Krankenhaus für eine Reflux-OP
Israelitisches Krankenhaus Hamburg, ©Israelitisches-krankenhaus/CC0

Welche deutschen Kliniken eignen sich am besten für die Behandlung der gastoösophagealen Refluxkrankheit? Im folgenden sind 32 Häuser mit einer hervorragender Behandlungsqualität dargestellt.

Die gastroösophageale Refluxkrankheit ist der krankhaft gesteigerte Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre, was zu Sodbrennen und Schmerzen hinter dem Brustbein führt. Die Ursache dafür ist meist die Erschlaffung des unteren Speiseröhren-Schließmuskels, wodurch die Speiseröhre nicht mehr genügend abgedichtet wird. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem die Ernährung, Stress und Alkoholkonsum. Die Refluxkrankheit kann medikamentös oder durch eine Operation behandelt werden.

Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Wahl des Krankenhauses von großer Bedeutung, denn nicht alle Häuser in Deutschland sind auf die Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit spezialisiert. Neben einer guten Hygiene und hoher Behandlungsqualität verfügen alle unten genannten Kliniken über Ärzte, die große Erfahrung mit der gastroösophagealen Refluxkrankheit haben.

32 exzellente Kliniken für die Gastroösophageale Refluxkrankheit

KrankenhausStadtBehandlungsfälle 
Klinikum KonstanzKonstanz358
Israelitisches Krankenhaus HamburgHamburg267
BG Klinikum Bergmannstrost HalleHalle (Saale)222
Benedictus Krankenhaus TutzingTutzing210
Klinik für MICBerlin198
Elisabeth-Krankenhaus EssenEssen197
Klinikum Vest - Knappschaftskrankenhaus RecklinghausenRecklinghausen188
Evangelisches Krankenhaus WeselWesel181
Mathilden HospitalHerford180
Klinikum Nürnberg NordNürnberg175
Kreiskrankenhaus WaldbrölWaldbröl170
Krankenhaus NordwestFrankfurt am Main168
St.-Clemens-Hospital GeldernGeldern165
Kaiserin-Auguste-Victoria KrankenhausEhringshausen152
St. Franziskus-HospitalKöln152
Knappschaftskrankenhaus BottropBottrop151
Sana Klinikum RemscheidRemscheid150
Nardini Klinikum St. Elisabeth ZweibrückenZweibrücken148
Diakonissenkrankenhaus MannheimMannheim145
Marien Hospital WittenWitten145
Sana Klinikum LichtenbergBerlin145
Klinikum LeerLeer144
Sana Klinikum OffenbachOffenbach143
Charité - Universitätsmedizin BerlinBerlin140
Evangelisches Krankenhaus HammHamm138
Universitätsklinikum AugsburgAugsburg138
Hermann-Josef-KrankenhausErkelenz136
Klinikum FriedrichshafenFriedrichshafen136
Krankenhaus SachsenhausenFrankfurt am Main124
Marienkrankenhaus KasselKassel118
Herz-Jesu-Krankenhaus HiltrupMünster104
Herz-Jesu-KrankenhausFulda103

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit der Gastroösophagealen Refluxkrankheit (ICD K21), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen dieser Eingriff überdurchschnittlich häufig vorgenommen wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine überdurchschnittlich hohe Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK und der BARMER in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt. Hier handelt es sich um die größte Patientenbefragung Europas.
  • Gute Hygiene! Viele Patienten erleiden während es Krankenhausaufenthalts eine Infektion, deshalb ist eine gute Krankenhaushygiene wichtig. In allen gelisteten Kliniken wird ein mindestens durchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt.

Fakten zur Behandlung von Refluxkrankheiten

Die Refluxkrankheit verursacht Sodbrennen, das sich in der Liege- oder Bückhaltung verschlimmert. Betroffene beschreiben häufig auch einen Druckschmerz hinter dem Brustbein. Auch ein Trockenheitsgefühl im Rachen und Schluckbeschwerden durch die Reizung der Schleimhäute sowie Mundgeruch zählen zu den Beschwerden.

Man unterscheidet zwischen einer primären und einer sekundären Refluxkrankheit. Bei der primären Refluxkrankheit lässt sich die Ursache meistens nicht ermitteln. Übergewicht und eine säurehaltige oder fettige Ernährungsweise können diese Form begünstigen.

Der sekundäre, gastroösophagealer Reflux entsteht nach anatomischen Veränderungen. Zum Beispiel kann bei schwangeren Frauen die Druckzunahme im Bauchraum zu einer Refluxkrankheit führen. Auch Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt, die den anatomischen Aufbau der Speiseröhre verändern, können eine sekundäre Refluxkrankheit hervorrufen.

Haben Ärzte eine Refluxkrankheit im Verdacht, ordnen sie eine Magenspiegelung oder einer Langzeit-pH-Messung über 24 Stunden an. So stellen Sie fest, ob das Sodbrennen und das saure Aufstoßen einen zu hohen Wert haben. Die Untersuchungsergebnisse sind für die weitere Therapie wichtig, denn ein permanentes saures Milieu kann in der Speiseröhre zu bösartigen Veränderungen führen.

Als Therapiemethode empfehlen Ärzte zunächst nicht operative Methoden: eine Ernährungsumstellung, eine Gewichtsabnahme oder Medikamente gegen die übermäßige Säureproduktion sind die ersten Maßnahmen. Wenn diese nicht weiterhelfen, kommt eine Operation in Frage.

Die Zahl der Diagnose mit der Gastroösophagealen Refluxkrankheit (ICD-10-Code K21) ist in den letzten Jahren recht konsequent gestiegen. Im Jahr 2020 wurden 41.930 Patienten mit dieser Hauptdiagnose in deutschen Krankenhäusern behandelt. Die Erkrankung tritt vor allem im Alter von 50 bis 64 und von 75 bis 84 Jahren auf. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einem Krankenhaus liegt bei etwa drei Tagen.