Klinikzentrum Mitte Dortmund
Klinikzentrum Mitte Dortmund, ©Tbachner/gemeinfrei

Welche Kliniken sind auf Kinderorthopädie spezialisiert?
Hier sind 50 hervorragende Häuser gelistet.

Bei angeborenen Fehlstellungen oder beispielsweise nach Unfällen sind oft orthopädische chirurgische Eingriffe oder andere orthopädische Maßnahmen notwendig. In Deutschland gibt es einige Kliniken, die diese mit hoher Qualität anbieten.

Neben einer guten Behandlungsqualität und der Ausstattung des Krankenhauses gibt es bei der Therapie von Kindern noch weitere Kriterien, die für die Klinikauswahl von Bedeutung sind. Dabei ist vor allem die ärztliche Expertise und die Erfahrung im Umgang mit jungen Patientinnen und Patienten ausschlaggebend. In allen unten genannten Häusern arbeiten renommierte Ärztinnen und Ärzte im Bereich der Kinderorthopädie.

Die 50 größten Kliniken für Kinderorthopädie

KlinikBehandlungsfälle
Klinikum Dortmund Mitte510
DIAKOVERE Annastift Hannover361
Universitätsmedizin Greifswald236
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen Universität Dresden191
Klinikum Stuttgart - Olgahospital / Frauenklinik187
Cellitinnen-Krankenhaus St. Josef Wuppertal171
HELIOS Klinikum Emil von Behring Berlin159
Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau155
RKU - Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm140
InnKlinikum Altötting124
Oberlinklinik - Orthopädische Fachklinik Potsdam103
Klinik Hallerwiese - Cnopfsche Kinderklinik Nürnberg93
Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt90
Charité - Universitätsmedizin Berlin84
DRK-Kinderklinik Siegen75
Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg69
LMU Klinikum - Campus Großhadern München68
Universitätsklinikum Augsburg68
Helios Klinikum Krefeld62
Sana Klinikum Biberach57
Asklepios Klinik Sankt Augustin53
Niels-Stensen-Kliniken - Marienhospital Osnabrück51
St. Franziskus-Hospital Münster51
Universitätsklinikum Freiburg51
Schön Klinik Vogtareuth50
Orthopädische Fachkliniken der Hessing Stiftung Augsburg45
Orthopädische Klinik Volmarstein Wetter45
Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel44
Universitätsklinikum Heidelberg39
Kreiskrankenhaus Gummersbach37
Asklepios Westklinikum Hamburg35
AKK Altonaer Kinderkrankenhaus Hamburg34
Katholisches Kinderkrankenhaus Wilhelmstift Hamburg34
Marienstift Arnstadt34
DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus Bremen33
Sana Klinik München33
Schön Klinik Hamburg Eilbek33
Christliches Klinikum Unna30
Helios Dr. Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden30
Diakonie-Klinikum Stuttgart29
Klinikum Landshut28
Universitätsklinikum Leipzig28
Klinik König-Ludwig-Haus Würzburg27
Klinikum St. Elisabeth Straubing27
Krankenhaus Rummelsberg Schwarzenbruck27
Universitätsklinikum Bonn27
Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur - Standort Koblenz26
Klinikum Hanau24
Universitätsklinikum Düsseldorf24
Christliches Kinderhospital Osnabrück23

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So wurde die Klinikliste erstellt:

In den dargestellten Kliniken haben Ärztinnen und Ärzte eine große Erfahrung mit der sehr häufig gestellten Diagnose in Verbindung mit dem Bewegungsapparat bei Kindern: einer angeborenen Fehlbildung der Hüfte (Hüftdysplasie; ICD-10-Q65). Es wurden jene 50 Häuser gelistet, in denen diese Erkrankung im Jahr 2024 am häufigsten behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Sie dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der AOK entnommen.

Fakten zu kinderorthopädischen Behandlungen

Kinderorthopäden behandeln Fehlbildungen am Bewegungsapparat bei Kindern. Diese können angeboren sein oder während des Wachstums in Erscheinung treten. Die rechtzeitige Behandlung von solchen Krankheiten ist besonders wichtig, um schmerzhafte Auswirkungen vorzubeugen.

Ein Beispiel für eine solche kindliche Erkrankung des Bewegungsapparats ist die Hüftdysplasie. Es handelt hierbei um eine angeborene Fehlbildung des Hüftgelenks. Sie ist bei frühzeitiger Entdeckung gut behandelbar. Bei fehlender Therapie kann die Fehlbelastung zu arthrotischen Veränderungen im Knie- und in den Fußgelenken führen. Betroffene Kinder können nicht ausreichend das Bein abspreizen, watscheln oder hinken beim Gehen. Auch das Risiko einer Verrenkung, bei der der Gelenkkopf aus der Hüftpfanne herausrutscht, ist groß.

Die Ursachen, die zu dieser recht häufigen angeborenen Fehlbildung führen, sind unterschiedlich. Platzmangel während der Schwangerschaft wie eine zu enge Gebärmutter, Mehrlingsschwangerschaften oder Fruchtwassermangel können die Entstehung einer Hüftdysplasie begünstigen. Auch Erbanlagen können zu diesem Krankheitsbild führen.

Zur Erkennung der Hüftdysplasie wenden Ärztinnen und Ärzte bildgebende Verfahren an. Wenn der Verdacht auf Hüftdysplasie besteht, kann eine Ultraschalluntersuchung Auskunft über die anatomische Struktur des Gelenks geben. Für die endgültige Diagnose ordnen die Orthopäden eine Röntgenuntersuchung ab dem achten Lebensmonat an. Hierbei können auch die Gradstellungen der Beinknochen gemessen und der Verknöcherungsvorgang der Hüfte beurteilt werden.

Da das Hüftgelenk im so jungen Alter noch nicht ausgereift ist, sind die Heilungschancen bei nicht-operativen Therapiemöglichkeiten vielversprechend. Schienen, Einlagen und sogenannte Spreizhosen halten die Oberschenkelknochen in der korrekten anatomischen Lage. Regelmäßige Verlaufskontrollen mit einem Ultraschallgerät überwachen den Heilungsverlauf. In Ergänzung dazu kann eine Krankengymnastik sinnvoll sein.

Die Anzahl der Diagnosen mit angeborener Deformitäten der Hüfte (ICD-Code Q65) variierte in den vergangenen Jahren in Deutschland zwischen 5.000 und 7.500 pro Jahr. Zuletzt lag die Zahl im Jahr 2024 bei 5.278 Patienten. Das Alter der Betroffenen ist größtenteils noch unter einem Jahr. Neugeborene Mädchen trifft es etwa doppelt so häufig wie Jungen.