Eifelklinik St. Brigida Simmerat
Eifelklinik St. Brigida Simmerat; Foto: Klinik

Welche deutschen Kliniken bieten eine umfassende Behandlung für Skoliose an? Hier sind einige Häuser mit hoher Behandlungsqualität gelistet.

Bei einer Skoliose handelt es sich um eine Verkrümmung der Wirbelsäule mit Verdrehung der Wirbelkörper. Die Erkrankung tritt meist im Jugendalter auf, ungefähr 2% der 10- bis 16-Jährigen leiden an einer Skoliose. Je nachdem, wie stark die Skoliose ausgeprägt ist, kann sie beispielsweise mit einem orthopädischen Korsett oder einer Operation behandelt werden.

In den dargestellten Kliniken wird eine sehr gute Behandlung für Skoliose (M41) gewährleistet. Es werden überdurchschnittlich viele Patienten und Patientinnen mit dieser Erkrankung behandelt, die Personalsituation ist gut und die Patientenzufriedenheit hoch. Mehr Informationen über die Rankingfaktoren finden Sie unter der Tabelle.

Top-Kliniken für Skoliose

KlinikBehandlungsfällePatientenzufriedenheitPflegekraft-Patienten-Verhältnis
St. Josef-Stift Sendenhorst17483 %befriedigend
Eifelklinik St. Brigida Simmerath12097 %befriedigend
Orthopädische Fachkliniken der Hessing Stiftung Augsburg11789 %sehr gut
Charité - Universitätsmedizin Berlin9886 %befriedigend
Klinik Hallerwiese - Cnopfsche Kinderklinik Nürnberg8583 %gut
Helios Klinikum Emil von Behring Berlin6483 %gut
Schön Klinik München Harlaching5790 %sehr gut
Schön Klinik Vogtareuth5587 %sehr gut
RKH Orthopädische Klinik Markgröningen5389 %gut
Asklepios Klinikum Bad Abbach5287 %sehr gut
Universitätsklinikum Heidelberg4786 %befriedigend
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen Universität Dresden4589 %befriedigend
Universitätsklinikum Leipzig4486 %gut
Klinikum Stuttgart - Olgahospital4286 %gut
Waldkliniken Eisenberg4194 %sehr gut
Asklepios Orthopädische Fachklinik Hohwald3891 %sehr gut
Cellitinnen-Krankenhaus St. Franziskus Köln3193 %sehr gut
Sana Klinik München2290 %sehr gut
Helios Klinik Lengerich2183 %sehr gut
Universitätsklinikum Freiburg2087 %gut
Kreisklinik Wörth an der Donau1990 %befriedigend
Zentralklinik Bad Berka1986 %gut
Sana Klinik Pegnitz1884 %gut
Marienkrankenhaus Soest1483 %befriedigend
STENUM Ortho Ganderkesee1494 %sehr gut
St. Elisabethen-Krankenhaus Frankfurt am Main1483 %befriedigend
DIAKOVERE Annastift Hannover1386 %gut
Klinik Lilienthal1385 %gut
Schön Klinik Düsseldorf1293 %gut
Universitätsmedizin Rostock1087 %sehr gut
MKK Auguste Viktoria Klinik Bad Oeynhausen983 %befriedigend
Diakonie-Klinikum Stuttgart888 %gut
Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg888 %gut
Helios Klinikum HIldesheim783 %befriedigend
Klinikumn Passau787 %befriedigend
RKU - Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm787 %gut
Sportklinik Hellersen Lüdenscheid793 %sehr gut
Städtisches Klinikum Karlsruhe783 %gut
Universitätsklinikum Tübingen787 %sehr gut
Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Mittelhessen Gießen689 %sehr gut
Klinikum St. Marien Amberg688 %befriedigend
Orthopädische Klinik Volmarstein683 %gut
Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt a. d. Saale686 %gut

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So wurde die Klinikliste erstellt:

  • Überdurchschnittlich viele Patienten!
    In den dargestellten Kliniken hat das Klinikpersonal eine große Erfahrung mit Skoliose (ICD M41), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen diese Erkrankung überdurchschnittlich häufig behandelt wird. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Hohe Zufriedenheit!
    Überdurchschnittlich viele Patientinnen waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patientinnen nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 900.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de
  • Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
    Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
    Quelle: Bundesklinikatlas

Fakten zu Skoliose

Eine Skoliose zeigt sich vor allem durch sichtbare Veränderungen des Rückens, der Schulter, Brust und Hüfte, welche unsymmetrisch oder schief stehen können. Nur selten löst sie Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Verspannungen aus.
Die Ursachen für eine Skoliose im Jugendalter sind weitgehend ungeklärt. Der einzige bekannte Risikofaktor ist die familiäre Veranlagung. Bei circa 10% der Jugendlichen mit Skoliose waren auch die Mutter oder der Vater von der Erkrankung betroffen.

Um eine Skoliose zu diagnostizieren, werden zunächst andere Ursachen für die Verkrümmung ausgeschlossen. Im Anschluss wird die Körperhaltung und Anatomie untersucht. Um die Ausprägung der Skoliose bewerten zu können, wird ein Röntgenbild der Wirbelsäule im Stehen angefertigt. Außerdem wird das Wachstumsstadium des Patienten sowie die Skelettreife bestimmt.

Je nach Entwicklung der Wirbelsäulenkrümmung kommen unterschiedliche Behandlungsmethoden in Frage. Bei einer leicht ausgeprägten Skoliose können regelmäßige Kontrolluntersuchungen mithilfe von Röntgenbildern ausreichen. Diese liegt entweder vor, wenn der Grad der Verkrümmung („Cobb-Winkel“) zwischen 10 und 20 liegt, oder wenn dieser zwischen 20 und 30 liegt und das Knochenwachstum bald abgeschlossen ist. Bei den Kontrolluntersuchungen wird mithilfe eines Vorbeugetests die Zunahme der Krümmung gemessen und darüber entschieden, ob eine weitere Behandlung nötig ist.

Bei einer stärkeren Verkrümmung der Wirbelsäule (Cobb-Winkel zwischen 20 und 30 Grad bei Vergrößerung der Verkrümmung zwischen zwei Untersuchungen um mehr als 5 Grad oder Cobb-Winkel zwischen 30 und 45 Grad) wird eine Behandlung mit einem orthopädischen Korsett empfohlen. Dieses besteht aus Kunststoff und kann das Fortschreiten der Krümmung aufhalten, indem es an bestimmten Stellen Druck auf die Wirbelsäule ausübt.

Eine andere Behandlungsmöglichkeit ist die Physiotherapie, bei der speziell für Skoliose entwickelte Haltungs- und Streckübungen, Übungen für bestimmte Muskelgruppen sowie spezielle Atemübungen angewandt werden.

Bei einer sehr stark ausgeprägten Skoliose (Cobb-Winkel über 50 Grad) kann eine Operation infrage kommen. Die Wirbelsäule wird dabei begradigt, indem mehrere Wirbelkörper entlang der Krümmung miteinander verbunden werden.

Für Skoliose gibt es seit mehreren Jahren konstante Patientenzahlen, die bei etwa 5.000 klinischen Behandlungsfällen pro Jahr liegen. Dabei sind ca. 75% der Patienten weiblich. Meist tritt die Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 19 Jahren auf, seltener im höheren Alter zwischen 70 und 84 Jahren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einer Klinik für die Behandlung einer Skoliose liegt bei circa acht Tagen.