Kamillus Klinik (weißes Gebäude)
Kamillus Klinik (weißes Gebäude) in Asbach; Foto: Jürg Studer/CCO GNU-Lizenz

Welche deutschen Kliniken eignen sich für eine Behandlung von Multiple Sklerose? Hier sind einige Häuser mit guter Qualität gelistet.

Bei Multiple Sklerose (MS) handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die Gehirn und Rückenmark betrifft. Deutschlandweit sind ca. 280.000 Menschen von MS betroffen. Die Krankheit manifestiert sich anfangs durch motorische Störungen wie Lähmungen, Sehstörungen oder Taubheitsgefühl. Auch Schwindel, Depressionen und schnellere Erschöpfbarkeit können zu den Symptomen von Multipler Sklerose zählen.


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Bis heue ist Multiple Sklerose nicht heilbar. Es gibt verschiedene Behandlunsgansätze wie die Schubtherapie oder die medikamentöse Behandlung. An allen unten gelisteten Kliniken arbeiten Ärztinnen und Ärzte, die viel Erfahrung mit der Behandlung von Multipler Sklerose haben. Außerdem werden die Häuser überdurchschnittlich positiv von Patientinnen und Patienten bewertetet und sind personell gut aufgestellt. Weiter unten im Artikel wird erklärt, woher die Daten kommen.

Kliniken für Multiple Sklerose

KlinikBehandlungsfällePatientenbewertungPflegekraft-Patienten-Verhältnis
Kamillus Klinik Asbach68285 %gut
Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital60383 %gut
St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn50183 %sehr gut
Universitätsklinikum Freiburg37187 %gut
DKD Helios Klinik Wiesbaden35491 %sehr gut
Universitätsklinikum Tübingen35087 %sehr gut
Charité - Universitätsmedizin Berlin33586 %befriedigend
Augusta-Kranken-Anstalt - Evangelisches Krankenhaus Hattingen28087 %gut
Helios Fachkliniken Hildburghausen27890 %gut
Gesundheitszentrum Glantal Meisenheim25886 %gut
Klinikum Bamberg - Betriebsstätte am Bruderwald25083 %gut
Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt a. d. Saale23386 %gut
Friesland Kliniken - Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch Sande20284 %befriedigend
Herz-Jesu-Krankenhaus Hiltrup18983 %sehr gut
Medizinische Hochschule Hannover15384 %gut
Universitätsklinikum Erlangen15087 %befriedigend
Universitätsklinikum Leipzig14187 %gut
RKU - Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm12588 %gut
Klinikum St. Marien Amberg11788 %befriedigend
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz11183 %gut
Bezirksklinikum Regensburg10185 %sehr gut
Städtisches Klinikum Karlsruhe9683 %gut
Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim9585 %befriedigend
Klinikum Fulda - Hauptstandort9287 %gut
Klinikum Passau7987 %befriedigend
SRH Zentralklinikum Suhl7685 %befriedigend
Vivantes Klinikum Berlin Spandau7687 %gut
Evangelisches Krankenhaus Oldenburg7583 %gut
Klinikum Darmstadt7585 %befriedigend
Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum - Standort Neubrandenburg7287 %gut

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten!
    In den dargestellten Kliniken hat das Klinikpersonal eine große Erfahrung mit Multipler Sklerose (ICD G35), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen diese Erkrankung überdurchschnittlich häufig behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Hohe Zufriedenheit!
    Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patientinnen und Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de
  • Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
    Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
    Quelle: Bundesklinikatlas

Fakten zu Multiple Sklerose

Bei der Multiplen Sklerose (MS) handelt es sich um eine chronische entzündliche Erkrankung, die das zentrale Nervensystem und damit das Gehirn und das Rückenmark angreift. Die Symptome entstehen durch die geschädigten Nervenfasern und Zellen. Dabei ist die Intensität der Symptome von Person zu Person unterschiedlich, sodass man auch von Krankheitsschüben spricht. Zu den bekannten Symptomen zählen Taubheitsgefühle in den Armen und Beinen, motorische Schwächen, eine schnelle Ermüdung und Erschöpfung, Gleichgewichts- und Gangstörungen. Bei Betroffenen können auch Sehstörungen entstehen.

Die Ursachen, die zu Multiple Sklerose führen, sind bisher nicht vollständig geklärt. Allerdings ist mittlerweile bekannt, dass das körpereigene Nervensystem, die sogenannte Myelinscheiden, die Nervenzellen angreift und abbaut. Die Myelinscheiden sind für die Weiterleitung der Nervenimpulse sehr wichtig. Abhängig davon, welche Nervenbahnen betroffen sind, entstehen die unterschiedlichen Symptome.

Zur Erkennung der Multiplen Sklerose fragen Ärztinnen und Ärzte im Anamnesegespräch nach Ihren Symptomen. Danach ordnen sie eine sogenannte Magnetresonanztomographie (MRT) an. Es handelt sich hierbei um ein bildgebendes Verfahren, das zeigt, wo die Myelinscheiden im Gehirn und im Rückenmark fehlen.

Die Multiple Sklerose ist nicht heilbar. Die bisherigen Therapiemöglichkeiten zielen darauf ab, Symptome und Beschwerden zu lindern. Außerdem versuchen Mediziner die Schübe zu verlangsamen, sodass Patientinnen und Patienten trotz Krankheit möglichst selbstständig den Alltag führen können.

Die Anzahl der Menschen, die wegen MS in Kliniken behandelt wurden, ist in den letzten Jahren gesunken. Wurden im Jahr 2013 noch rund 53.000 Menschen mit dieser Diagnose in deutschen Krankenhäusern therapiert, waren es im Jahr 2023 nur noch rund 32.700 Personen. Am häufigsten sind Menschen im Alter von 50 bis 64 Jahren betroffen. Die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt durchschnittlich sieben Tage.


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