Rehaklinik für Prostatakrebs
Vogtlandklinik Bad Elster, ©A. Köppl/CC0

Welche deutschen Rehakliniken bieten eine Behandlung für Prostatakrebs-Patienten auf hohem Niveau an? Hier sind einige hervorragende Häuser gelistet.

Der Prostatakrebs (auch Prostatakarzinom genannt) ist die häufigste Krebserkrankungen unter Männern. Es handelt sich um eine bösartige Tumorerkrankung der Vorsteherdrüse. Mögliche Risikofaktoren sind unter anderem das Alter, eine familiäre Veranlagung, bestimmte Hormone sowie übermäßiger Alkohol- und Zigarettenkonsum. Symptome wie vermehrter Harndrang, Blut im Urin oder der Samenflüssigkeit und Schmerzen in der Prostata treten meist erst im fortgeschrittenen Stadium des Tumors auf.  Je nach Ausmaß und Stadium des Prostatakarzinoms kann die Erkrankung mittels einer Operation, einer Strahlen- oder einer Hormontherapie behandelt werden. Hier finden Sie hervorragende Klinken für die Behandlung für Prostatakrebs.


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Nach der Behandlung des Tumors steht meist ein mehrwöchiger Aufenthalt in einer Rehaklinik an. Die unten gelisteten Häuser bieten eine umfassende Behandlung durch erfahrene Ärzte für Patienten mit einer Prostatakrebserkrankung an.

Top Rehakliniken für Prostatakrebs

Reha-KlinikBettenzahlStadt 
Reha-Zentrum am Meer460Bad Zwischenahn
Hochwald-Kliniken400Weiskirchen
Vogtland-Klinik Bad Elster389Bad Elster
Klinik Bad Oexen358Bad Oeynhausen
MediClin Deister Weser Kliniken330Bad Münder
Kurpark-Klinik268Bad Nauheim
MediClin Staufenburg Klinik267Durbach
Paracelsus-Harz-Klinik Bad Suderode260Quedlinburg
Kliniken Hartenstein - Klinik Wildetal255Bad Wildungen
Median Adelsberg-Klinik Bad Berka243Bad Berka

Der Name der Rehaklinik wird Ihnen per Mouseover angezeigt

So wurde die Rehaklinikliste erstellt

  • Focus Auszeichnung! Das große Wochenmagazin DER FOCUS zeichnet jedes Jahr die besten Reha-Kliniken aus. Alle gelisteten Häuser sind laut der Reha-Klinikliste 2021 auf urologische Tumore spezialisiert. Eine Prüfung von Klinik Kompass hat zudem ergeben, dass bei allen oben genannten Rehakliniken eine Behandlung von Prostatakrebs-Patienten angeboten wird.
  • Zertifikate! Stationäre Rehakliniken sind verpflichtet, sich zertifizieren zu lassen. Alle oben gelisteten Häuser besitzen das Zertifikat einer offiziellen Stelle, zum Beispiel der Deutsche Rentenversicherung Bund (QMS Reha) oder TÜV Süd oder TÜV Nord (system QM).
  • Umfassende Hilfe! Gerade bei der Rehabilitation ist es wichtig, dass sich Experten verschiedener Fachbereiche um den Patienten kümmern, zum Beispiel Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Sporttherapeuten. In allen oben gelisteten Kliniken arbeitet ein interdisziplinäres Team mit Experten aus mindestens fünf Fachbereichen.
  • Begleitperson! Für viele Menschen ist es wichtig, eine nahestehende Person bei sich zu wissen. Deshalb sind oben in der Liste nur Rehakliniken aufgeführt, in denen eine Begleitperson gestattet ist.

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Diese Therapien werden in der Rehaklinik angeboten

Die Reha schließt sich nur wenige Wochen an die Krebstherapie im Krankenhaus an und dauert oft drei Wochen. Egal ob Operation oder Strahlentherapie, sie alle sind für den Körper invasive Behandlungen, von denen Sie sich erst erholen müssen. Ihre Selbstständigkeit und Leistungsfähigkeit soll mit verschiedenen Therapiemöglichkeiten verbessert werden. Der Aufenthalt erfolgt in den meisten Fällen stationär, was bedeutet, dass Sie auch die Nacht in der Klinik verbringen. In der Reha-Einrichtung können die Ärzte Ihre medikamentöse Therapie auch fortsetzen.

In der Ernährungsberatung lernen Sie alles Wichtige zur gesunden Ernährung. Neben Empfehlungen zu dem Verzehr von Obst und Gemüse oder dem Kochen mit natürlichen Ölen, erhalten Sie auch Informationen über das Krebsrisiko bei übermäßigem Alkohol- oder Nikotinkonsum. Oft gibt es auch ein Raucherentwöhnungsprogramm, an dem Sie teilnehmen können.

In der Physio- und Bewegungstherapie steigern Sie Schritt für Schritt Ihre körperliche Kondition. Krankengymnastik sowie Übungen mit Wärmeanwendungen sollen Ihr körperlichen Wohlbefinden steigern und Sie motivieren, Bewegung in Ihren Alltag einzubauen.

Ein wesentliches Ziel der Gymnastik ist die Wiedererlangung der Harnkontinenz. Denn es kommt vor, dass durch die Prostatakrebs-OP der innere  Blasenschließmuskel geschwächt wird und nur noch die äußere Muskelschicht die Kontinenz gewährleisten muss. Wenn diese sogenannten Beckenbodenmuskeln zu schwach sind, kann Wasserhalten schwerfallen. Um diese Muskelgruppen zu stärken, gibt es in der Reha-Einrichtung ein besonderes Training. Das Beckenbodentraining, auch spezielles Kontinenztraining genannt, erfolgt mit der Unterstützung von Elektrostimulation oder Biofeedback (Training mit Rückmeldung zur Kontraktionskraft des Muskels). Auch eine medikamentöse Behandlung kann weiterhelfen. Mit der Zeit wird die Harnkontinenz in der Regel zurückgewonnen.

Einen besonderen Fokus legt das Rehabilitationsprogramm auch auf die Wiedererlangung der Sexualfunktion. Es kann vorkommen, dass während der operativen Entfernung des bösartigen Gewebes Nerven beschädigt werden, die für die Erektion wichtig sind. Damit die Sexualfunktion erhalten bleibt, ist ein frühzeitiges Schwellkörpertraining bereits vor oder direkt nach der Operation ratsam. Auch hier kommen Medikamente, Sport, Physiotherapie und Übungen zur Tiefenentspannung zum Einsatz.

Ein weiterer Bestandteil der Reha ist die Krankheitsbewältigung, für die Sie Unterstützung von Psychoonkologen erhalten. Sie können mit ihm offen über Ihre Selbstwahrnehmung als Mann, über Sexualität oder Depressionen nach der Diagnose sprechen.

Mit den Sozialarbeitern können Sie sich über Ihre arbeitsrechtliche Situation unterhalten. Fragen zu Krankschreibungen, zu bezahlten, gesundheitlichen Leistungen und der Beantragung von weiterführenden Therapien und Sozialleistungen werden hier geklärt.

Das Thema Tumornachsorge ist besonders wichtig ist. Die Reha-Ärzte informieren Sie über die Krebsnachsorge. Sie erfahren, welche Nachsorgeuntersuchung, wann ansteht. Wenn Sie die Tumornachsorge einhalten, können Ärzte einen Rückfall schnell diagnostizieren.