Orthopädische Klinik Markgröningen
Orthopädische Klinik Markgröningen; Foto: RKH Gesundheit

Welche Kliniken eignen sich für eine Knie-TEP-Wechseloperation? Hier sind einige Häuser mit einer hohen Behandlungsqualität gelistet.

Eine Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP) ist ein künstliches Kniegelenk, das meist aufgrund von Arthrose implantiert wird. Viele Kliniken haben große Erfahrung mit dem Einsatz dieser Prothese. Bei einigen wenigen Patienten kommt es nach der Operation allerdings zu einer Komplikation, zum Beispiel, weil sich die Prothese lockert oder sich infiziert. Auch ist ein Prothesenwechsel nach langer Tragezeit nötig. Derzeit liegt die Haltbarkeit der Knieprothese zwischen 15 und 30 Jahren. Alle unten genannten Kliniken sind auf eine Knie-TEP-Wechseloperation spezialisiert.

Top Kliniken für eine Knie-TEP-Wechseloperation

KlinikBehandlungsfälleKomplikationsratePflegekraft-Patienten-Verhältnis
Helios ENDO-Klinik Hamburg4514 Prozentsehr gut
RKH Orthopädische Klinik Markgröningen2366 Prozentgut
Klinik König-Ludwig-Haus Würzburg1955 Prozent
sehr gut
Krankenhaus Rummelsberg Schwarzenbruck1765 Prozentgut
Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau - Standort Werdauer Straße1384 Prozentgut
Charité - Universitätsmedizin Berlin1354 Prozentbefriediegend
Klinikum Konstanz1133 Prozentbefriediegend
Kliniken Erlabrunn Breitenbrunn1035 Prozentgut
Schön Klinik Neustadt in Holstein982 Prozentgut
Uniklinik RWTH Aachen - Franziskus972 Prozentbefriediegend
Helios Klinikum Berlin-Buch881 Prozentbefriediegend
Sana Klinik München874 Prozentsehr gut
Orthopädische Fachklinik Schwarzach854 Prozentgut
ATOS Orthopädische Klinik Braunfels780 Prozentgut
Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende - Krankenhaus Neu-Mariahilf763 Prozentbefriediegend
Sana Fabricius-Klinik Remscheid670 Prozent
gut
Kreisklinik Wörth an der Donau610 Prozentbefriediegend
MKK Auguste Viktoria Klinik Bad Oeynhausen611 Prozentbefriediegend
Thüringen-Kliniken "Georgius Agricola" Saalfeld/Saale564 Prozentsehr gut
Klinik Vincentinum Augsburg503 Prozentgut
Orthopädisches Zentrum Martin-Ulbrich-Haus Rothenburg473 Prozentsehr gut
Paracelsus-Klinik Bremen340 Prozentgut
Rudolf Virchow Klinikum Glauchau293 Prozentbefriediegend
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel281 Prozentbefriediegend
Sportklinik Hellersen Lüdenscheid273 Prozentsehr gut
HELIOS Klinik Blankenhain230,3 Prozentsehr gut

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten!
    In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit dem Wechsel oder der Entfernung von einem künstlichen Kniegelenk (OPS 5-823). Es wurden jene Häuser gelistet, in denen dieser Eingriff im Jahr 2024 mindestens durchschnittlich häufig durchgeführt wurde und die außerdem die untenstehenden weiteren zwei Qualitätsmerkmale erfüllen. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Sie dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausführer der TK entnommen.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Niedrige Komplikationsrate!
    Bei etwa 7 Prozent der Patientinnen und Patienten, denen bei einer Wechsel-Operation eine neue Knieprothese eingesetzt wird, kommt es zu Komplikationen. Die Komplikationsraten aller oben genannten Kliniken liegen unter diesem Bundesdurchschnitt.
    Quelle: AOK-Gesundheitsnavigator
  • Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
    Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Stürze und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
    Quelle: Bundesklinikatlas

Fakten zu einer Knie-TEP-Wechseloperation

Die Haltbarkeit einer Knieprothese hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Lebensalter des Patienten oder der Patientin, seinem oder ihrem Körpergewicht, der physischen Konstitution und der Knochenbeschaffenheit ab. Ist die Knieprothese locker, wird eine neue benötigt. Dies tritt zwischen 15-30 Jahre nach dem Ersteinsatz der Prothese auf. Betroffene bemerken die Lockerung durch eine Instabilität im Gelenk oder durch chronische örtliche Schmerzen. Auch eine Infektion der Prothese macht einen Wechsel notwendig. Ein Sturz oder die Auslockerung der Prothese sind weitere mögliche Gründe.

Bei Symptomen wie Schmerzen, Schwellungen oder unangenehmen Geräuschen beim Gehen, sollte ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Mithilfe einer Röntgenaufnahme wird die knöcherne Struktur des Knies sichtbar gemacht und der Umfang der Schädidung der Prothese wird deutlich. Eine Gelenkspiegelung hilft dabei, eine Infektion nachzuweisen. Dabei wird Gelenkflüssigkeit und Gewebe entnommen und untersucht.

Die Operation zum TEP-Wechsel ähnelt der Standard-OP zum Einsatz einer Knie-TEP. Zunächst wird die gelockerte Prothese sowie Zementreste und narbig verändertes Gelenkgewebe entfernt. Die Knochen werden dabei an die Größe der späteren Prothese angepasst und der Bandapparat wird instandgesetzt. Die Gelenkfunktion wird dann mit einem Probeimplantat überprüft. Danach wird eine dünne Zementschicht auf die Knochen aufgetragen und die neue Knie-TEP eingesetzt. Die Wunde wird abschließend schichtweise verschlossen. Die Dauer dieser Operation beträgt ungefähr zwei Stunden.

Genau wie bei der Erstoperation, bleibt der Patient beziehungsweise die Patientin auch beim TEP-Wechsel auf Station, bis die Wunde ausgeheilt ist. Auch die Altersspanne ist ähnlich. Die meisten Betroffenen sind zwischen 55 und 84 Jahre alt. Die Wechseloperation von Knieprothesen wird bei Frauen und Männern etwa gleich häufig durchgeführt (im Jahr 2024 insgesamt 23.693 Mal). Nach der Entlassung aus dem Klinikum schließt sich eine Reha an, die Patientinnen und Patienten entweder beim Physiotherapeuten vor Ort oder in einer Rehaklinik absolvieren können.


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