
Welche Kliniken sind für die Behandlung von Darmkrebs geeignet? Hier sind einige geeignete Häuser gelistet.
Darmkrebs, auch kolorektales Karzinom genannt, ist bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Tumorerkrankung in Deutschland. Zu den Risikofaktoren zählen das Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht oder mangelnde Bewegung. Symptome von Darmkrebs sind unter anderem krampfartige Bauchschmerzen, Blut im Stuhl oder Verhärtungen im Bauchraum.
Dank verschiedener Operationsmethoden können Ärztinnen und Ärzte Eingriffe am Darm heute schonender durchführen als früher. Aber nicht weniger wichtig als moderne Apparate ist das Know-How der Ärzte, denn als guter Chirurg benötigt man Erfahrung. Die unten gelisteten Kliniken bieten eine Behandlung für Darmkrebs mit hoher Qualität an.
Angegeben ist: wie viele Patienten und Patientinnen in der jeweiligen Klinik im Jahr 2024 wegen Darmkrebs behandelt wurden, ob die Klinik ein Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft hat und wie viel Prozent der Patienten und Patientinnen das Krankenhaus für eine Behandlung weiterempfehlen würden. Weiter unten im Artikel wird erklärt, woher die Daten kommen.
50 Kliniken für Darmkrebs
| Klinik | Behandlungsfälle | Patientenbewertung | Zertifikat |
|---|---|---|---|
| München Klinik Neuperlach | 688 | 86 % | Ja |
| Helios Hanseklinikum Stralsund | 539 | 84 % | Ja |
| Charité - Universitätsmedizin Berlin | 530 | 85 % | Ja |
| Helios Klinikum Meiningen | 354 | 85 % | Ja |
| Universitätsklinikum Heidelberg | 339 | 86 % | Ja |
| Klinikum Osnabrück | 321 | 83 % | Ja |
| Universitätsklinikum Freiburg | 304 | 87 % | Ja |
| Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier - Standort Mitte/Nord | 291 | 83 % | Ja |
| Universitätsmedizin Göttingen | 267 | 86 % | Ja |
| Universitätsklinikum Tübingen | 263 | 87 % | Ja |
| DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus Bremen | 258 | 84 % | Ja |
| Klinikum Fürth | 255 | 84 % | Ja |
| Israelitisches Krankenhaus in Hamburg | 248 | 83 % | Ja |
| Thüringen-Kliniken "Georgius Agricola" Saalfeld | 248 | 87 % | Ja |
| Cellitinnen-Krankenhaus St. Petrus Wuppertal | 238 | 83 % | Ja |
| St. Josefs-Hospital Wiesbaden | 236 | 87 % | Ja |
| Klinikum Ingolstadt | 230 | 84 % | Ja |
| Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen | 210 | 85 % | Ja |
| Klinikum Würzburg Mitte | 207 | 88 % | Ja |
| Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück | 207 | 83 % | Ja |
| Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital | 203 | 83 % | Ja |
| TUM Klinikum Rechts der Isar München | 202 | 84 % | Ja |
| Universitätsklinikum Würzburg | 197 | 87 % | Ja |
| Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg | 195 | 88 % | Ja |
| Klinikum Passau | 192 | 87 % | Ja |
| Klinikum Südstadt Rostock | 191 | 87 % | Ja |
| Augusta-Kranken-Anstalt Bochum | 190 | 87 % | Ja |
| Städtisches Klinikum Karlsruhe | 190 | 84 % | Ja |
| Universitätsklinikum Erlangen | 188 | 87 % | Ja |
| Städtisches Klinikum Dresden - Standort Friedrichstadt | 187 | 86 % | Ja |
| Heinrich-Braun-Klinikum - Standort Zwickau | 184 | 86 % | Ja |
| St. Vincentius Kliniken Karlsruhe | 182 | 87 % | Ja |
| Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt | 179 | 83 % | Ja |
| Medizinische Universität Lausitz Cottbus - Carl Thiem | 179 | 83 % | Ja |
| Ketteler Krankenhaus Offenbach | 177 | 86 % | Ja |
| Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier | 176 | 85 % | Ja |
| Krankenhaus Reinbek St Adolf-Stift | 175 | 87 % | Ja |
| RoMed Klinikum Rosenheim | 171 | 84 % | Ja |
| Universitätsklinikum Rostock | 171 | 86 % | Ja |
| Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum - Standort Neubrandenburg | 170 | 87 % | Ja |
| Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg | 170 | 86 % | Ja |
| St.-Johannes-Hospital Dortmund | 168 | 83 % | Ja |
| Universitätsmedizin Greifswald | 168 | 86 % | Ja |
| Klinikum Leverkusen | 165 | 83 % | Ja |
| Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen | 163 | 87 % | Ja |
| St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn | 163 | 83 % | Ja |
| Klinikum Bamberg - Betriebsstätte am Bruderwald | 161 | 83 % | Ja |
| Klinikum Neumarkt i. d. OPf. | 158 | 85 % | Ja |
| Krankenhaus St. Joseph-Stift Dresden | 156 | 92 % | Ja |
| Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen Universität Dresden | 155 | 89 % | Ja |
Kliniken für Darmkrebs nach Region
Bundesländer: Baden-Württemberg · Bayern · Hessen · Mecklenburg-Vorpommern · Niedersachsen · Nordrhein-Westfalen · Sachsen
Städte und Umgebung: Dortmund · Dresden · Essen · Heidelberg · Karlsruhe · München · Würzburg
Aufgeführt sind Bundesländer mit mindestens drei Einrichtungen aus der bundesweiten Liste sowie Städte, in deren Umkreis von 50 Kilometern mindestens drei dieser Einrichtungen liegen.
Darstellung der 50 Kliniken auf der Karte
So wurde die Klinikliste erstellt:
- Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärztinnen und Ärzte eine große Erfahrung mit Darmkrebs (ICD C18), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patienten mit Darmkrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Kliniken dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Informationen zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem TK-Klinikführer entnommen.
Quelle: TK-Klinikführer - Hohe Zufriedenheit!
Überdurchschnittlich viele Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de - Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Darmkrebs spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Tumorbehandlung zur Verfügung steht. Alle gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft als Darmkrebszentrum zertifiziert.
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.
Fakten zu Darmkrebs
Bei bösartigen Neubildungen im Darm zählen zu den alarmierenden Symptomen beispielsweise Blut im Stuhl, blutiger Abgang bei Blähungen und schmerzhafte Bauchkrämpfe, die länger als sieben Tage anhalten. Betroffene beschreiben auch veränderte Stuhlgewohnheiten wie Verstopfung, Durchfall oder einen häufigen Stuhldrang. Die Erkrankung beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit der Erkrankten und führt zur Müdigkeit, Blässe und Gewichtsabnahme.
Gutartige Wucherungen in der Darmschleimhaut, die sogenannten Polypen, sind im Grunde harmlos, können sich aber zu Darmkrebs entwickeln. Die Ursachen, die zu diesem Vorgang führen, sind noch nicht vollständig geklärt. Zu den Risikofaktoren zählen genetische Veranlagung, Adipositas (Übergewicht), ballaststoffarme Ernährungsweise, übermäßiger Verzehr von rotem Fleisch, Rauchen oder erhöhte Leberwerte bedingt durch eine Diabeteserkrankung.
Zur Erkennung von Darmkrebs führen die Ärzte eine ausführliche Unterhaltung mit Ihnen. Sie fragen nach Ihren Symptomen, der Dauer und vor allem nach Ihren Stuhlgewohnheiten. Eine wichtige Untersuchungsmethode ist die digital-rektale Untersuchung (DRU). Hierfür führt der Arzt mit Handschuhen seinen Finger in den After. Er tastet das Darmende ab und kann so den Darmkrebs als hartes und höckeriges Gewebe spüren.
Es kann vorkommen, dass Blutspuren an den Handschuhen haften. Eine endgültige Diagnose ermöglicht die sogenannte Darmspiegelung (Koloskopie). Ein Endoskop mit Kamera zeigt den Ärzten das Darminnere. Die Ärzte entnehmen verdächtige Polypen als Biopsien und lassen die Proben im Labor untersuchen. Bösartige Zellen können bei diesem Vorgang eindeutig identifiziert werden.
Die Therapiemöglichkeiten hängen von der Lokalisation des Tumors ab. Welcher Darmabschnitt ist betroffen? Wie groß ist der Tumor? In welchem Stadium befindet er sich? Die Chirurgen versuchen möglichst viel vom bösartigen Gewebe operativ zu entfernen. Wenn die Operateure Metastasen nicht chirurgisch entfernen konnten, wird eine Chemotherapie angeschlossen.
Die Anzahl der Diagnosen mit bösartigen Neubildungen des Darmes (ICD-Code C18) ist in den letzten Jahren leicht gesunken. Während im Jahr 2010 noch 86.471 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2024 bei rund 71.500 Personen. Das Alter der erkrankten Personen liegt größtenteils zwischen 60 und 89 Jahren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt zehn Tage.





























