelsblatt, in ihrem Ratgeber für Prostatakarzinom-Patienten. Die in diesem Artikel abgebildete Liste mit zehn Kliniken ist ein Auszug aus dem Buch. Im Buch werden 50 Top-Kliniken für die Behandlung von Prostatakrebs gelistet. Klicken Sie auf das Bild, um bei Amazon mehr zu erfahren!

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Es kommen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten in Frage, wie eine Operation, eine Strahlentherapie oder eine Kombination aus Bestrahlung und Hormontherapie. Nachfolgend finden Sie exzellente Krankenhäuser für die Therapie von Prostatakrebs in Deutschland.

10 herausragende Kliniken für Prostatakrebs in Deutschland

KrankenhausBehandlungsfälleZufriedenheitZertifikat
Martini Klinik/Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf265987%ja
St. Antonius-Hospital Gronau172697%ja
Klinikum rechts der Isar der TUM122584%ja
Marien Hospital Herne113283%ja
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden93189%ja
Diakonie-Klinikum Stuttgart86388%
ja
Universitätsklinikum Freiburg83687%ja
Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg77585%ja
Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg75288%ja
Charité - Universitätsmedizin Berlin74686%ja

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Prostatakrebs (ICD C61), weil nur Häuser besichtigt wurden, in denen Patienten mit Prostatakrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden (Daten von 2023). Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
    Quelle: TK Klinikführer
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Prostatakrebs spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft als Prostatakrebszentrum zertifiziert.
  • Gute Patientenzufriedenheit! Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 900.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de

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Fakten zu Prostatakrebs

Die Symptome von Prostatakrebs sind vielfältig. Unter anderem kann sich die Krankheit in einem vermehrten Harndrang äußern, der besonders nachts auftritt. Es kann zu Schwierigkeiten zu Beginn des Urinierens kommen, auch ein schwacher oder unterbrochener Harnfluss kann vorkommen. Zudem können Schmerzen bei der Ejakulation auftreten, sowie Blut im Urin oder der Samenflüssigkeit. Neben Schmerzen in der Prostata können diese auch im unteren Rückenbereich, im Becken, in der Hüfte oder in den Oberschenkeln auftreten. Eine weniger starke Erektion oder Impotenz sowie ein verminderter Samenerguss können ebenfalls auf eine Prostatakrebserkrankung hindeuten.

Die Ursache für Prostatakrebs bleibt bis heute weitgehend unbekannt. Zu den Risikofaktoren zählt unter anderem das zunehmende Alter. Während das Risiko einer Erkrankung im Alter von 35 Jahren bei unter 0,1 Prozent liegt, steigt es bis zum 75. Lebensjahr auf 5 Prozent an. Auch die familiäre Veranlagung kann bei der Erkrankung eine Rolle spielen. Rauchen, Alkohol und eine unausgewogene Ernährung sind weitere Faktoren, die ein Prostatakarzinom begünstigen können.

Zur Erkennung von Prostatakrebs kann der Arzt beispielsweise mit einem Finger die Prostata über den Enddarm abtasten, um ihre Beschaffenheit zu untersuchen. Mit einem Bluttest kann zudem die Konzentration des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) festgestellt werden. Ein erhöhter Wert kann auf eine Erkrankung hindeuten. Mithilfe einer Biopsie kann außerdem Krebsgewebe erkannt werden.

Die Therapiemethoden hängen von der Größe und Ausbreitung des Tumors ab. Ist das Karzinom lokal begrenzt, wird der Krebs mit einer Strahlentherapie von innen bekämpft. Bei älteren Patienten findet in einem frühen Krebsstadium die abwartende Beobachtung Anwendung, bei der nur eine Therapie eingeleitet wird, wenn der Patient Symptome entwickelt. Bei einem fortgeschrittenen Prostatakrebs besteht die Möglichkeit der Entfernung des Tumors mittels einer Operation. Auch die Kombination von Bestrahlung und Hormontherapie ist möglich. Wenn der Krebs bereits Metastasen gebildet hat, reichen Operation und lokale Bestrahlung nicht mehr aus. Jetzt können bestimmte Medikamente helfen, die sich gegen alle Tumorzellen im Körper richten und beispielsweise in den Hormonspiegel eingreifen, um Testosteron zu unterdrücken.

Die Diagnose Prostatakrebs verzeichnet seit Jahren kontinuierlich steigende Patientenzahlen. Während im Jahr 2014 noch 66.060 Männer wegen Prostatakrebs in deutschen Kliniken behandelt wurden, waren es im Jahre 2024 schon 94.670 Patienten. Die Erkrankung tritt vor allem im Alter von 60 bis 84 Jahren auf. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einem Krankenhaus nach einer Prostatakrebs-Behandlung liegt bei etwa sechs Tagen.