
Welche deutschen Kliniken eignen sich für die Behandlung von COPD? Hier sind einige Häuser gelistet, die höchste Qualitätsstandards erfüllen.
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zählt zu den häufigsten Erkrankungen weltweit. Sie wird durch das Einatmen von Schadstoffen hervorgerufen, der wichtigste Risikofaktor ist das Rauchen. Symptome sind unter anderem Husten, Atemnot und Auswurf. COPD kann nicht geheilt werden, es gibt aber verschiedene Therapieansätze, die die Symptome lindern, sagt Prof. Dr. Taube von der Universitätsmedizin Essen.
Alle unten gelisteten Häuser sind Fachkliniken für Lungenheilkunde und verfügen über große Expertise bei der Behandlung von COPD. Hier wird für jeden Patienten ein Therapieplan erstellt, der auf seinen Krankheitsgrad abgestimmt ist. Ziel der Maßnahmen ist es, die Symptome zu verringern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Unter der Tabelle steht, aufgrund welcher Kriterien die Liste erstellt wurde.
Herausragende Kliniken für COPD
Krankenhaus | Behandlungsfälle | Patientenzufriedenheit | Pflegekraft-Patienten-Verhältnis |
---|---|---|---|
Thoraxklinik Heidelberg | 1396 | 87 % | mittel |
Klinik Amsee Waren (Müritz) | 1019 | 92 % | mittel |
Niels-Stensen-Kliniken - Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln | 862 | 89 % | mittel |
Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende | 705 | 85 % | mittel |
Asklepios Lungenklinik Gauting | 536 | 85 % | weit überdurchschnittlich |
Lungenzentrum Coswig | 461 | 91 % | mittel |
Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Mittelhessen Gießen | 405 | 89 % | weit überdurchschnittlich |
Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig | 366 | 87 % | mittel |
Sana Klinikum Berlin Lichtenberg | 365 | 87 % | mittel |
Bezirksklinikum Obermain Ebensfeld | 361 | 88 % | weit überdurchschnittlich |
Fachkliniken Wangen | 358 | 90 % | mittel |
SHG-Kliniken Völklingen | 352 | 85 % | mittel |
St. Vincentius Kliniken Karlsruhe | 348 | 87 % | überdurchschnittlich |
Bonifatius Hospital Lingen (Ems) | 331 | 85 % | überdurchschnittlich |
Klinikum Passau | 321 | 87 % | mittel |
Städtisches Klinikum Lüneburg | 315 | 86 % | mittel |
Ketteler Krankenhaus Offenbach am Main | 292 | 85 % | überdurchschnittlich |
Kreiskrankenhaus Rotenburg an der Fulda | 290 | 85 % | überdurchschnittlich |
Städtisches Klinikum Wolfenbüttel | 288 | 87 % | mittel |
Klinik Ernst von Bergman Bad Belzig | 284 | 86 % | überdurchschnittlich |
Klinikum St. Marien Amberg | 283 | 88 % | überdurchschnittlich |
Vivantes Klinikum Berlin Spandau | 283 | 86 % | weit überdurchschnittlich |
Elisabeth Klinikum Schmalkalden | 275 | 86 % | mittel |
Klinikum Würzburg Mitte | 272 | 88 % | überdurchschnittlich |
Helios Klinikum Bad Saarow | 271 | 85 % | überdurchschnittlich |
Südharz Klinikum Nordhausen | 265 | 88 % | mittel |
Zentralklinik Bad Berka | 259 | 86 % | überdurchschnittlich |
Kliniken des Main-Taunus-Kreises - Krankenhaus Hofheim | 255 | 85 % | überdurchschnittlich |
Universitätsklinikum Tübingen | 254 | 87 % | weit überdurchschnittlich |
Klinikum Altenburger Land Altenburg | 252 | 88 % | mittel |
Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg | 250 | 88 % | überdurchschnittlich |
Klinikum Neumarkt i. d. OPf. | 245 | 85 % | überdurchschnittlich |
Universitätsklinikum Leipzig | 238 | 86 % | überdurchschnittlich |
St.Josefs-Krankenhaus Potsdam-Sanssouci | 230 | 87 % | überdurchschnittlich |
Städtisches Klinikum Dresden - Standort Friedrichstadt | 229 | 86 % | überdurchschnittlich |
Frankfurter Rotkreuz-Kliniken - Klinik Rotes Kreuz Frankfurt am Main | 227 | 91 % | überdurchschnittlich |
Klinikum Fulda - Hauptstandort | 226 | 87 % | überdurchschnittlich |
SRH Zentralklinikum Suhl | 226 | 86 % | überdurchschnittlich |
Kreiskrankenhaus Prignitz | 223 | 87 % | mittel |
Universitätsklinikum des Saarlandes Homburg | 222 | 85 % | überdurchschnittlich |
Lausitzer Seenland Klinikum Hoyerswerda | 215 | 85 % | überdurchschnittlich |
Immanuel Klinik Rüdersdorf | 212 | 86 % | überdurchschnittlich |
Universitätsklinikum Freiburg | 212 | 87 % | überdurchschnittlich |
Vivantes Klinikum Kaulsdorf Berlin | 208 | 85 % | überdurchschnittlich |
Agaplesion Markus Krankenhaus Frankfurt am Main | 203 | 85 % | mittel |
Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum - Standort Neubrandenburg | 200 | 87 % | überdurchschnittlich |
Klinikum St. Elisabeth Straubing | 199 | 86 % | überdurchschnittlich |
DRK-Krankenhaus Clementinenhaus Hannover | 194 | 91 % | überdurchschnittlich |
Krankenhaus Martha-Maria Nürnberg | 194 | 87 % | mittel |
Gesundheitszentrum Odenwaldkreis Erbach | 193 | 86 % | überdurchschnittlich |
Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt
So wurde die Klinikliste erstellt
- Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit der Behandlung von COPD (ICD J44). Es wurden jene Häuser gelistet, in denen diese Behandlung im Jahr 2023 mindestens durchschnittlich häufig vorgenommen wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Kliniken dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten.
Quelle: TK-Klinikführer
- Hohe Zufriedenheit!
Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 900.000 Patientenbewertungen vor.
Quelle: AOK-Krankenhausatlas - Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
Quelle: Bundesklinikatlas
Fakten zu COPD
Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist die Bezeichnung für eine Reihe von Lungenkrankheiten. Dazu zählen die dauerhafte Entzündung der Atemwege, auch chronische Bronchitis genannt, die Beschädigung der Alveolen (Luftsäcke) als den kleinsten Funktionseinheiten der Lunge, die für die Sauerstoffaufnahme zuständig sind, sowie das sogenannten Lungenemphysem. Hier sind die Lufträume in den Lungen erweitert. Es fehlt also funktionsfähiges Lungengewebe, das den Gasaustausch ermöglicht. Die Symptome, die sich über eine längere Zeit entwickeln, sind Atemnot bei Alltagsgewohnheiten wie Treppensteigen oder Hausarbeiten, Müdigkeit, verminderte körperliche Leistungsfähigkeit und Husten.
Die Ursachen, die zur Entstehung einer COPD führen können, sind Luftverschmutzung, Allergien oder Belastung durch die Arbeit mit Chemikalien. Als Hauptursache sehen Ärzte aber den Nikotinkonsum, also das Rauchen. Die ständige Reizung der Atemwegsschleimhäute führt dazu, dass 80 bis 90 % der COPD-Patienten Raucher sind oder waren.
Zur Erkennung der COPD fragen Fachärzte im Anamnesegespräch nach Ihren Symptomen. Darauf folgt eine körperliche Untersuchung und eine sogenannte Spirometrie. Hierbei handelt es sich um einen Atemtest, bei dem Sie gebeten werden, in ein Röhrchen zu pusten. Durch die Luft, die Sie ausatmen, werden mathematischen Größen wie Volumen und Druck gemessen. Anhand der Ergebnisse können Ärzte Ihre Lungenfunktion beurteilen.
Es kann sein, dass bildgebende Verfahren wie Röntgen- oder CT-Untersuchungen angeordnet werden. Außerdem kann mit einer Blutgasanalyse der Sauerstoff-, und Kohlenstoffdioxidgehalt sowie der pH-Wert Ihres Blutes gemessen werden. Diese weiterführenden Untersuchungen sind bei der Diagnosestellung hilfreich.
Die COPD ist nicht heilbar. Die bisherigen Therapiemöglichkeiten zielen darauf ab, den Krankheitsverlauf so stark wie möglich zu bremsen und so Ihre Lebensqualität aufrechtzuerhalten. Zum Hauptbestandteil der Therapien gehört der Besuch eines Raucherentwöhnungsprogramms, um weitere Schäden an den Atemwegen vorzubeugen. Zudem kommen Behandlungsmethoden wie die Sauerstofftherapie infrage. Denn bei Patienten, die eine zu niedrige Sauerstoffsättigung im Blut vorweisen, kann eine zusätzliche Zufuhr von Sauerstoff helfen.
Die Anzahl der klinischen Diagnosen mit chronisch obstruktiven Lungenkrankheiten (ICD-Code J44) ist in den letzten Jahren gesunken. Während im Jahr 2017 noch rund 250.000 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2023 bei etwa 212.000 Personen. Menschen im Alter zwischen 60 und 84 Jahren sind besonders häufig betroffen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt sechs Tage.