
Welche Kliniken in Deutschland eignen sich für die Behandlung von Magenkrebs? Hier sind 30 Krankenhäuser gelistet, die höchste Qualitätsstandards erfüllen.
Magenkrebs, auch Magenkarzinom genannt, ist eine bösartige Tumorerkrankung der Magenschleimhaut. In Deutschland erkranken jedes Jahr circa 14.500 Menschen an Magenkrebs. Zu den Risikofaktoren zählt eine unausgewogene Ernährung, Infektionen des Magens, Rauchen sowie Vorerkrankungen und genetische Veranlagung. Symptome von Magenkrebs können beispielsweise ein empfindlicher Magen, Appetitlosigkeit, Völlegefühl oder Blutarmut sein.
Bei einer Krebserkrankung ist die Expertise der Ärztinnen und Ärzte von großer Bedeutung. In allen unten gelisteten Kliniken, haben die Mediziner nicht nur eine große Erfahrung bei Magenkrebs. In den Häusern werden auch ausreichend Pflegekräfte beschäftigt und sie wurden von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Behandlungszentrum zertifiziert.
Hervorragende Kliniken für Magenkrebs
| Krankenhaus | Behandlungsfälle | Pflegekraft-Patienten-Verhältnis | Zertifikat |
|---|---|---|---|
| Charité - Universitätsklinikum Berlin | 501 | befriedigend | ja |
| Universitätsklinikum Augsburg | 340 | befriedigend | ja |
| Universitätsklinikum Freiburg | 315 | gut | ja |
| Universitätsklinikum Köln | 306 | befriedigend | ja |
| Klinikum Nürnberg Nord | 254 | befriedigend | ja |
| Universitätsklinikum Magdeburg - Standort Leipziger Straße | 253 | befriedigend | ja |
| Helios Klinikum Krefeld | 238 | gut | ja |
| Universitätsklinikum Würzburg | 235 | gut | ja |
| Universitätsklinikum Tübingen | 235 | sehr gut | ja |
| Klinikum Darmstadt | 203 | befriedigend | ja |
| Israelitisches Krankenhaus Hamburg | 199 | gut | ja |
| Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg | 194 | gut | ja |
| Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum - Standort Neubrandenburg | 176 | gut | ja |
| Universitätsklinikum Essen | 174 | befriedigend | ja |
| Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz | 172 | gut | ja |
| LMU Klinikum - Campus München Großhadern | 171 | befriedigend | ja |
| Städtisches Klinikum Dresden - Standort Friedrichstadt | 166 | gut | ja |
| Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen Universität Dresden | 163 | befriedigend | ja |
| Sana Klinikum Berlin Lichtenberg | 162 | befriedigend | ja |
| Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf | 149 | gut | ja |
| Medizinische Hochschule Hannover | 138 | gut | ja |
| Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Gießen | 136 | befriedigend | ja |
| Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel | 132 | befriedigend | ja |
| Helios Kliniken Schwerin | 130 | befriedigend | ja |
| Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf | 117 | gut | ja |
| Städtisches Klinikum Braunschweig - Standort Salzdahlumer Straße | 116 | befriedigend | ja |
| RoMed Klinikum Rosenheim | 114 | befriedigend | ja |
| Städtisches Klinikum Karlsruhe | 113 | gut | ja |
| Universitätsklinikum Leipzig | 112 | befriedigend | ja |
| Universitätsklinikum Halle (Saale) | 107 | gut | ja |
Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt
So wurde die Klinikliste erstellt
- Überdurchschnittlich viele Patienten!
In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit der Diagnose Magenkrebs (ICD C16). Es wurden jene 30 Häuser gelistet, in denen diese Erkrankung im Jahr 2024 überdurchschnittlich häufig behandelt wurde und die außerdem die untenstehenden weiteren zwei Qualitätsmerkmale erfüllen. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Sie dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der AOK entnommen.
Quelle: AOK-Krankenhausatlas - Zertifikat als Magenkrebs-Zentrum!
Wird ein Klinikum von der Deutschen Krebsgesellschaft als Magenkrebszentrum zertifiziert, heißt dies, dass dort eine Behandlung nach hohen Qualitätsstandards gewährleistet ist. Patienten profitieren von Zugang zu modernsten Therapien und klinischen Studien sowie einer umfassenden Nachsorge. Zudem wird die Qualität der Behandlung am Klinikum durch regelmäßige Überprüfungen gesichert. Alle oben gelisteten Kliniken sind als Magenkrebszentrum zertifiziert.
Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft - Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Stürze und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
Quelle: Bundesklinikatlas
Fakten zu Magenkrebs
Wie bei den meisten Krebskrankheiten sind die Symptome auch bei Magenkrebs unspezifisch. Das bedeutet, dass Betroffene im Frühstadium an Beschwerden, wie Müdigkeit, eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit, Schlaflosigkeit oder einen ungewollten Gewichtsverlust leiden. Diese Symptome lassen aber nicht unmittelbar auf eine Krebserkrankung schließen. Nur im fortgeschrittenem Stadium, wenn der Tumor Magenblutungen verursacht, kommen erhebliche Beschwerden hinzu, wie Erbrechen von Blut und Ausscheiden von schwarzem Stuhl.
Krebserkrankungen entstehen durch Mutationen in der Erbanlage. Diese führen dazu, dass bösartige Zellen produziert werden, die ihre ursprüngliche Aufgabe nicht erfüllen, und stattdessen zu einem Tumor anwachsen. Bei Magenkrebs sind die Drüsenzellen, die sonst für die Verdauung zuständig sind, von dieser Veränderung betroffen. Warum es zu diesen Veränderungen in der Erbanlage kommt, ist bisher nicht bekannt. Allerdings können sie weitervererbt werden.
Gemäß den Ärztinnen und Ärzten sind weitere Risikofaktoren unter anderem: Rauchen, Übergewicht, übermäßiger Alkoholkonsum sowie Verzehr von gegrillten Speisen. Denn bei gegrillten oder angebrannten Lebensmitteln entstehen sogenannte Nitrosamine, die als krebserregend gelten. Zudem können andere Krankheiten wie chronische Gastritis die Entstehung von Magenkrebs begünstigen.
Zur Erkennung von Magenkrebs ordnen Mediziner die Durchführung einer Magenspiegelung (Gastroskopie) an. Bei dieser Untersuchung, die im Klinikum durchgeführt werden kann, betrachten Ärzte die Innenwand des Magens und können Tumore erkennen. Zusätzlich entnehmen sie eine Gewebeprobe aus dem verdächtigen Areal (Biopsie), die dann im Labor auf bösartige Zellen untersucht wird. Ärzte möchten sicherstellen, dass sich der Tumor noch nicht auf benachbarte Organe ausgebreitet hat. Dafür lassen sie Röntgenaufnahmen der Lunge und eine Computertomografie (CT) machen.
Wenn der Tumor im Frühstadium diagnostiziert wird, gibt es gute Heilungschancen. Dann kann er während einer minimalinvasiven Bauchspiegelung entfernt werden. Im fortgeschrittenen Stadium kombinieren die Ärztinnen und Ärzte verschiedene Therapiemöglichkeiten. Die operative Behandlung zur Tumorentfernung kann die Entfernung von ganzen Magenabschnitten einschließen. Ist der Tumor zu groß, müssen Chirurgen den Magen ganz entfernen. Sie nähen die Speiseröhre an den Dünndarm an, sodass der Verdauungstrakt intakt bleibt. Auf die Operation kann eine Chemo- oder Strahlentherapie folgen.
Die Anzahl der Diagnosen mit bösartigen Neubildungen im Magen (ICD-Code C16) ist in den letzten Jahren leicht gesunken. Während im Jahr 2010 noch 47.267 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2024 bei 40.192 Personen. Menschen von 55 bis 84 Jahren sind besonders häufig betroffen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt neun Tage.
































