Klinik für Kinderorthopädie
Hauptgebäude des Klinikums Brandenburg, ©Gregor Rom/CC0

Welche sind die besten Kliniken für Kinderorthopädie in Deutschland?
Hier sind einige hervorragende Häuser gelistet.

Bei angeborenen Fehlstellungen oder beispielsweise nach Unfällen sind oft orthopädische chirurgische Eingriffe oder andere orthopädische Maßnahmen notwendig. In Deutschland gibt es einige Kliniken, die diese mit hoher Qualität anbieten.

Neben einer guten Behandlungsqualität und der Ausstattung des Krankenhauses gibt es bei der Therapie von Kindern noch weitere Kriterien, die für die Klinikauswahl von Bedeutung sind. Dabei ist vor allem die ärztliche Expertise und die Erfahrung im Umgang mit jungen Patienten ausschlaggebend, um einen möglichst angenehmen Klinikaufenthalt und eine schnelle Genesung zu garantieren. In allen unten genannten Häusern arbeiten renommierte Ärztinnen und Ärzte im Bereich der Kinderorthopädie.

Die besten Kliniken für Kinderorthopädie

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2019) 
Klinikum StuttgartStuttgart127
Städtisches Klinikum BrandenburgBrandenburg an der Havel113
OberlinklinikPotsdam89
Krankenhaus St. Marienstift MagdeburgMagdeburg86
Universitätsmedizin GreifswaldGreifswald76
Klinikum TraunsteinTraunstein74
Helios Klinikum Emil von BehringBerlin62
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden61
Universitätsklinikum MünsterMünster49
Allgemeines Krankenhaus ViersenViersen40
St. Franziskus-Hospital AhlenAhlen38
Evangelisches Waldkrankenhaus SpandauBerlin37
GFO Kliniken Niederrhein, Betriebsstätte St. Vinzenz-HospitalDinslaken35
Kreiskrankenhaus GummersbachGummersbach35
Universitätsklinikum HeidelbergHeidelberg35
LMU KlinikumMünchen32
Klinikum St. Marien AmbergAmberg31
Städtisches Klinikum KarlsruheKarlsruhe31
Universitätsklinikum EssenEssen31
AKK Altonaer KinderkrankenhausHamburg30
Klinikum HanauHanau30
SRH Zentralklinikum SuhlSuhl26
Evangelisches Klinikum BethelBielefeld25
Klinikum Dritter Orden München-NymphenburgMünchen25
Asklepios Klinik Sankt AugustinSankt Augustin24
Kreiskliniken Altötting-BurghausenAltötting24
St. Ansgar Krankenhaus HöxterHöxter24

Per Mouseover wird Ihnen der Name des Klinikums angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt:

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung bei der Behandlung von einer angeborenen Fehlbildung der Hüfte (ICD-10-Q65.8,Q65.9), eine häufige Erkrankung des Bewegungsapparats bei Kindern. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. In allen oben dargestellten Krankenhäusern werden Kinder mit einer angeborenen Fehlbildung der Hüfte überdurchschnittlich häufig behandelt.
  • Hohe Patientensicherheit! Krankenhauskeime sind ein Gesundheitsrisiko. In allen gelisteten Kliniken wird ein mindestens durchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken verfügen über eine Kinderabteilung und haben eine mindestens durchschnittliche Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte der genannten Krankenversicherungen zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt.

Fakten zu kinderorthopädischen Behandlungen

Kinderorthopäden kommen dann zum Einsatz, wenn Fehlbildungen am Bewegungsapparat bei Kindern vorliegen. Diese können angeboren sein oder während des Wachstums in Erscheinung treten. Die rechtzeitige Behandlung von solchen Krankheiten ist besonders wichtig, um schmerzhafte Auswirkungen vorzubeugen.

Ein Beispiel für eine solche kindliche Erkrankung des Bewegungsapparats ist die Hüftdysplasie. Es handelt hierbei um eine angeborene Fehlbildung des Hüftgelenks. Sie ist bei frühzeitiger Entdeckung gut behandelbar. Bei fehlender Therapie kann die Fehlbelastung zu arthrotischen Veränderungen im Knie- und in den Fußgelenken führen. Betroffene Kinder können nicht ausreichend das Bein abspreizen, watscheln oder hinken beim Gehen. Auch das Risiko einer Verrenkung, bei der der Gelenkkopf aus der Hüftpfanne herausrutscht, ist groß.

Die Ursachen, die zu dieser recht häufigen angeborenen Fehlbildung führen, sind unterschiedlich. Platzmangel während der Schwangerschaft wie eine zu enge Gebärmutter, Mehrlingsschwangerschaften oder Fruchtwassermangel können die Entstehung einer Hüftdysplasie begünstigen. Auch Erbanlagen können zu diesem Krankheitsbild führen.

Zur Erkennung der Hüftdysplasie wenden Ärzte bildgebende Verfahren an. Wenn der Verdacht auf Hüftdysplasie besteht, kann eine Ultraschalluntersuchung Auskunft über die anatomische Struktur des Gelenks geben. Für die endgültige Diagnose ordnen die Orthopäden eine Röntgenuntersuchung ab dem 8. Lebensmonat an. Hierbei können auch die Gradstellungen der Beinknochen gemessen und der Verknöcherungsvorgang der Hüfte beurteilt werden.

Da das Hüftgelenk im so jungen Alter noch nicht ausgereift ist, sind die Heilungschancen bei nicht-operativen Therapiemöglichkeiten vielversprechend. Schienen, Einlagen und sogenannte Spreizhosen halten die Oberschenkelknochen in der korrekten anatomischen Lage. Regelmäßige Verlaufskontrollen mit einem Ultraschallgerät überwachen den Heilungsverlauf. In Ergänzung dazu kann eine Krankengymnastik sinnvoll sein.

Die Anzahl der Diagnosen mit angeborener Deformitäten der Hüfte (ICD-Code Q65) variierte in den vergangenen Jahren in Deutschland zwischen 5.000 und 7.500 pro Jahr. Zuletzt lag die Zahl im Jahr 2020 bei 5.416 Babys. Das Alter der Betroffenen ist größtenteils noch unter einem Jahr und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt 4 Tage.