
Welche Rehakliniken an der Nordsee und an der Ostsee eignen sich für eine onkologische Reha? Hier sind einige Kliniken mit hoher Behandlungsqualität gelistet.
Nach einer onkologischen Therapie, also der Behandlung einer Krebserkrankung mit beispielsweise einer Chemotherapie, ist der Aufenthalt in einer onkologischen Rehaklinik sinnvoll. Hier können Patientinnen und Patienten Kraft schöpfen und den Wiedereinstieg in das alltägliche Leben mit Unterstützung meistern. Eine Reha kann ambulant oder stationär stattfinden.
Wichtig dabei ist vor allem die Spezialisierung der Ärztinnen und Ärzte auf das Fachgebiet der Onkologie. Aber auch der Standort kann Einfluss auf die Genesung haben: die Nordsee und die Ostsee eignen sich aufgrund des Klimas und der Natur gut für eine Rehabilitation.
Nachfolgend sind onkologische Rehakliniken an der Nord- und Ostsee gelistet. Angegeben ist, welche Punkte sie in einem Punkte-Ranking der Deutschen Rentenversicherung Bund erhalten haben und ob in der jeweiligen Einrichtung ein ambulanter oder ein stationärer Aufenthalt möglich ist.
Onkologische Rehakliniken an der Nordsee
| Rehaklinik | Aufenthalt | Punkte |
|---|---|---|
| Hamm Klinik Nordfriesland St. Peter-Ording | stationär | 89 |
| Reha-Zentrum Utersum auf Föhr | stationär | 86 |
| Knappschafts-Klinik Borkum | stationär | 84 |
| Asklepios Nordseeklinik Westerland Sylt | stationär, ambulant | 78 |
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Onkologische Rehakliniken an der Ostsee
| Rehaklinik | Aufenthalt | Punkte |
|---|---|---|
| Klinik Graal-Müritz | ambulant, stationär | 85 |
| VITREA Rehaklinik Ahrenshoop | ambulant, stationär | 84 |
| Strandklinik Boltenhagen | ambulant, stationär | 81 |
| VAMED Rehaklinik Schloss Schönhagen | ambulant, stationär | 78 |
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So wurden die Rehaklinik-Listen erstellt
Die Deutsche Rentenversicherung Bund misst die Qualität fast aller deutschen Rehabilitationseinrichtungen. Dabei werden die Patienten nach ihrer Rehabilitation befragt, ob es ihnen nach dem Klinikaufenthalt besser geht und wie zufrieden sie mit dem Behandlungsprogramm sind. Außerdem wird geprüft, ob die jeweilige Reha-Einrichtung Therapiestandards für Krankheitsbilder einhält und welches Behandlungsprogramm die Patienten erhalten haben. Dazu werten Mitarbeiter der Rentenversicherung die Entlassungsbriefe der jeweiligen Reha-Einrichtung aus. Zusätzlich lesen externe Ärztinnen und Ärzte anonymisierte Entlassungsberichte der Klinik und geben Rückmeldung, ob die Patientinnen und Patienten aus ihrer Sicht optimal behandelt wurden. Aus diesen verschiedenen Qualitätsparametern wird dann ein Wert zwischen 0 und 100 errechnet, wobei 100 die bestmögliche Bewertung darstellt.
So werden die verschiedenen Parameter gewichtet:
20 Prozent – Patientenzufriedenheit
20 Prozent – Behandlungserfolg aus Patientensicht
20 Prozent – Erfüllung der Reha-Therapiestandards für die jeweilige Erkrankung
20 Prozent – Therapieangebot
20 Prozent – externe Begutachtung
Alle bewerteten onkologischen Rehabilitationskliniken an der Nordsee und Ostsee sind mit ihrer jeweiligen Punktzahl in der obigen Liste dargestellt.
Was erwartet Sie in der Reha-Klinik?
Der Aufenthalt in der Rehaklinik dient vor allem der Genesung nach einer onkologischen Behandlung wie einer Chemo- oder Strahlentherapie. Neben der Behandlung körperlicher Beschwerden können Patientinnen und Patienten hier außerdem lernen, mit den psychischen Folgen ihrer Erkrankung umzugehen. Da diese sehr individuell sind, wird jede Behandlung mit den den Ärztinnen und Ärzten abgestimmt.
Im Mittelpunkt der Rehabilitation steht die medizinische Versorgung. Eventuell noch laufende Therapien werden fortgesetzt, um eine schnelle Genesung und Wiedereingliederung in den Alltag sicherzustellen. Die Rehakliniken sind auf eine onkologische Behandlung spezialisiert und die Ärztinnen und Ärzte besitzen das entsprechende Know-How, um die Behandlung im Anschluss an die bereits stattgefundene Krebsbehandlung weiterzuführen bzw. abzuschließen.
Neben der onkologischen Behandlung bieten die Reha-Kliniken auch weitere Therapien aus verschiedenen Bereichen an. Dazu zählt beispielsweise die Ergotherapie, Sporttherapie oder Krankengymnastik, um das Körpergefühl zu stärken und die allgemeine Ausdauer zu steigern. Ein sehr wichtiger Teil der onkologischen Reha ist die psychologische Unterstützung, die in Form von Einzel- oder Gruppengesprächen, Seminaren und Gesprächskreisen sowie Vorträgen angeboten wird. Hier können die Patientinnen und Patienten ihre Erkrankung verarbeiten, Erfahrungen mit anderen Betroffenen austauschen und Informationen zu gesunder Ernährung, Bewegung und den Umgang mit der Erkrankung erhalten.
Der Standort der Rehaklinik kann ebenfalls zum Wohlbefinden beitragen. Neben den medizinischen Angeboten ist auch die Entspannung und Freizeitgestaltung ein wichtiger Aspekt der Rehabilitation von Körper und Geist. Die Lage der Kliniken in direkter Nähe zum Strand und Meer fördern den Genesungsprozess. Das gesunde Nord- und Ostseeklima haben einen positiven Einfluss auf die Gesundheit: die allergenarme Luft wirkt beispielsweise beruhigend auf die Schleimhäute und befreit die Atemwege. Das intensive UV-Licht der Sonne lindert Hautirritationen und der küstentypische Wind aktiviert den gesamten Organismus.
Auch spezielle Freizeitangebote gibt es an der Nord- und Ostsee: Spaziergänge am Strand oder in den Kiefernwäldern, Radtouren entlang der Küste oder der Besuch von Heilbädern sind möglich. Um die Umgebung kennenzulernen und einen Ausgleich zur Therapie zu schaffen, bieten viele Kliniken auch kulturelle Angebote an.
































