Klinik für Handchirurgie
Unfallkrankenhaus Berlin, ©de:Sebastian Wallroth/CC0

Welche sind die besten Kliniken für Handchirurgie in Deutschland? Hier sind 14 hervorragende Häuser gelistet.

Unsere Hände spielen im Alltag eine zentrale Rolle. Deswegen ist bei angeborenen Fehlstellungen der Hand oder nach Unfällen oft ein chirurgischer Eingriff notwendig, um im Beruf und bei alltäglichen Aufgaben nicht eingeschränkt zu sein.

Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Wahl des Krankenhauses von großer Bedeutung, denn nicht alle Häuser in Deutschland erfüllen sämtliche Qualitätskriterien. Neben einer guten Ausstattung und hoher Behandlungsqualität verfügen alle unten genannten Kliniken über Ärzte, die für ihre Expertise im Bereich der Handchirurgie ausgezeichnet wurden. Behandlungen wie etwa die operative und konservative Frakturversorgung oder Arthrose des Handgelenks werden hier angeboten.

Top 14 Kliniken für Handchirurgie

KrankenhausStadtÖffentlich/Privat  
Klinikum der LMU MünchenMünchenÖffentlich
Schön Klinik München HarlachingMünchenÖffentlich
Klinikum rechts der Isar der TUMMünchenÖffentlich
Klinikum NürnbergNürnbergÖffentlich
Krankenhaus Barmherzige BrüderRegensburgÖffentlich
Unfallkrankenhaus BerlinBerlinÖffentlich
Medizinische Hochschule HannoverHannoverÖffentlich
Universitätsklinikum DüsseldorfDüsseldorfÖffentlich
Universitätsklinikum MünsterMünsterÖffentlich
Universitätsklinikum Schleswig Holstein, Campus LübeckLübeckÖffentlich
Atos Klinik HeidelbergHeidelbergPrivat
Ethianum KlinikHeidelbergPrivat
OCM KlinikMünchenPrivat
Hessingpark-ClinicAugsburgPrivat

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So wurde die Klinikliste erstellt:

  • Focus-Auszeichnung! Das große, deutsche Wochenmagazin Der FOCUS zeichnet jedes Jahr die besten Fachkrankenhäuser für Handchirurgie aus. Alle genannten Häuser sind in der Klinikliste 2021 als Top-Klinik im Bereich Handchirurgie gelistet.
  • Privat vs. Öffentlich! Privat versicherte Deutsche und Patienten aus dem Ausland haben die freie Klinikwahl und können sich auch an Privatkliniken behandeln lassen. Deshalb werden neben öffentlichen Krankenhäusern auch Privatkliniken vorgestellt.
  • Internationales Renommee! Ärzte der oben genannten Kliniken sind im Ausland bekannt, weil sie dort Fachvorträge halten oder von den einheimischen Kollegen empfohlen werden. Deshalb verfügen alle gelisteten Kliniken über ein International Office für Patienten aus dem Ausland.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu handchirurgischen Behandlungen

Die Symptome, die die Konsultation eines Handchirurgen erfordern, können vielfältig sein. Dabei behandeln Handchirurgen nicht nur die Finger und Handgelenke sondern den gesamten Arm, also die Ellenbogen- und Schultergelenke. Unsere Finger und Daumen ermöglichen uns ein großes Bewegungsspektrum: Greifen, Fassen oder Halten wären ohne das perfekte Zusammenspiel der einzelnen Gelenke und zahlreichen Muskeln nicht möglich. Wenn sonst übliche Bewegungsabläufe nur schmerzhaft oder gar nicht machbar sind, dann sollten Sie einen Orthopäden aufsuchen. Dieser stellt in der Regel die Diagnose und verweist bei Bedarf an einen Handchirurgen.

Oft sind Verschleißerscheinungen die Ursache für die Funktionsausfälle im Arm und in der Hand. Die zahlreichen Knochenelemente werden mit Bändern, Knorpel und Gelenken miteinander verbunden. Im zunehmenden Alter wird der Knorpel abgenutzt, die Sehnen und Muskeln verkürzen sich, Nerven können eingeklemmt werden. Ein Beispiel: Das sogenannte Karpaltunnelsyndrom entsteht, weil der Mittelhandnerv in seiner Loge aus Knochen, Muskel und Sehnen eingeklemmt wird und sich entzündet. Er kann dadurch nicht mehr seine Muskeln richtig versorgen. Neben Taubheit und Kribbelgefühl kommt es zu Schmerzen im Zeige- und Mittelfinger.

Um Krankheiten im Arm zu diagnostizieren, ordnen Ärzte unterschiedliche bildgebender Verfahren an. Röntgenuntersuchungen ermöglichen die Untersuchung des Armskeletts. Mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) können die umliegenden Weichteile wie Bänder und Knorpel dargestellt werden. Haben Ärzte einen bestimmten Nerv im Verdacht, kann auch eine elektrophysiologische Untersuchung weiterhelfen. Mittels Elektroden wird dem Nerv ein elektrischer Impuls weitergegeben, um die Reiz-Weiterleitungsgeschwindigkeit zu messen.

Ärzte versuchen ein Operation zunächst zu vermeiden. Fehlstellungen und Fehlbelastungen können mit Schienen und Bandagen korrigiert werden. Gegen die Entzündungen und Schmerzen verschreiben Ärzte Medikamente. Bei Versteifungen und Funktionsausfällen ist eine Physiotherapie hilfreich. Wenn sich keine Besserung einstellt, kommen operative Methoden in Frage. Auch hier arbeiten Chirurgen minimal-invasiv und mikro-chirurgisch. Durch die operative Aufweitung von Hohlräumen schaffen die Handchirurgen wieder ausreichend Platz für die Nerven und Muskel.

Die Zahl der Diagnose “Verletzungen des Handgelenkes und der Hand” (ICD-10-Code S60-S69) war in den letzten Jahren recht konstant zwischen 49.000 und 59.000 Fällen. Im Jahr 2020 wurden 49.870 Patienten mit dieser Hauptdiagnose in deutschen Krankenhäusern behandelt. Die Erkrankung tritt vor allem im Alter von 20 bis 24 und 50 bis 59 Jahren auf. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einem Krankenhaus liegt bei etwa zwei bis drei Tagen.