Hochtaunus-Kliniken Bad Homburg
Hochtaunus-Kliniken Bad Homburg; Foto: Sti/CC0

In welchen Kliniken werden Patienten mit Bluthochdruck behandelt? Hier sind die 50 größten Krankenhäuser gelistet. 

Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, bezeichnet einen dauerhaft erhöhten Blutdruck. Dieser Zustand bleibt bei vielen Menschen oft unerkannt und führt dazu, dass die Gefäße über längere Zeit belastet werden, was Herzinfarkte, Schlaganfälle und Nierenschäden begünstigen kann. In jedem Fall ist es wichtig, ein kompetentes Klinikum für die Behandlung des Bluthochdrucks zu finden, um eine erfolgreiche Therapie sicherzustellen. Nachfolgend sind jene 50 Kliniken dargestellt, in denen dieses Krankheitsbild in Deutschland am häufigsten behandelt wird.

Die 50 größten Kliniken für Bluthochdruck

KlinikBehandlungsfälle
Gesundheitszentrum Bitterfeld/Wolfen422
St. Josef-Hospital und St. Elisabeth-Hospital - Katholisches Klinikum Bochum413
SHG-Kliniken Völklingen239
Marien-Hospital Marl221
Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben - Standort Quedlinburg207
AMEOS Klinikum St. Clemens Oberhausen185
Helios Kliniken Schwerin167
Klinikum Idar-Oberstein162
AMEOS Klinikum Schönebeck - Standort Bad Salzelmen161
Christophorus Kliniken Coesfeld - Dülmen - Nottuln - Standort Coesfeld156
Helios Klinikum Gifhorn155
Hochtaunus-Kliniken Bad Homburg155
Klinikum Leverkusen154
Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt153
Klinikum Gütersloh151
Helios Bördeklinik Oschersleben148
Katholisches Karl-Leisner-Klinikum - Standort St. Antonius-Hospital Kleve144
Klinikum Kaufbeuren136
KMG Klinikum Nordbrandenburg - Standort Wittstock128
St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn126
Klinikum Ernst von Bergmann - Standort Potsdam121
Vivantes Klinikum Am Urban Berlin117
Marien Hospital Witten116
Asklepios Schwalm-Eder-Kliniken - Klinikum Schwalmstadt114
Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn114
MEDINOS Klinik Sonneberg111
St. Georg Klinikum Eisenach108
Helios Klinikum Niederberg Velbert107
Hufeland Klinikum - Standort Bad Langensalza106
Internistisches Klinikum München Süd105
Klinik Füssen105
Asklepios Klinik Schildautal Seesen104
Cellitinnen-Krankenhaus St. Petrus Wuppertal104
Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe104
Sana Klinikum Coburg102
Elisabeth-Krankenhaus Kassel101
KMG Klinikum Güstrow100
Helios Klinikum Meiningen99
Marien-Hospital Wattenscheid / Martin-Luther-Krankenhaus Bochum99
Helios St. Johannes Klinik Duisburg98
Altmark Klinikum Salzwedel96
Christophorus Kliniken Coesfeld - Dülmen - Nottuln - Standort Dülmen96
Krankenhaus Maria Hilf Warstein96
Katholische Kliniken im Märkischen Kreis - St. Vincenz Krankenhaus Menden95
Helios Klinik Wittingen94
Stadtkrankenhaus Korbach94
Vinzenzkrankenhaus Hannover93
Klinikum Lüdenscheid - Märkische Kliniken92
DIAKOMED Diakoniekrankenhaus Chemnitzer Land Hartmannsdorf91
Klinikum Bad Salzungen91

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So wurde die Klinikliste erstellt

In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Herzkrankheiten durch Bluthochdruck (I11). Es wurden jene 50 Häuser gelistet, in denen diese im Jahr 2024 am häufigsten behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Sie dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Daten sind dem Krankenhausatlas der AOK entnommen.

Fakten zu Bluthochdruck

Bei der Blutdruckmessung spielen der systolische und der diastolische Wert eine Rolle: der erste zeigt den Druck in den Gefäßen an, wenn sich das Herz zusammenzieht, der zweite gibt den Druck an, wenn der Herzmuskel erschlafft. Sie werden immer gemeinsam angegeben, beispielsweise mit 128 zu 85. Von Bluthochdruck spricht man ab einem systolischen Wert von 140 und einem diastolischen Wert von 90, oder auch wenn beide Werte erhöht sind.

In den meisten Fällen ist ein erhöhter Blutdruck nicht zu spüren und bleibt deshalb auch lange unerkannt. Mögliche Symptome bei extrem erhöhtem Blutdruck sind Schwindel oder Sehstörungen. Jedoch haben Menschen mit erhöhtem Blutdruck auch ein größeres Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte oder weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei den meisten Patienten lässt sich zudem keine genaue Ursache für den erhöhten Blutdruck feststellen. Er tritt jedoch oftmals als Begleiterscheinung von Nierenerkrankungen, während einer Schwangerschaft oder bei der Einnahme mancher Medikamente auf.

Es gibt verschiedene Behandlungsansätze, um den Blutdruck zu senken. Wenn dieser nur leicht erhöht ist, reicht es oftmals, seine Lebensgewohnheiten zu ändern und beispielsweise mehr Sport zu treiben oder die Ernährung salzärmer zu gestalten. Auch das Rauchen aufzugeben, kann das Risiko für erhöhten Blutdruck und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Im höheren Alter, bei weiteren Erkrankungen wie Diabetes oder einer familiären Veranlagung sollte eine medikamentöse Therapie in Betracht gezogen werden. Es gibt verschiedene Medikamente, die den Blutdruck senken, zum Beispiel ACE-Hemmer, Betablocker oder Diuretika. Welches Mittel sich am besten eignet, muss individuell mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Auch mögliche Nebenwirkungen, die diese Medikamente oftmals mit sich bringen, sollten dabei berücksichtigt werden.

Bei der Behandlung im Klinikum gibt es seit einigen Jahren fallende Patientenzahlen bei Bluthochdruck. Wurden im Jahr 2013 noch rund 233.000 Personen mit dieser Hauptdiagnose im Krankenhaus behandelt, waren es zehn Jahre später „nur“ noch rund 152.000 Personen. Dieser Rückgang ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass mehr Menschen ambulant, also beim Hausarzt oder dem niedergelassenen Kardiologen, behandelt werden.

Grundsätzlich gilt: Je älter man ist, desto höher ist das Risiko an Bluthochdruck zu erkranken. Menschen zwischen 80 und 84 Jahren werden am häufigsten wegen Bluthochdruck (Hauptdiagnose) in deutschen Kliniken behandelt. Dabei erkranken Frauen deutlich häufiger als Männer. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einem Klinikum beträgt vier Tage.


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