
Welche Kliniken eignen sich für eine Knie-TEP-Wechseloperation? Hier sind einige Häuser mit einer hohen Behandlungsqualität gelistet.
Eine Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP) ist ein künstliches Kniegelenk, das meist aufgrund von Arthrose implantiert wird. Viele Kliniken haben große Erfahrung mit dem Einsatz dieser Prothese. Bei einigen wenigen Patienten kommt es nach der Operation allerdings zu einer Komplikation, zum Beispiel, weil sich die Prothese lockert oder sich infiziert. Auch ist ein Prothesenwechsel nach langer Tragezeit nötig. Derzeit liegt die Haltbarkeit der Knieprothese zwischen 15 und 30 Jahren. Alle unten genannten Kliniken sind auf eine Knie-TEP-Wechseloperation spezialisiert.
Top Kliniken für eine Knie-TEP-Wechseloperation
| Klinik | Behandlungsfälle | Komplikationsrate | Pflegekraft-Patienten-Verhältnis |
|---|---|---|---|
| Helios ENDO-Klinik Hamburg | 451 | 4 Prozent | sehr gut |
| RKH Orthopädische Klinik Markgröningen | 236 | 6 Prozent | gut |
| Klinik König-Ludwig-Haus Würzburg | 195 | 5 Prozent | sehr gut |
| Krankenhaus Rummelsberg Schwarzenbruck | 176 | 5 Prozent | gut |
| Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau - Standort Werdauer Straße | 138 | 4 Prozent | gut |
| Charité - Universitätsmedizin Berlin | 135 | 4 Prozent | befriediegend |
| Klinikum Konstanz | 113 | 3 Prozent | befriediegend |
| Kliniken Erlabrunn Breitenbrunn | 103 | 5 Prozent | gut |
| Schön Klinik Neustadt in Holstein | 98 | 2 Prozent | gut |
| Uniklinik RWTH Aachen - Franziskus | 97 | 2 Prozent | befriediegend |
| Helios Klinikum Berlin-Buch | 88 | 1 Prozent | befriediegend |
| Sana Klinik München | 87 | 4 Prozent | sehr gut |
| Orthopädische Fachklinik Schwarzach | 85 | 4 Prozent | gut |
| ATOS Orthopädische Klinik Braunfels | 78 | 0 Prozent | gut |
| Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende - Krankenhaus Neu-Mariahilf | 76 | 3 Prozent | befriediegend |
| Sana Fabricius-Klinik Remscheid | 67 | 0 Prozent | gut |
| Kreisklinik Wörth an der Donau | 61 | 0 Prozent | befriediegend |
| MKK Auguste Viktoria Klinik Bad Oeynhausen | 61 | 1 Prozent | befriediegend |
| Thüringen-Kliniken "Georgius Agricola" Saalfeld/Saale | 56 | 4 Prozent | sehr gut |
| Klinik Vincentinum Augsburg | 50 | 3 Prozent | gut |
| Orthopädisches Zentrum Martin-Ulbrich-Haus Rothenburg | 47 | 3 Prozent | sehr gut |
| Paracelsus-Klinik Bremen | 34 | 0 Prozent | gut |
| Rudolf Virchow Klinikum Glauchau | 29 | 3 Prozent | befriediegend |
| Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel | 28 | 1 Prozent | befriediegend |
| Sportklinik Hellersen Lüdenscheid | 27 | 3 Prozent | sehr gut |
| HELIOS Klinik Blankenhain | 23 | 0,3 Prozent | sehr gut |
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So wurde die Klinikliste erstellt
- Viele Patienten!
In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit dem Wechsel oder der Entfernung von einem künstlichen Kniegelenk (OPS 5-823). Es wurden jene Häuser gelistet, in denen dieser Eingriff im Jahr 2024 mindestens durchschnittlich häufig durchgeführt wurde und die außerdem die untenstehenden weiteren zwei Qualitätsmerkmale erfüllen. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Sie dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausführer der TK entnommen.
Quelle: TK-Klinikführer - Niedrige Komplikationsrate!
Bei etwa 7 Prozent der Patientinnen und Patienten, denen bei einer Wechsel-Operation eine neue Knieprothese eingesetzt wird, kommt es zu Komplikationen. Die Komplikationsraten aller oben genannten Kliniken liegen unter diesem Bundesdurchschnitt.
Quelle: AOK-Gesundheitsnavigator - Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Stürze und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
Quelle: Bundesklinikatlas
Fakten zu einer Knie-TEP-Wechseloperation
Die Haltbarkeit einer Knieprothese hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Lebensalter des Patienten oder der Patientin, seinem oder ihrem Körpergewicht, der physischen Konstitution und der Knochenbeschaffenheit ab. Ist die Knieprothese locker, wird eine neue benötigt. Dies tritt zwischen 15-30 Jahre nach dem Ersteinsatz der Prothese auf. Betroffene bemerken die Lockerung durch eine Instabilität im Gelenk oder durch chronische örtliche Schmerzen. Auch eine Infektion der Prothese macht einen Wechsel notwendig. Ein Sturz oder die Auslockerung der Prothese sind weitere mögliche Gründe.
Bei Symptomen wie Schmerzen, Schwellungen oder unangenehmen Geräuschen beim Gehen, sollte ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Mithilfe einer Röntgenaufnahme wird die knöcherne Struktur des Knies sichtbar gemacht und der Umfang der Schädidung der Prothese wird deutlich. Eine Gelenkspiegelung hilft dabei, eine Infektion nachzuweisen. Dabei wird Gelenkflüssigkeit und Gewebe entnommen und untersucht.
Die Operation zum TEP-Wechsel ähnelt der Standard-OP zum Einsatz einer Knie-TEP. Zunächst wird die gelockerte Prothese sowie Zementreste und narbig verändertes Gelenkgewebe entfernt. Die Knochen werden dabei an die Größe der späteren Prothese angepasst und der Bandapparat wird instandgesetzt. Die Gelenkfunktion wird dann mit einem Probeimplantat überprüft. Danach wird eine dünne Zementschicht auf die Knochen aufgetragen und die neue Knie-TEP eingesetzt. Die Wunde wird abschließend schichtweise verschlossen. Die Dauer dieser Operation beträgt ungefähr zwei Stunden.
Genau wie bei der Erstoperation, bleibt der Patient beziehungsweise die Patientin auch beim TEP-Wechsel auf Station, bis die Wunde ausgeheilt ist. Auch die Altersspanne ist ähnlich. Die meisten Betroffenen sind zwischen 55 und 84 Jahre alt. Die Wechseloperation von Knieprothesen wird bei Frauen und Männern etwa gleich häufig durchgeführt (im Jahr 2024 insgesamt 23.693 Mal). Nach der Entlassung aus dem Klinikum schließt sich eine Reha an, die Patientinnen und Patienten entweder beim Physiotherapeuten vor Ort oder in einer Rehaklinik absolvieren können.
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