Klinik für Gastroskopie
St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen, ©Tim Reckmann/CC0

In welchen Krankenhäusern in Deutschland haben die Ärzte besonders viel Erfahrung mit der Gastroskopie? Hier sind einige hervorragende Häuser gelistet.

Unter einer Gastroskopie, auch Magenspiegelung genannt, versteht man die Untersuchung des Magens, der Speiseröhre und des Zwölffingerdarms mithilfe eines Gastroskops, einem dünnen Schlauch, der mit einer kleinen Kamera ausgestattet ist. Die Gastroskopie dient dazu, Erkrankungen oder abnormale Veränderungen im untersuchten Bereich zu erkennen und gegebenenfalls zu behandeln.

Alle unten genannten Kliniken führen die Gastroskopie überdurchschnittlich häufig durch und haben folglich viel Erfahrung mit der Prozedur. Das benötigte Equipment ist vorhanden und die Ärzte verfügen über hohe Expertise auf dem Gebiet.

Top Kliniken für Gastroskopie

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2019) 
Klinikum Dritter Orden München-NymphenburgMünchen2325
Universitätsklinikum ErlangenErlangen691
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden545
Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum, Standort NeubrandenburgNeubrandenburg435
St. Barbara-Klinik Hamm-HeessenHamm429
LMU Klinikum München409
Klinikum ChemnitzChemnitz364
Klinikum HerfordHerford322
Universitätsklinikum FreiburgFreiburg317
Klinikum Nürnberg NordNürnberg317
Universitätsmedizin GöttingenGöttingen308
Universitätsklinikum RegensburgRegensburg307
Agaplesion Bethanien KrankenhausFrankfurt am Main303
Universitätsklinikum Halle (Saale)Halle (Saale)292
St. Sixtus-Hospital HalternHaltern am See277
Prosper-HospitalRecklinghausen267
Klinikum RheineRheine263
Krankenhaus SachsenhausenFrankfurt am Main261
Universitätsklinikum LeipzigLeipzig251
Asklepios Klinikum HarburgHamburg244
Helios Klinikum Berlin-BuchBerlin244
Universitätsklinikum MannheimMannheim243
Klinikum Dortmund-MitteDortmund229
Universitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburg227
Klinikum St. GeorgLeipzig222
Sana Klinikum LichtenbergBerlin219
Universitätsklinikum KölnKöln213
Universitätsklinikum TübingenTübingen210
Klinik JosephinumMünchen160

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit der Gastroskopie (ICD-10-OPS 1-631), weil nur Häuser besichtigt wurden, in denen diese Untersuchungsmethode überdurchschnittlich häufig durchgeführt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  •  Hohe Patientensicherheit! Krankenhauskeime sind ein Gesundheitsrisiko. In allen gelisteten Kliniken wird ein mindestens durchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt.
  •  Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine überdurchschnittliche Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte der genannten Krankenversicherungen zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt.

Fakten zu Gastroskopie

Eine Gastroskopie dauert nur etwa fünf bis zehn 10 Minuten. Der Patient liegt dabei meist auf der linken Seite. Damit der Mund während der Behandlung offen bleibt und der Patient nicht auf das Gastroskop beißt, wird ein Röhrchen oder Schutzring zwischen die Zähne gelegt. Es wird ein leichtes Beruhigungs- oder Narkosemittel verabreicht, um die Untersuchung angenehmer zu gestalten.

Das Gastroskop wird in die Speiseröhre eingeführt, dann wird es langsam in den Magen und bis zum Beginn des Zwölffingerdarms vorgeschoben. Der flexible, dünne Schlauch ist am Ende mit einer kleinen Kamera ausgestattet. Die Bilder werden direkt auf einen Bildschirm übertragen, sodass der Arzt gegebenenfalls Veränderungen wie Entzündungen, Krampfadern, unnatürliche Engstellen, Magengeschwüre oder Blutungen an der Magenschleimhaut erkennen kann.

Eine Gastroskopie bietet sich als Untersuchungsmethode an, wenn Symptome wie anhaltendes Sodbrennen, Brechreiz oder Erbrechen, länger bestehende Übelkeit, Magenschmerzen, Schluckstörungen, schwarz verfärbter Stuhl oder eine unklare Gewichtsabnahme auftreten. Auch bei dem Verdacht auf ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür oder bei Krebs der Speiseröhre oder des Magens kann eine Magenspiegelung Klarheit verschaffen. Nach einer Magen-Operation dient die Gastroskopie als Kontrolluntersuchung.

Die Speiseröhre und der Magen können bei der Gastroskopie nicht nur betrachtet und untersucht werden, es kann auch direkt eine Behandlung erfolgen. Beispielsweise können Gewebeproben aus auffälligen Stellen der Schleimhaut entnommen werden. Dies ist beispielsweise bei der Diagnose von Magenkrebs nötig. Dazu wird eine kleine Zange durch den Schlauch des Gastroskops eingeführt. Die Proben werden anschließend im Labor untersucht. Auch das Absaugen von Luft oder Flüssigkeiten durch das Gastroskop ist möglich, sodass Blutungen, unnatürliche Engstellen und bestimmte Erkrankungen sofort behandelt werden können.

Eine Magenspiegelung ist normalerweise ein Routineeingriff, der keinerlei Folgen für den Patienten hat. Lediglich kann Heiserkeit oder ein taubes Gefühl im Mund nach der Untersuchung auftreten. Außerdem wird etwas Luft in den Magen geleitet, wodurch es zu einem kurzfristigen Völlegefühl kommen kann. Nur sehr selten entstehen Verletzungen oder Blutungen durch das Gastroskop.