
Welche Kliniken bieten eine hohe Qualität für die Therapie von Gebärmutterkrebs an? Hier sind einige hervorragende Häuser gelistet.
Gebärmutterkrebs, auch Endometriumkarzinom genannt, ist nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Der Tumor hat seinen Ursprung meist in der Gebärmutterschleimhaut. Zu den Risikofaktoren zählen Übergewicht und Alter sowie die Einnahme ausschließlich östrogenhaltiger Hormonpräparate während und nach den Wechseljahren.
Als Behandlung kommt fast immer die Operation in Frage. Falls notwendig, wird sie durch Chemo- oder Strahlentherapie ergänzt. Alle unten genannten Kliniken bieten diese Behandlungsmöglichkeiten mit hoher Qualität an. Die Ärzte haben aufgrund überdurchschnittlicher Behandlungszahlen große Erfahrung bei der Behandlung von Gebärmutterkrebs.
Angegeben ist, wie viele Patientinnen in der jeweiligen Klinik im Jahr 2024 wegen Gebärmutterkrebs behandelt wurden, ob die Klinik von der Deutschen Krebsgesellschaft als Gynäkologisches Krebszentrum zertifiziert wurde und wie viel Prozent der Patienten und Patientinnen das Krankenhaus für eine Behandlung weiterempfehlen würden. Genauere Infos zu den Datenquellen finden Sie unter der Tabelle.
Exzellente Kliniken für Gebärmutterkrebs
| Klinik | Behandlungsfälle | Patientenbewertung | Zertifikat |
|---|---|---|---|
| Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen Universität Dresden | 262 | 89 % | Ja |
| Charité - Universitätsmedizin Berlin | 221 | 86 % | Ja |
| Unviersitätsklinikum Erlangen | 210 | 87 % | Ja |
| Universitätsklinikum Heidelberg | 166 | 86 % | Ja |
| Universitätsklinikum Tübingen | 143 | 87 % | Ja |
| Universitätsklinikum Würzburg | 123 | 87 % | Ja |
| Universitätsklinikum Leipzig | 121 | 87 % | Ja |
| Klinikum Kassel | 120 | 83 % | Ja |
| Marien Hospital Herne - Klinikum der Ruhr-Universität Bochum | 119 | 83 % | Ja |
| Pius-Hospital Oldenburg - Universitätsmedizin Oldenburg | 119 | 91 % | Ja |
| Klinikum Darmstadt | 109 | 85 % | Ja |
| Universitätsklinikum Freiburg | 109 | 87 % | Ja |
| Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Marburg | 108 | 84 % | Ja |
| Klinikum Südtadt Rostock | 94 | 88 % | Ja |
| Klinikum Bamberg - Betriebsstätte am Bruderwald | 83 | 83 % | Ja |
| Klinikum Passau | 83 | 87 % | Ja |
| Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg | 80 | 83 % | Ja |
| DRK Kliniken Berlin Köpenick | 78 | 84 % | Ja |
| Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt | 78 | 83 % | Ja |
| Medizinische Hochschule Hannover | 77 | 84 % | Ja |
| Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier - Standort Mitte/Nord | 76 | 83 % | Ja |
| TUM Klinikum Rechts der Isar München | 73 | 84 % | Ja |
| Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz | 73 | 83 % | Ja |
| Städtisches Klinikum Karlsruhe | 72 | 83 % | Ja |
| Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg | 70 | 86 % | Ja |
| St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn | 70 | 83 % | Ja |
| Städtisches Klinikum Lüneburg | 69 | 86 % | Ja |
| St. Elisabethen-Klinikum Ravensburg | 68 | 84 % | Ja |
| Universitätsklinikum Ulm | 67 | 87 % | Ja |
| Sana Kliniken Leipziger Land - Klinikum Borna | 66 | 88 % | Ja |
| Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen | 66 | 84 % | Ja |
| Rotkreuzklinikum München | 65 | 86 % | Ja |
| Klinikum Fürth | 64 | 84 % | Ja |
| Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl - Standort Offenburg | 64 | 84 % | Ja |
Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt
So wurde die Klinikliste erstellt
- Viele Patientinnen!
In den dargestellten Kliniken haben Ärztinnen und Ärzte eine große Erfahrung mit Gebärmutterkrebs (ICD C54), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patientinnen mit Gebärmutterkrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Kliniken dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patientinnen und Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Informationen zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem TK-Klinikführer entnommen.
Quelle: TK-Klinikführer - Hohe Zufriedenheit!
Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de - Zertifizierungen!
Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Gebärmutterkrebs spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft als Gynäkologisches Krebszentrum zertifiziert.
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.
Fakten zu Gebärmutterkrebs
Die Symptome, die auf Gebärmutterkrebs hindeuten können, sind unterschiedlich. Dazu zählen übelriechender Ausfluss, Schmerzen im Unterleib, ungewollter Gewichtsverlust und ungewöhnliche Blutungen. Damit sind insbesondere bei jüngeren Frauen vor den Wechseljahren Zwischen- oder Schmierblutungen gemeint. Diese sollten unbedingt ernst genommen und auf die Ursache hin untersucht werden.
Die Ursachen, die zur Entstehung von bösartigen Neubildungen in der Gebärmutter führen, sind nicht eindeutig geklärt. Es gibt aber bekannte Risikofaktoren, die eine Entstehung der Krankheit begünstigen. Rauchen, Übergewicht, Diabetes, Bewegungsmangel, eine frühe erste Regelblutung, Kinderlosigkeit oder eine späte Menopause zählen dazu.
Bei Gebärmutterkrebs gibt es kein Vorsorgeprogramm. Deshalb sollten die Ursachen der Symptome und Beschwerden schnell abgeklärt werden. Zur Erkennung von Gebärmutterkrebs führen Ärztinnen und Ärzte eine sogenannte transvaginale Ultraschalluntersuchung durch. Dabei werden Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter und umliegendes Gewebe betrachtet. Außerdem kann die Dicke der Gebärmutterschleimhaut gemessen werden.
Wenn diese ungewöhnlich dick ist, kommen genauere Untersuchungsinstrumente zum Einsatz, wie die Gebärmutterspiegelung, auch „Hysteroskopie“ genannt. Über die Scheide wird eine winzige Kamera in die Gebärmutter eingeführt. Die Mediziner können so die Gebärmutter von Innen betrachtet. Zudem können Gewebeproben aus verdächtig erscheinenden Arealen entnommen werden. Diese Proben werden anschließend im Labor mikroskopisch untersucht. Liegt der Laborbericht vor, können Ärztinnen und Ärzte eine eindeutige Diagnose stellen.
Zur Behandlung von Gebärmutterkrebs stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Am wichtigsten ist dabei die Operation. Denn nur bei einem offenen Eingriff können Chirurgen endgültig feststellen, wie weit sich der Krebs schon ausgebreitet hat. Im frühen Stadium ist die Operation alleine ausreichend. Zur vollständigen Entfernung des Krebsgewebes entnehmen die Chirurgen meist die Gebärmutter zusammen mit Eierstöcken und Eileitern. Hat der Krebs im fortgeschrittenen Stadium auf die benachbarten Organe wie Teile des Enddarms oder die Harnblase gestreut, müssen auch diese entfernt werden. In solchen Fällen erhalten betroffene Frauen noch eine Chemo- oder Strahlentherapie.
Die Anzahl der Frauen, die mit der Hauptdiagnose Gebärmutterkrebs in Krankenhäusern behandelt werden, liegt zwischen 19.000 und 21.000 Personen pro Jahr. Zuletzt lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2024 bei 20.604 Personen. Es sind besonders Frauen im Alter zwischen 55 und 84 Jahren betroffen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt sieben Tage.
































