Kliniken für Harnblasenkrebs
SRH-Wald-Klinikum Gera, ©Tnemtsoni/CC0

Welche Kliniken in Deutschland eignen sich am besten für die Behandlung von Harnblasenkrebs? Hier sind einige Häuser gelistet, die eine hervorragende Behandlungsqualität vorweisen. 

Ein Harnblasenkarzinom entsteht in der Harnblasenschleimhaut und kann sich, wenn es nicht frühzeitig erkannt wird, über das Organ hinweg ausbreiten. Männer sind wesentlich häufiger von Blasenkrebs betroffen als Frauen. Zu den Risikofaktoren zählt das Rauchen und der Kontakt mit bestimmten Chemikalien, zunehmendes Alter begünstigt die Erkrankung zudem.

Die Behandlung von Harnblasenkrebs hängt vom Tumorstadium ab. Ist der Tumor noch nicht in die Muskelschicht der Blase eingedrungen, kann er operativ entfernt werden. Bei einer fortgeschrittenen Erkrankung kommt neben der vollständigen Entfernung der Harnblase auch eine Chemo- und Strahlentherapie in Frage. Alle unten gelisteten Kliniken bieten diese Therapien mit hoher Behandlungsqualität an.

Exzellente Kliniken für Harnblasenkrebs

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2019)  
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden747
Marien Hospital HerneHerne670
Klinikum St. GeorgLeipzig578
Klinikum rechts der Isar der TUMMünchen559
Asklepios Klinik BarmbergHamburg546
Vivantes Humboldt-KlinikumBerlin543
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität MainzMainz518
Heinrich-Braun-KlinikumZwickau514
St. Hedwig-Krankenhaus BerlinBerlin493
Klinikum Dortmund NordDortmund490
Paracelsus Klinik Düsseldorf GolzheimDüsseldorf476
GFO Kliniken TroisdorfTroisdorf468
Klinikum Nürnberg NordNürnberg464
Barmherzige Brüder Krankenhaus MünchenMünchen447
St. Elisabeth-Krankenhaus LeipzigLeipzig445
Urologische Klinik München-PlaneggPlanegg444
Johanniter Krankenhaus OberhausenOberhausen443
SLK-Kliniken Heilbronn - Klinikum am GesundbrunnenHeilbronn443
Universitätsklinikum MünsterMünster440
Klinikum der Stadt Ludwigshafen am RheinLudwigshafen430
Kliniken Maria HilfMönchengladbach428
Klinikum LeverkusenLeverkusen418
Diakonie-Klinikum StuttgartStuttgart411
Klinikum LudwigsburgLudwigsburg411
Klinikum Ernst von BergmannPotsdam410
SRH Wald-Klinikum GeraGera408
Helios Klinikum Berlin-BuchBerlin406
Kliniken SindelfingenSindelfingen406
Vivantes Klinikum Am UrbanBerlin405
medius Klinik Ostfildern-RuitOstfildern404
Regio Kliniken - Klinikum ElmshornElmshorn402
Universitätsklinikum KölnKöln402
Städtisches Klinikum BraunschweigBraunschweig400
Augusta-Kranken-Anstalt BochumBochum395
Franziskus Krankenhaus BerlinBerlin395
Klinikum IngolstadtIngolstadt394
Universitätsklinikum TübingenTübingen394
Klinikum StuttgartStuttgart389
Medizinische Hochschule HannoverHannover387
Helios Kliniken SchwerinSchwerin386
Helios Klinikum Bad SaarowBad Saarow384
Klinikum OldenburgOldenburg384
Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-SchwenningenVillingen-Schwenningen382
Knappschaftsklinikum Saar, Krankenhaus SulzbachSulzbach380
Rheinland Klinikum Neuss - LukaskrankenhausNeuss378
Krankenhaus NordwestFrankfurt am Main377
Universitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburg374
Klinikum FürthFürth372
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder TrierTrier371
Sankt Katharinen-KrankenhausFrankfurt am Main368
Herz-Jesu-Krankenhaus HiltrupMünster366
Caritas-Krankenhaus St. JosefRegensburg365

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Harnblasenkrebs (ICD C67), weil nur Häuser besichtigt wurden, in denen Patienten mit Harnblasenkrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientensicherheit! Krankenhauskeime sind ein Gesundheitsrisiko. In allen gelisteten Kliniken wird ein mindestens durchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine mindestens durchschnittliche Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte der genannten Krankenversicherungen zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt.
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Harnblasenkrebs spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft als Harnblasenkrebszentrum zertifiziert.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Harnblasenkrebs

Die Symptome von Blasenkrebs sind meist uneindeutig. Betroffene leiden an Beschwerden wie Müdigkeit, eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit, Schlaflosigkeit, Fieber oder einer ungewollten Gewichtsabnahme. Manche Patienten klagen außerdem über häufigen Harndrang, Blut im Urin und Schmerzen bei der Blasenentleerung. Deshalb müssen Ärzte bei der Suche nach Gründen andere Krankheiten ausschließen.

Als häufige Ursache für Blasenkrebs gilt das Rauchen. Denn die krebserregenden Substanzen gelangen über die Atemwege ins Blut und über das Blut in die Nieren. Die Nieren reinigen das Blut von Stoffwechselprodukten, die der Körper nicht weiter abbauen kann. Diese werden über den Urin ausgeschieden. Somit gelangen auch kanzerogene Substanzen aus den Zigaretten in die Harnblase und führen zu bösartigen Veränderungen in der Blasenwand. Auch andere Krankheiten, wie eine chronische Blasenentzündung, können die Entstehung von Harnblasenkrebs begünstigen.

Zur Erkennung von Blasenkrebs lassen die Ärzte eine Urinprobe im Labor auf bösartige Zellen untersuchen. Diese können sich von der Blasenwand lösen und über die Harnflüssigkeit den Körper verlassen. Außerdem können bestimmte Marker auf eine Krebserkrankung in den Harnwegen hindeuten. Bei Verdacht auf Blasenkrebs führen die Ärzte eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) durch. Während dieser Untersuchung können sie die Blasenwand von innen betrachten und Gewebeproben entnehmen. Diese werden im Labor ebenfalls auf bösartige Zellen untersucht. Wenn sich der Verdacht auf Blasenkrebs bestätigt, ordnen Ärzte eine Röntgenuntersuchung oder Computertomografie an, um Metastasen auszuschließen.

Die Therapiemöglichkeiten von Harnblasenkrebs hängen vom Krankheitsstadium, der Tumorgröße und der Lokalisation des Tumors ab. In den meisten Fällen ist der Tumor oberflächlich und kann endoskopisch entfernt werden. Im fortgeschrittenen Stadium müssen Teile der Harnblase und der Harnröhre entfernt werden. Dann legen Ärzte einen künstlichen Harnausgang mit Gewebe aus dem Dünndarm an. Auf die Operation kann dann noch eine Chemo-, Strahlen- oder Immuntherapie folgen.

Die Anzahl der Diagnosen mit bösartigen Neubildungen in der Harnblase (ICD-Code C67) ist in den letzten Jahren leicht gestiegen. Während im Jahr 2010 noch 96.302 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag ihre Zahl im Jahr 2020 bei 98.567 Personen. Menschen von 65 bis 84 Jahren sind besonders häufig betroffen, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt sieben Tage.