Charité Berlin
Bettenhochhaus der Charité Berlin, ©INTERRAILS

Welche Kliniken in Deutschland eignen sich am besten für die Behandlung von Eierstockkrebs? Hier sind einige Häuser mit hoher Behandlungsqualität gelistet.

Eierstockkrebs (auch Ovarialkarzinom genannt) bezeichnet einen bösartigen Tumor an den Eierstöcken der Frau. Etwa 7.300 Frauen erkranken jedes Jahr an dieser Krebsart. Da der Eierstockkrebs anfangs meist keine Beschwerden auslöst, wird er oftmals erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Um eine erfolgreiche Behandlung sicherzustellen, ist die Auswahl der Klinik von großer Bedeutung. Alle unten gelisteten Krankenhäuser sind auf die Behandlung von Eierstockkrebs spezialisiert.

Top-Kliniken für Eierstockkrebs

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2021)
Charité - Universitätsmedizin BerlinBerlin804
Evangelische Kliniken Essen-MitteEssen568
Klinikum Nürnberg NordNürnberg292
Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen - Standort Mitte/NordTrier225
Universitätsklinikum ErlangenErlangen192
Helios Klinikum Berlin-BuchBerlin185
LMU KlinikumMünchen182
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden173
Florence-Nightingale-KrankenhausDüsseldorf172
Universitätsklinikum FreiburgFreiburg159
Universitätsklinikum WürzburgWürzburg153
Universitätsklinikum DüsseldorfDüsseldorf141
Universitätsklinikum BonnBonn136
Universitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburg134
St. Franziskus-Hospital MünsterMünster133
Klinikum KasselKassel126
Universitätsklinikum AugsburgAugsburg123
Städtisches Krankenhaus KielKiel122
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität MainzMainz122
Marien Hospital HerneHerne121
Helios Klinikum KrefeldKrefeld118
Universitätsklinikum TübingenTübingen118
Krankenhaus Barmherzige Brüder RegensburgRegensburg113
Klinikum Dritter Orden München-NymphenburgMünchen112
Universitätsklinikum MannheimMannheim109
Johannes Wesling Klinikum MindenMinden108
Medizinische Hochschule HannoverHannover106
Vivantes Klinikum Am UrbanBerlin102
Universitätsklinikum HeidelbergHeidelberg100
SLK-Kliniken Heilbronn - Klinikum am GesundbrunnenHeilbronn100
Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort MarburgMarburg100
Klinikum FürthFürth97
Kath. MarienkrankenhausHamburg97
Marienhaus Klinikum MainzMainz96
St. Elisabeth-KrankenhausKöln95
Vivantes Auguste-Viktoria KlinikumBerlin94
Asklepios Klinik BarmbekHamburg93
Marien Hospital WittenWitten92
Universitätsklinikum EssenEssen91
Agaplesion Diakonieklinikum HamburgHamburg89
Klinikum Dortmund MitteDortmund88
Städtisches Klinikum KarlsruheKarlsruhe87
Universitätsklinikum KölnKöln86
CaritasKlinikum Saarbrücken - Standort St. TheresiaSaarbrücken86
Klinikum Südstadt RostockRostock85
Klinikum BielefeldBielefeld84
Rotkreuzklinikum MünchenMünchen84
Universitätsklinikum des SaarlandesHomburg83
Klinikum rechts der Isar der TUMMünchen82
Klinikum PassauPassau81

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patientinnen! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte und Ärztinnen eine große Erfahrung mit Eierstockkrebs (ICD C56), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patientinnen mit dieser Erkrankung überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als Eierstockkrebszentrum anerkannt.

Fakten zu Eierstockkrebs

Eierstockkrebs kann in verschiedenen Formen auftreten: bei 9 von 10 Fällen handelt es sich um epitheliale Tumore. Sie entstehen aus der äußersten Zellschicht des Eierstocks. In vielen Fällen ist es schwierig, diese Tumore eindeutig als gut- oder bösartig zu identifizieren, da sie unterschiedliche Merkmale aufweisen können. Das erschwert oft eine klare Klassifizierung und Behandlung. Keimstrangstromatumoren sind seltener und entstehen im Stützgewebe. Keimzelltumoren können sich bereits im jungen Alter bilden.

Zu den Risikofaktoren zählen neben Übergewicht und zunehmendem Alter auch hormonelle Aspekte: Kinderlosigkeit oder Unfruchtbarkeit können das Risiko für eine Erkrankung erhöhen.

Im Anfangsstadium verläuft die Erkrankung meist beschwerdefrei. Mögliche Symptome für Eierstockkrebs sind Völlegefühl, Blähungen, unklare Bauchschmerzen, häufiges Wasserlassen und ein veränderter Stuhlgang, Verdauungsbeschwerden oder eine unklare Gewichtsabnahme. Diese Symptome treten allerdings erst auf, wenn der Tumor schon in das Becken und die Bauchhöhle gewachsen ist.

Für Eierstockkrebs gibt es keine gesetzlich festgelegte Untersuchung zur Früherkennung. Es konnte bisher nicht nachgewiesen werden, dass beispielsweise durch eine jährliche Ultraschalluntersuchung eine Früherkennung der Krebserkrankung möglich ist. Da das Risiko aber mit dem Alter steigt, sollten Frauen in höherem Alter die jährliche Tastuntersuchung des inneren Genitales wahrnehmen.

Für die Behandlung von Eierstockkrebs ist eine Operation üblich, denn nur so kann der Verdacht der Krebserkrankung endgültig bestätigt und der Tumor entfernt werden. Dazu wird ein Längsbauchschnitt vorgenommen und der befallene Eierstock sowie je nach Ausbreitung auch Eileiter, Gebärmutter, das große Bauchnetz, Teile des Bauchfells und in manchen Fällen Teile des Darms oder Blinddarms entfernt. Üblicherweise findet im Anschluss an die Operation auch eine zusätzliche Chemotherapie statt, um eventuell noch im Körper vorhandene Krebszellen abzutöten. Im fortgeschrittenen Stadium ist außerdem eine Erhaltungstherapie ratsam, bei der ein Antikörper verabreicht wird, der die Blutgefäßneubildung im Tumor und damit seinen Wachstum hemmt.

Seit einigen Jahren werden für Eierstockkrebs fallende Patientenzahlen verzeichnet: während 2006 noch über 34.000 Neupatienten erfasst wurden, waren es 2022 nur noch 23.321 Betroffene. Meist tritt die Erkrankung im Alter von 55 bis 74 Jahren auf. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einem Klinikum beträgt neun Tage.