Haupteingang des Karl-Olga-Krankenhauses Stuttgart, ©Frank C. Müller/CC0

In welchen Krankenhäusern haben Ärzte eine große Erfahrung beim Einsatz eines künstlichen Kniegelenks? Hier sind zehn Häuser gelistet, die höchste Qualitätsstandards erfüllen.

Neben dem Hüftersatz werden in Deutschland am zweithäufigsten Kniegelenke operativ eingesetzt. Schmerzen im Knie können den Alltag beim Treppensteigen oder bei Kniebeugen in der Hocke stark beeinträchtigen. Sinkt die Lebensqualität trotz konservativer Maßnahmen weiter, besteht die Möglichkeit, ein künstliches Kniegelenk einzusetzen.


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An allen unten gelisteten Kliniken arbeiten Ärzte, die sich auf den operativen Einsatz von Knieprothesen spezialisiert haben. Sie haben den Eingriff überdurchschnittlich häufig durchgeführt, wodurch eine hohe Behandlungsqualität garantiert wird. Zudem sind sie international bekannt und wurden vom Wochenmagazin FOCUS als Toparzt im Bereich Kniechirurgie ausgezeichnet.

Das beste Klinikum in Deutschland für die Implantation einer Knieprothese ist die Helios Endo-Klinik Hamburg. Nachfolgend sind weitere neun herausragende Kliniken für Kniegelenkersatz-Operationen dargestellt. Die Kriterienauswahl für das Ranking finden Sie am Ende des Beitrags.

10 hervorragende Kliniken für Kniegelenkersatz

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2019) 
Helios Endo-Klinik HamburgHamburg1907
Diakonie-Klinikum StuttgartStuttgart1588
Arcus Kliniken PforzheimPforzheim1569
Sana Kliniken SommerfeldKremmen1548
Sana Klinik MünchenMünchen1501
Orthopädisches Krankenhaus Schloss WerneckWerneck1316
Parkklinik ManhagenGroßhansdorf1231
Lubinus ClinicumKiel1199
Vulpius Klinik Bad Rappenau1045
Orthopädische Fachklinik SchwarzachSchwarzach1039

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit dem operativen Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks (OPS 5-822), weil nur Häuser besichtigt wurden, in denen dieser Eingriff überdurchschnittlich häufig vorgenommen wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine Patientenzufriedenheit von mindestens 85 Prozent. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK und der BARMER in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt. Hier handelt es sich um die größte Patientenbefragung Europas.
  • Focus-Auszeichnung! Das Magazin Focus veröffentlicht jedes Jahr eine Liste mit den besten Kniezentren Deutschlands. Alle genannten Häuser sind in der Klinikliste 2021 als Top-Kliniken im Bereich Kniechirurgie (Endoprothetik) gelistet.
  • Gute Hygiene! In allen gelisteten Kliniken wird ein überdurchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt. Mindestens 45 von 55 Maßnahmen wurden ergriffen, um vor, während und nach der Operation optimale Hygiene-Verhältnisse sicherzustellen.

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Fakten zum Kniegelenkersatz

Im Jahr 2019 wurde bei 193.999 Patienten eine Knieprothese eingesetzt. Die Patientenzahlen steigen seit einigen Jahren an. Am häufigsten werden Knieprothesen im Alter von 75 bis 79 Jahren eingesetzt. Tendenziell wird der Eingriff öfter bei Frauen als bei Männern durchgeführt.

Eine Knieprothese kommt in Frage, wenn dauerhafte, starke Schmerzen im Knie bestehen. Eine konservative Behandlung mithilfe von Schmerzmitteln, Schuheinlagen oder Bewegungstherapie lindert die Schmerzen oft nicht ausreichend, sodass die Lebensqualität durch die Arthrose im Knie beeinträchtigt wird. Die Veränderung im Knie ist dann auch durch eine Röntgenuntersuchung nachweisbar.

Mit der Operation bessern sich bei 85 Prozent der Patienten die Beschwerden spürbar. Es kommt nur selten zu schwerwiegenden Komplikationen wie der Versteifung des Knies oder einer Entzündung des neuen Gelenks. 80 Prozent der Patienten sind langfristig mit der Prothese zufrieden, da die Schmerzen in der Regel deutlich zurückgehen. Dahingegen haben auch 20 Prozent der Patienten nach der Operation noch immer Schmerzen oder andere Probleme mit ihrem Kniegelenk.

Die Haltbarkeit der Prothese hängt vor allem von der Belastung des Gelenks ab. Ein Austausch wird notwendig, wenn sich Teile lockern oder abnutzen oder es zu einer Infektion kommt. Je jünger der Patient ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Prothese im Laufe der Zeit ausgetauscht werden muss.

Allgemein wird zwischen Teil- und Vollprothesen unterschieden. Die Entscheidung für einen bestimmten Prothesentyp hängt von Faktoren wie dem Zustand der Bänder, Muskeln und Knochen sowie dem Alter, dem Gewicht und der körperlichen Aktivität des Patienten ab. Bei einer Teilprothese werden nur die betroffene Gelenkfläche des Oberschenkelknochens und die gegenüberliegende Gelenkfläche des Schienbeins ersetzt. Bei einer Total-Endoprothese hingegen werden die gesamten Gelenkflächen des Oberschenkelknochens und des Schienbeinkopfs durch die Prothese ersetzt. Die Vollprothese wird in 85 Prozent der Fälle eingesetzt. Zudem unterscheidet man zwischen ungekoppelten, teilgekoppelten und gekoppelten Prothesen, die zementiert oder zementfrei am Knochen befestigt werden können. Welche Art der Prothese in Frage kommt, muss individuell mit einem Arzt besprochen werden.

Nach dem Einsatz einer Knieprothese wird abhängig von der Art der Prothese eine ambulante Physiotherapie oder der Aufenthalt in einer Reha-Klinik notwendig.