
Welche Kliniken in Deutschland eignen sich besonders gut für die Behandlung von Lymphdrüsenkrebs? Hier sind einige hervorragende Häuser gelistet.
Lymphdrüsenkrebs, auch Morbus Hodgkin genannt, ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems. Es handelt sich um eine seltene Krebsart, die 0,5 Prozent aller Krebsneuerkrankungen ausmacht. Typische Beschwerden sind schmerzhafte Schwellungen der Lymphknoten im Hals- und Nackenbereich. Die meisten Patienten können mit der heute gängigen Therapie dauerhaft geheilt werden.
Bei einer Krebserkrankung ist die Expertise der Ärztinnen und Ärzte von großer Bedeutung. In allen unten gelisteten Kliniken, haben die Mediziner nicht nur eine große Erfahrung bei Lymphdrüsenkrebs. Die Häuser werden auch gut von Patienten bewertetet und sind von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Behandlungszentrum zertifiziert.
Top Kliniken für Lymphdrüsenkrebs
| Klinik | Behandlungsfälle | Patientenbewertung | Zertifikat |
|---|---|---|---|
| Charité - Universitätsmedizin Berlin | 299 | 86 % | Ja |
| Universitätsklinikum Freiburg | 212 | 87 % | Ja |
| Universitätsklinikum Regensburg | 203 | 87 % | Ja |
| Klinikum Chemnitz | 200 | 83 % | Ja |
| Universitätsklinikum Würzburg | 170 | 87 % | Ja |
| Universitätsklinikum Jena - Standort Jena-Lobeda | 151 | 86 % | Ja |
| Medizinische Hochschule Hannover | 146 | 84 % | Ja |
| Universitätsklinikum Heidelberg | 143 | 86 % | Ja |
| Klinikum Kassel | 129 | 83 % | Ja |
| Universitätsklinikum Tübingen | 126 | 87 % | Ja |
| Universitätsklinikum der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz | 119 | 83 % | Ja |
| DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus Bremen | 117 | 84 % | Ja |
| Universitätsklinikum Leipzig | 117 | 87 % | Ja |
| Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier - Standort Mitte/Nord | 115 | 83 % | Ja |
| TUM Klinikum Rechts der Isar München | 113 | 84 % | Ja |
| Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart | 93 | 83 % | Ja |
| Ev. Stift. St. Martin Koblenz | 91 | 84 % | Ja |
| Städtisches Klinikum Dresden - Standort Friedrichstadt | 84 | 86 % | Ja |
| Universitätsklinikum Ulm | 81 | 84 % | Ja |
| Universitätsmedizin Rostock | 76 | 87 % | Ja |
| Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital | 71 | 83 % | Ja |
| Universitätsmedizin Göttingen | 71 | 86 % | Ja |
| Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum - Standort Neubrandenburg | 69 | 87 % | Ja |
| Universitätsklinikum Erlangen | 63 | 87 % | Ja |
| Klinikum Ernst von Bergmann - Standort Potsdam | 61 | 85 % | Ja |
| Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen Universität Dresden | 59 | 89 % | Ja |
| Klinikum Oldenburg | 57 | 84 % | Ja |
| Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Gießen | 57 | 84 % | Ja |
| Diakonie-Klinikum Stuttgart | 54 | 89 % | Ja |
| Klinikum Darmstadt | 51 | 85 % | Ja |
| Niels-Stensen-Kliniken - Franziskus-Hospital Harderberg Georgsmarienhütte | 49 | 87 % | Ja |
| Heinrich-Braun-Klinikum - Standort Zwickau | 44 | 86 % | Ja |
| Klinikum Passau | 43 | 87 % | Ja |
| Klinikum St. Georg Leipzig | 38 | 84 % | Ja |
| St.-Johannes-Hospital Dortmund | 37 | 83 % | Ja |
| Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg | 36 | 88 % | Ja |
| Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen | 33 | 84 % | Ja |
| HELIOS Klinikum Bad Saarow | 32 | 84 % | Ja |
| Klinikum Landshut | 32 | 83 % | Ja |
| Rotkreuzklinikum München | 32 | 86 % | Ja |
| Städtisches Klinikum Karlsruhe | 31 | 83 % | Ja |
| Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Marburg | 28 | 84 % | Ja |
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So wurde die Klinikliste erstellt
- Viele Patienten!
In den dargestellten Kliniken haben Ärztinnen und Ärzte eine große Erfahrung mit dem Hodgkin-Lymphom (ICD C81), weil nur Häuser besichtigt wurden, in denen Patientinnen und Patienten mit dieser Erkrankung überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Kliniken dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patientenfälle. Verschiedene Krankenkassen stellen die Informationen zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem TK-Klinikführer entnommen.
Quelle: TK-Klinikführer - Hohe Zufriedenheit!
Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das geht aus einer Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen hervor. Für die Umfrage wurden die behandelnden Personen nach ihrem Krankenhausaufenthalt gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de - Zertifizierungen!
Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Lymphdrüsenkrebs spezialisierte Ärztinnen und Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft als Lymphdrüsenkrebszentrum zertifiziert.
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.
Fakten zu Lymphdrüsenkrebs
Lymphdrüsenkrebs kann überall im Körper entstehen, da sich im gesamten Körper Lymphgewebe befindet. Die Erkrankung beginnt oft schleichend mit ersten Symptomen wie vergrößerten Lymphknoten, die nur langsam wachsen und keine Schmerzen verursachen. Über Lymphbahnen und das Blut können sich Lymphzellen im Körper ausbreiten und andere Lymphknoten befallen. Diese können im Hals- und Nackenbereich, der Achselhöhle oder der Leiste auftreten. Auch Lymphknotenregionen, die nicht von außen ertastbar sind, wie beispielsweise hinter dem Brustbein, können betroffen sein und Luftnot auslösen. Weitere Symptome können unter anderem Fieber, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, Müdigkeit oder starker Juckreiz am ganzen Körper sein.
Die Ursachen für die Entstehung von Morbus Hodgkin ist nicht bekannt. Die Erkrankung entsteht durch eine Entartung von Zellen des lymphatischen Systems. Mögliche Risikofaktoren für eine Erkrankung sind unter anderem ein stark geschwächtes Immunsystem, zum Beispiel nach einer Organtransplantation. Langjähriges Rauchen erhöht das Risiko für Lymphknotenkrebs.
Die Diagnose von Lymphdrüsenkrebs geschieht über die Entnahme und Untersuchung eines auffälligen Lymphknotens. Dieser Eingriff erfolgt meist unter örtlicher Narkose. Das Gewebe wird anschließend im Labor untersucht. Falls ein Lymphom festgestellt wird, bestimmen die Ärztinnen und Ärzte auch die genaue Untergruppe, von der die nachfolgende Behandlung abhängt.
Die Behandlung der Krebserkrankung wird anschließend mit den Patientinnen und Patienten abgestimmt. Diese hängt vom Grad der Ausbreitung der Erkrankung im Körper ab. Das Ziel ist es, das befallene Gewebe vollständig zu entfernen.
In einem frühen und mittleren Krankheitsstadium wird meist eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie durchgeführt. Wenn beide Seiten des Zwerchfells befallen sind, also ein fortgeschrittenes Krankheitsstadium vorliegt und bereits nicht-lymphatische Organe betroffen sind, werden bis zu acht Zyklen intensiver Chemotherapie durchgeführt. Eine anschließende Strahlentherapie kann außerdem eventuelle Tumorreste zerstören.
Da Hodgkin-Lymphone empfindlich gegenüber Strahlen- und Chemotherapie sind, sind diese Behandlungsverfahren sehr erfolgreich und die meisten Betroffenen können geheilt werden.
Die Behandlungszahlen für Lymphdrüsenkrebs sind in den letzten Jahren in etwa gleich geblieben. im Jahr 2018 wurden 9694 Patienten in deutschen Krankenhäusern behandelt, im Jahr 2024 waren es 9281 Personen. Die Erkrankung kann Menschen jeden Alters treffen, auch Kinder und Jugendliche. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einer Klinik beträgt sechs Tage.
































