Klinik für Hüftersatz
Diakonie Klinikum Stuttgart, ©Volker Schrank/Diakonie Klinikum Stuttgart

In welchen deutschen Kliniken haben Ärzte die größte Erfahrung bei dem Einsatz von künstlichen Hüftgelenken? Hier sind 10 exzellente Krankenhäuser gelistet. 

Der Einsatz einer künstlichen Hüfte gehört zu dem häufigsten medizinischen Eingriff in Deutschland. Bei über 200.000 Patienten wurde im Jahr 2017 eine künstliche Hüfte eingesetzt. Nach der OP ist es vielen Menschen möglich, weiterhin mobil zu bleiben, Sport zu treiben oder einem Hobby nachzugehen.


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Dank minimalinvasiver Verfahren müssen Ärzte bei der Implantation eines künstlichen Gelenks heute nur noch wenige Millimeter lange Schnitte setzen und können Implantate präziser einbauen als früher. Aber auch die Betreuung vor und nach der Operation ist wichtig. Außerdem spielt die Erfahrung des Operateurs eine Rolle, denn wie in allen Bereichen heißt es auch beim Einsetzen einer künstlichen Hüfte: Je mehr Erfahrung, desto besser.

Das beste Klinikum in Deutschland für die Implantation einer Hüftprothese ist die Helios Endo-Klinik Hamburg. Nachfolgend sind weitere neun herausragende Kliniken für Hüftprothesenersatz-Operationen dargestellt. Die Kriterienauswahl für das Ranking finden Sie am Ende des Beitrags.

10 ausgezeichnete Krankenhäuser für Endoprothetik (Hüfte)

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2018)Büro für internationale Patienten 
Helios ENDO-Klinik HamburgHamburg2219Ja
Diakonie-Klinikum StuttgartStuttgart1521Nein
Orthopädisches Krankenhaus Schloss WerneckWerneck1405Nein
Sana Kliniken SommerfeldKremmen1363Ja
Sana Klinik MünchenMünchen1313Ja
St. Josef-Stift SendenhorstSendenhorst1124Nein
Waldkliniken EisenbergEisenberg1092Ja
Oberklinik Orthopädische FachklinikPotsdam1066Nein
Herzogin Elisabeth KrankenhausBraunschweig993Nein
Kliniken Dr. ErlerNürnberg980Nein

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So wurde die Klinikliste erstellt:

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit dem operativen Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks (OPS 5-820), weil nur Häuser besichtigt wurden, in denen dieser Eingriff überdurchschnittlich häufig vorgenommen wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine Patientenzufriedenheit von mindestens 90 Prozent. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK und der BARMER in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt. Hier handelt es sich um die größte Patientenbefragung Europas.
  • Focus-Auszeichnung! Das Magazin Focus veröffentlicht jedes Jahr eine Liste mit den besten Hüftzentren Deutschlands. Alle genannten Häuser sind in der Klinikliste 2021 als Top-Kliniken im Bereich Hüftchirurgie (Endoprothetik) gelistet.
  • Gute Hygiene! In allen gelisteten Kliniken wird ein überdurchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt. Mindestens 45 von 55 Maßnahmen wurden ergriffen, um vor, während und nach der Operation optimale Hygiene-Verhältnisse sicherzustellen.

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Fakten zum Hüftersatz

Der Einsatz von Hüftprothesen ist ein Eingriff, der seit einigen Jahren stetig steigende Patientenzahlen verzeichnet. Im Jahre 2013 wurden ca. 210.000 Prothesen eingesetzt, im Jahr 2019 über 244.000. Die Patienten sind meist zwischen 75 und 84 Jahre alt. 61 Prozent der Hüftpatienten sind weiblich, 39 Prozent sind männlich. Die am häufigsten eingesetzte Prothesenart ist die nicht zementierte Prothese (53 Prozent), gefolgt von der zementierten (15 Prozent) und der teilzementierten Prothese (13 Prozent).

Die Prothese soll das natürliche Gelenk so gut wie möglich ersetzen. Sie besteht aus drei Teilen: dem Schaft, der im Oberschenkelknochen verankert wird sowie dem Kopf und der Pfanne, die Hüftkopf und -pfanne ersetzen. Diese Teile bestehen aus einer Kombination aus Polyethylen, einem harten Kunststoff und Keramik.

Der Einsatz einer Hüftprothese wird notwendig, wenn eine Hüftarthrose nicht mehr ausreichend durch konservative Behandlungsmöglichkeiten wie Bewegungstherapie, Gewichtsabnahme oder Schmerzmittel behandelt werden kann. Die Arthrose kann zu starken Schmerzen führen und den Alltag einschränken, sodass eine Prothese die einzige Alternative darstellt. Zudem sollte die Arthrose deutlich im Röntgenbild erkennbar sein und die Vor- und Nachteile der Operation mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen worden sein.

In 90 Prozent der Fälle verbessert sich das Leben nach dem Einsatz einer Hüftprothese deutlich. Die Schmerzen gehen in den meisten Fällen zurück und die Gelenkfunktion verbessert sich. Allerdings haben bis zu 10 Prozent der Operierten auch weiterhin Probleme mit dem Hüftgelenk.

Wie lange eine Prothese hält, hängt von Faktoren wie dem eingesetzten Material, dem Körpergewicht des Patienten und der Belastung des Gelenks ab. Der Austausch wird notwendig, wenn Teile der Prothese sich lockern oder abnutzen, selten auch wegen einer Infektion oder eines Knochenbruches. Nach 10 Jahren sind 95 Prozent der Prothesen noch intakt, 85 Prozent halten über 20 Jahre. Je jünger der Patient ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Prothese einmal ausgetauscht werden muss.