Die Helios Endo-Klinik in Hamburg
Die Helios Endo-Klinik in Hamburg. Foto: Unternehmen

In welchen deutschen Kliniken haben Ärzte die größte Erfahrung bei dem Einsatz von künstlichen Hüftgelenken? Hier sind 10 exzellente Krankenhäuser gelistet. 

Der Einsatz einer künstlichen Hüfte gehört zu dem häufigsten medizinischen Eingriff in Deutschland. Bei knapp 164.000 Patienten wurde im Jahr 2021 eine Hüftprothese eingesetzt. Nach der OP ist es vielen Menschen möglich, weiterhin mobil zu bleiben, Sport zu treiben oder einem Hobby nachzugehen.

Dank minimalinvasiver Verfahren müssen Ärzte bei der Implantation eines künstlichen Gelenks heute nur noch wenige Millimeter lange Schnitte setzen und können Implantate präziser einsetzen als früher. Aber auch die Betreuung vor und nach der Operation ist wichtig. Außerdem spielt die Erfahrung des Operateurs eine Rolle, denn wie in allen Bereichen heißt es auch beim Einsetzen einer künstlichen Hüfte: Je mehr Erfahrung, desto besser.


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Die beste Klinik für die Implantation einer Hüftprothese in Deutschland ist die Helios Endo-Klinik Hamburg. Nachfolgend sind weitere neun herausragende Kliniken für Hüftprothesenersatz-Operationen dargestellt. Die Kriterienauswahl für das Ranking finden Sie unter der Karte.

10 ausgezeichnete Krankenhäuser für Endoprothetik (Hüfte)

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2021)
Helios Endo-Klinik HamburgHamburg2133
Diakonie-Klinikum StuttgartStuttgart1794
Schön Klinik NeustadtNeustadt in Holstein1643
Sana Kliniken SommerfeldKremmen1442
Orthopädisches Krankenhaus Schloss WerneckWerneck1307
Barmherzige Brüder Krankenhaus MünchenMünchen1288
St. Josefs-Hospital WiesbadenWiesbaden1204
ARCUS KlinikPforzheim1169
Klinikum Garmisch-PartenkirchenGarmisch-Partenkirchen1092
Stiftung Herzogin Elisabeth HospitalBraunschweig1064

Per Mouseover wird Ihnen der Name des Klinikums angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt:

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit dem operativen Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks (OPS 5-820), weil nur Häuser besichtigt wurden, in denen dieser Eingriff überdurchschnittlich häufig vorgenommen wurde.
  • Versorgungsschwerpunkt Hüftgelenk! Alle oben dargestellten Kliniken haben einen Versorgungsschwerpunkt bei Gelenkersatzverfahren/Prothetik.
  • Gute Ausstattung! Alle oben gelisteten Häuser halten technische Geräte vor, die für die Diagnose einer Hüfterkrankung entscheidend sind, wie ein Computertomograph und ein Magnetresonanztomograph. Wenn das Klinikum entsprechende Geräte nutzt, kann schneller eine Diagnose gestellt werden.

Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Alle obigen Zahlen stammen aus den Qualitätsberichten für 2021.

Fakten zum Hüftersatz

Der Einsatz von Hüftprothesen ist ein Eingriff, der seit einigen Jahren fallende Patientenzahlen verzeichnet. Im Jahre 2013 wurden ca. 210.000 Prothesen eingesetzt, im Jahr 2021 waren es nur noch knapp 164.000 Menschen. Die Patienten sind meist zwischen 55 und 84 Jahre alt. 61 Prozent der Hüftpatienten sind weiblich, 39 Prozent sind männlich. Die am häufigsten eingesetzte Prothesenart ist die nicht zementierte Prothese (53 Prozent), gefolgt von der zementierten (15 Prozent) und der teilzementierten Prothese (13 Prozent).

Die Prothese soll das natürliche Gelenk so gut wie möglich ersetzen. Sie besteht aus drei Teilen: dem Schaft, der im Oberschenkelknochen verankert wird sowie dem Kopf und der Pfanne, die Hüftkopf und -pfanne ersetzen. Diese Teile bestehen aus einer Kombination aus Polyethylen, einem harten Kunststoff und Keramik.

Der Einsatz einer Hüftprothese wird notwendig, wenn eine Hüftarthrose nicht mehr ausreichend durch konservative Behandlungsmöglichkeiten wie Bewegungstherapie, Gewichtsabnahme oder Schmerzmittel behandelt werden kann. Die Arthrose kann zu starken Schmerzen führen und den Alltag einschränken, sodass eine Prothese die einzige Alternative darstellt. Zudem sollte die Arthrose deutlich im Röntgenbild erkennbar sein und die Vor- und Nachteile der Operation mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.

In 90 Prozent der Fälle verbessert sich das Leben nach dem Einsatz einer Hüftprothese deutlich. Die Schmerzen gehen in den meisten Fällen zurück und die Gelenkfunktion verbessert sich. Allerdings haben bis zu 10 Prozent der Operierten auch weiterhin Probleme mit dem Hüftgelenk.

Wie lange eine Prothese hält, hängt von Faktoren wie dem eingesetzten Material, dem Körpergewicht des Patienten und der Belastung des Gelenks ab. Der Austausch wird notwendig, wenn Teile der Prothese sich lockern oder abnutzen, selten auch wegen einer Infektion oder eines Knochenbruches. Nach 10 Jahren sind 95 Prozent der Prothesen noch intakt, 85 Prozent halten über 20 Jahre. Je jünger der Patient ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Prothese einmal ausgetauscht werden muss.


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