Klinikum Neumarkt
Klinikum Neumarkt; ©Aarp65/CC0

Welche Kliniken sind für die Behandlung von Darmkrebs geeignet? Hier sind einige herausragende Häuser gelistet. 

Darmkrebs, auch kolorektales Karzinom genannt, ist bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Tumorerkrankung in Deutschland. Zu den Risikofaktoren zählen das Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht oder mangelnde Bewegung. Symptome von Darmkrebs sind unter anderem krampfartige Bauchschmerzen, Blut im Stuhl oder Verhärtungen im Bauchraum.

Dank verschiedener Operationsmethoden können Ärzte Eingriffe am Darm heute schonender durchführen als früher. Aber nicht weniger wichtig als moderne Apparate ist das Know-How der Ärzte, denn als guter Chirurg benötigt man Erfahrung. Die unten gelisteten Kliniken bieten eine Behandlung für Darmkrebs mit hoher Qualität an.

Hervorragende Kliniken für Darmkrebs in Deutschland

KlinikBehandlungsfällePatientenbewertungZertifikat
München Klinik Neuperlach70785 %Ja
Charité - Universitätsmedizin Berlin55886 %Ja
Niels-Stensen-Kliniken - Marienhospital Osnabrück31883 %Ja
HELIOS Klinikum Meiningen30886 %Ja
Klinikum Osnabrück28684 %Ja
Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier - Standort Mitte/Nord26784 %Ja
Thüringen Kliniken "Georgius Agricola" Saalfeld25887 %Ja
Universitätsklinikum des Saarlandes Homburg25785 %Ja
Klinikum Würzburg Mitte23688 %Ja
Klinikum Passau23387 %Ja
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier22885 %Ja
Ketteler Krankenhaus Offenbach21385 %Ja
Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital21083 %Ja
RoMed Klinikum Rosenheim20584 %Ja
Universitätsmedizin Göttingen20585 %Ja
Heinrich-Braun-Klinikum - Standort Zwickau20486 %Ja
St. Josefs-Hospital Wiesbaden18787 %Ja
Universitätsklinikum Freiburg18587 %Ja
St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn18483 %Ja
Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen18083 %Ja
Städtisches Klinikum Karlsruhe18083 %Ja
St. Joseph Krankenhaus Berlin17984 %Ja
Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg17788 %Ja
Klinikum Kulmbach17186 %Ja
St.-Johannes-Hospital Dortmund17083 %Ja
Universitätsklinikum Tübingen17087 %Ja
HELIOS Klinikum Emil von Behring Berlin16783 %Ja
Klinikum Ingolstadt16783 %Ja
Klinikum Südstadt Rostock16688 %Ja
Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt16683 %Ja
Krankenhaus St. Joseph-Stift Dresden16492 %Ja
Universitätsklinikum Würzburg16487 %Ja
Universitätsklinikum Erlangen16287 %Ja
Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift16183 %Ja
Klinikum Kassel16083 %Ja
Klinikum der Stadt Ludwigshafen am Rhein15983 %Ja
St. Vincentius Kliniken Karlsruhe15987 %Ja
Helios Klinikum Berlin-Buch15883 %Ja
DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus Bremen15684 %Ja
Klinikum Bamberg - Betriebsstätte am Bruderwald15583 %Ja
Ev. Diakoniekrankenhaus Freiburg15391 %Ja
Sana Klinikum Berlin Lichtenberg15387 %Ja
Klinikum Chemnitz14683 %Ja
Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg14184 %Ja
Klinikum Fürth14084 %Ja
Universitätsklinikum Jena - Standort Jena-Lobeda14086 %Ja
Klinikum Ernst von Bergmann - Standort Potsdam13984 %Ja
Universitätsmedizin Greifswald13987 %Ja
Klinikum Neumarkt i. d. OPf.13685 %Ja
Universitätsklinikum Carl GUstav Carus Dresden an der Technischen Universität Dresden13689 %Ja

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So wurde die Klinikliste erstellt:

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Darmkrebs (ICD C18), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patienten mit Darmkrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Kliniken dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Informationen zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem TK-Klinikführer entnommen.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Hohe Zufriedenheit!
    Überdurchschnittlich viele Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 900.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Darmkrebs spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Tumorbehandlung zur Verfügung steht. Alle gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft als Darmkrebszentrum zertifiziert.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Darmkrebs

Bei bösartigen Neubildungen im Darm zählen zu den alarmierenden Symptomen beispielsweise Blut im Stuhl, blutiger Abgang bei Blähungen und schmerzhafte Bauchkrämpfe, die länger als sieben Tage anhalten. Betroffene beschreiben auch veränderte Stuhlgewohnheiten wie Verstopfung, Durchfall, häufiger Stuhldrang. Die Erkrankung beeinträchtigt auch die Leistungsfähigkeit der Erkrankten und führt zur Müdigkeit, Blässe und Gewichtsabnahme.

Gutartige Wucherungen in der Darmschleimhaut, die sogenannten Polypen, sind im Grunde harmlos, können sich aber zu Darmkrebs entwickeln. Die Ursachen, die zu diesem Vorgang führen, sind noch nicht vollständig geklärt. Zu den Risikofaktoren zählen allerdings genetische Veranlagung, Adipositas (Übergewicht), ballaststoffarme Ernährungsweise, übermäßiger Verzehr von rotem Fleisch, Rauchen oder erhöhte Leberwerte bedingt durch eine Diabeteserkrankung.

Zur Erkennung von Darmkrebs führen die Ärzte eine ausführliche Unterhaltung mit Ihnen. Sie fragen nach Ihren Symptomen, der Dauer und vor allem nach Ihren Stuhlgewohnheiten. Eine wichtige Untersuchungsmethode ist die digital-rektale Untersuchung (DRU). Hierfür führt der Arzt mit Handschuhen seinen Finger in den After. Er tastet das Darmende ab und kann so den Darmkrebs als hartes und höckeriges Gewebe spüren.

Es kann vorkommen, dass Blutspuren an den Handschuhen haften. Eine endgültige Diagnose ermöglicht die sogenannte Darmspiegelung (Koloskopie). Ein Endoskop mit Kamera zeigt den Ärzten das Darminnere. Die Ärzte entnehmen verdächtige Polypen als Biopsien und lassen die Proben im Labor untersuchen. Bösartige Zellen können bei diesem Vorgang eindeutig identifiziert werden.

Die Therapiemöglichkeiten hängen von der Lokalisation des Tumors ab. Welcher Darmabschnitt ist betroffen? Wie groß ist der Tumor? In welchem Stadium befindet er sich? Die Chirurgen versuchen möglichst viel vom bösartigen Gewebe operativ zu entfernen. Wenn die Operateure Metastasen nicht chirurgisch entfernen konnten, wird eine Chemotherapie angeschlossen.

Die Anzahl der Diagnosen mit bösartigen Neubildungen des Darmes (ICD-Code C18) ist in den letzten Jahren leicht gesunken. Während im Jahr 2010 noch 86.471 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2023 bei rund 72.000 Personen. Das Alter der erkrankten Personen liegt größtenteils zwischen 65 und 84 Jahren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt elf Tage.