Städtisches Klinikum Neuperlach, ©CC0/Rufus46

Welche Kliniken in Deutschland eignen sich für die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs? Hier sind einige Häuser gelistet.  

Bauchspeicheldrüsenkrebs, auch Pankreaskarzinom genannt, bleibt im Anfangsstadium oft unentdeckt, da die Erkrankung zunächst symptomlos verläuft. Daher sind die Heilungschancen bei einer späten Diagnose meist schlecht.
Mögliche Beschwerden im fortgeschrittenen Stadium sind Oberbauchschmerzen oder Verdauungsstörungen. Zu den Risikofaktoren zählen das Rauchen, Alkoholkonsum und Fettleibigkeit.


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Zur Behandlung eines Pankreaskarzinoms kommen laut Leitlinie je nach Fortschritt des Tumors eine Operation, Chemo-, Strahlen- oder Schmerztherapie in Frage. Die unten gelisteten Kliniken bieten eine ausgezeichnete Behandlung für Bauchspeicheldrüsenkrebs an. Ärzte mit der nötigen Expertise sowie modernes Equipment sind in allen Häusern vorhanden. Außerdem sind alle Kliniken von der Deutschen Krebsgesellschaft als Zentrum für Bauchspeicheldrüsenkrebs zertifiziert und werden von Patienten überdurchschnittlich gut bewertet.

Top-Kliniken für Bauchspeicheldrüsenkrebs

KrankenhausBehandlungsfällePatientenzufriedenheitZertifikat
München Klinik Neuperlach87385 %Ja
Charité - Universitätsmedizin Berlin65086 %Ja
Universitätsklinikum Heidelberg58386 %Ja
Universitätsmedizin Göttingen41385 %Ja
Klinikum Osnabrück40784 %Ja
Universitätsklinikum des Saarlandes Homburg36085 %Ja
St. Joseph Krankenhaus Berlin34884 %Ja
Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München32184 %Ja
Universitätsklinikum Würzburg30487 %Ja
Klinikum Würzburg Mitte30288 %Ja
Universitätsklinikum Freiburg30187 %Ja
Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital28083 %Ja
HELIOS Klinikum Meiningen26986 %Ja
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden der Technischen Universität Dresden24489 %Ja
Universitätsklinikum Tübingen24487 %Ja
Klinikum Bamberg - Betriebsstätte am Bruderwald23883 %Ja
Universitätsklinikum Erlangen23587 %Ja
Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück23283 %Ja
Klinikum Darmstadt22484 %Ja
AGAPLESION Markus Krankenhaus Frankfurt am Main22085 %Ja
Klinikum Kassel21683 %Ja
DRK Kliniken Berlin Köpenick21284 %Ja
Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier - Standort Mitte/Nord21284 %Ja
Klinikum Chemnitz20483 %Ja
SRH Wald-Klinikum Gera19285 %Ja
Carl-Thiem-Klinikum Cottbus18783 %Ja
Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg18588 %Ja
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier18185 %Ja
Universitätsklinikum Jena - Standort Jena-Lobeda17586 %Ja
Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen17283 %Ja
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz17183 %Ja
Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Marburg16884 %Ja
Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Gießen16784 %Ja
St. Josefs-Hospital Wiesbaden16287 %Ja
Sana Klinikum Berlin Lichtenberg15587 %Ja
Städtisches Klinikum Dresden - Standort Friedrichstadt15586 %Ja
Klinikum der Stadt Ludwigshafen am Rhein14883 %Ja
Diakonissenkrankenhaus Dresden14791 %Ja
Klinikum Südstadt Rostock14588 %Ja

Tippen Sie auf die Symbole, um die Namen der Kliniken zu erfahren!

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärztinnen und Ärzte eine große Erfahrung mit der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs (ICD C25). Es wurden jene 50 Häuser gelistet, in denen diese Erkrankung im Jahr 2023 am häufigsten behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Kliniken dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Informationen zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Hohe Zufriedenheit!
    Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben gelisteten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 900.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Bauchspeicheldrüsenkrebs spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser wurden von der Deutschen Krebsgesellschaft als Zentrum für Bauchspeicheldrüsenkrebs zertifiziert.
    Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft

Fakten zu Bauchspeicheldrüsenkrebs

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs verursacht im frühen Stadium kaum Symptome. Wenn diese auftreten, befindet sich die Krankheit im fortgeschritten Stadium. Selbst dann sind sie wenig spezifisch. Betroffene klagen in den meisten Fällen über Gewichtsverlust, Schmerzen im Bauch oder Rücken, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Weil die Funktionen der Bauchspeicheldrüse beeinträchtigt sind, kann auch eine Gelbsucht oder Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) auftreten.

Die Ursachen von Bauchspeicheldrüsenkrebs sind heute immer noch nicht bekannt. Es gibt allerdings Risikofaktoren, die die Krankheitsentwicklung begünstigen. Dazu zählen Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, genetische Veranlagung und chronische Vorerkrankungen wie Magengeschwüre, Diabetes mellitus Typ 2 oder eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Zur Erkennung des Tumors ordnen die Ärzte eine Ultraschalluntersuchung des Bauches an. In dieser sogenannten Abdominalsonographie können sie feststellen, ob überhaupt eine Krebserkrankung vorliegt und wo der Tumor lokalisiert ist. Auch umliegende Lymphknoten werden überprüft. Sehr kleine Tumore sind mit dem Ultraschallgerät nicht zu sehen. Eine endoskopische Sonographie oder eine Computertomographie (CT) kann bei der Diagnose zusätzlich hilfreich sein.

Um Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs zu heilen, entfernen Ärzte das bösartige Gewebe. In einigen Fällen müssen auch Teile des Magens und des Zwölffingerdarms entfernt werden. Die Chirurgen verbinden die übrigbleibenden Organabschnitte, sodass Ihr Verdauungssystem weiterhin intakt bleibt. In der Regel folgt auf die Operation eine sechsmonatige Chemotherapie.

Die Anzahl der Diagnosen mit bösartigen Neubildungen in der Bauchspeicheldrüse (ICD-Code C25) ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Während im Jahr 2010 noch 42.279 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2024 bei etwa 56.500 Personen. Menschen im Alter zwischen 60 und 84 Jahren sind besonders häufig betroffen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt neun Tage.


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