Israelitisches Krankenhaus Hamburg
Israelitisches Krankenhaus Hamburg, ©Israelitisches-krankenhaus/CC0

Welche deutschen Kliniken eignen sich am besten für die Behandlung der gastoösophagealen Refluxkrankheit? Im folgenden sind 50 Häuser mit einer hervorragender Behandlungsqualität dargestellt.

Die gastroösophageale Refluxkrankheit ist der krankhaft gesteigerte Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre, was zu Sodbrennen und Schmerzen hinter dem Brustbein führt. Die Ursache dafür ist meist die Erschlaffung des unteren Speiseröhren-Schließmuskels, wodurch die Speiseröhre nicht mehr genügend abgedichtet wird. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem Ernährung, Stress und Alkoholkonsum. Die Refluxkrankheit kann medikamentös oder durch eine Operation behandelt werden.

Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Wahl des Krankenhauses von großer Bedeutung, denn nicht alle Häuser in Deutschland sind auf die Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit spezialisiert. In allen nachfolgend aufgeführten Kliniken werden Patienten mit Refluxkrankheit überdurchschnittlich häufig behandelt. Zudem ist der Personalschlüssel gut und die Patienten sind mit der Behandlung überdurchschnittlich zufrieden. Eine ausführliche Erläuterung zur Auswahl der Kliniken finden Sie unter der Liste.

Exzellente Kliniken für die Gastroösophageale Refluxkrankheit

KrankenhausBehandlungsfällePflegekraft-Patienten-VerhältnisPatientenzufriedenheit
Israelitisches Krankenhaus in Hamburg301gut83 %
Evangelisches Krankenhaus Wesel233befriedigend83 %
Universitätsklinikum Würzburg232gut87 %
Mathilden Hospital Herford181befriedigend83 %
Knappschaft Kliniken Bottrop171befriedigend83 %
Klinik Neustadt an der Aisch167befriedigend86 %
Cellitinnen-Krankenhaus St. Franziskus Köln149sehr gut93 %
St.-Clemens-Hospital Geldern141befriedigend83 %
Charité - Universitätsmedizin Berlin135befriedigend86 %
Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt112befriedigend83 %
St. Elisabethen-Krankenhaus Frankfurt am Main110befriedigend83 %
Klinikum Konstanz100befriedigend88 %
St. Vinzenz Hospital Dinslaken99befriedigend83 %
Sana Klinikum Berlin Lichtenberg98befriedigend87 %
Kaiserin-Auguste-Victoria Krankenhaus Ehringshausen97sehr gut92 %
Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg96befriedigend86 %
Städtisches Klinikum Karlsruhe94gut83 %
InnKlinikum Altötting und Mühldorf - Standort Mühldorf92gut84 %
Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg92gut88 %
Dill-Kliniken Dillenburg88befriedigend84 %
Klinikum Memmingen86gut85 %
Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier - Standort Mitte/Nord85befriedigend83 %
Heidekreis-Klinikum - Krankenhaus Walsrode84gut84 %
Evangelisches Krankenhaus Lippstadt83gut83 %
St.-Johannes-Hospital Dortmund83befriedigend83 %
RoMed Klinikum Rosenheim81befriedigend84 %
Klinikum Stuttgart - Krankenhaus Bad Cannstatt79befriedigend84 %
Helios Klinik Zerbst/Anhalt78gut83 %
Augusta-Krankenhaus Düsseldorf77befriedigend93 %
Cellitinnen-Krankenhaus St. Antonius Köln76gut87 %
Städtische Kliniken Mönchengladbach76befriedigend83 %
Klinikum Landkreis Tuttlingen74gut88 %
Klinikum Osnabrück74befriedigend84 %
Klinikum Passau74befriedigend87 %
St.-Antonius-Hospital Eschweiler72befriedigend93 %
Klinikum Oldenburg69gut84 %
Städtisches Klinikum Lüneburg68befriedigend86 %
Universitätsklinikum Leipzig67gut87 %
Klinikum Fürth66befriedigend84 %
Elblandklinium Meißen65befriedigend85 %
Krankenhaus Neuwerk "Maria von den Aposteln" Mönchengladbach65befriedigend87 %
Klinikum Stuttgart - Olgahospital/Frauenklinik63gut86 %
HELIOS Klinikum Meiningen62sehr gut85 %
Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda62gut88 %
Klinikum Bamberg - Betriebsstätte am Bruderwald59gut83 %
Klinikum St. Marien Amberg59befriedigend88 %
SRH Zentralklinikum Suhl59befriedigend85 %
Sana Kliniken Düsseldorf - Standort Gerresheim59befriedigend87 %
Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden58sehr gut84 %
Klinikum Bielefeld - Standort Halle (Westfalen)58befriedigend87 %

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten!
    In den dargestellten Kliniken hat das Klinikpersonal eine große Erfahrung mit der gastroösophagealen Refluxkrankheit (ICD K21). Es wurden jene 50 Häuser gelistet, in denen im Jahr 2024 mindestens durchschnittlich viele Patienten betreut wurden und die außerdem die untenstehenden weiteren zwei Qualitätsmerkmale erfüllen. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
    Quelle: TK-Klinikführer
  • Hohe Zufriedenheit!
    Mindestens 83 Prozent der Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden. Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
    Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de
  •  
  • Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
    Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
    Quelle: Bundesklinikatlas

Fakten zur Behandlung von Refluxkrankheiten

Die Refluxkrankheit verursacht Sodbrennen, das sich in der Liege- oder Bückhaltung verschlimmert. Betroffene beschreiben häufig auch einen Druckschmerz hinter dem Brustbein. Auch ein Trockenheitsgefühl im Rachen und Schluckbeschwerden durch die Reizung der Schleimhäute sowie Mundgeruch zählen zu den Beschwerden.

Man unterscheidet zwischen einer primären und einer sekundären Refluxkrankheit. Bei der primären Refluxkrankheit lässt sich die Ursache meistens nicht ermitteln. Übergewicht und eine säurehaltige oder fettige Ernährungsweise können diese Form begünstigen.

Der sekundäre, gastroösophagealer Reflux entsteht nach anatomischen Veränderungen. Zum Beispiel kann bei schwangeren Frauen die Druckzunahme im Bauchraum zu einer Refluxkrankheit führen. Auch Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt, die den anatomischen Aufbau der Speiseröhre verändern, können eine sekundäre Refluxkrankheit hervorrufen.

Haben Ärzte eine Refluxkrankheit im Verdacht, ordnen sie eine Magenspiegelung oder eine Langzeit-pH-Messung über 24 Stunden an. So stellen Sie fest, ob das Sodbrennen und das saure Aufstoßen einen zu hohen Wert haben. Die Untersuchungsergebnisse sind für die weitere Therapie wichtig, denn ein permanentes saures Milieu kann in der Speiseröhre zu bösartigen Veränderungen führen.

Als Therapiemethode empfehlen Ärztinnen und Ärzte zunächst nicht operative Methoden: eine Ernährungsumstellung, eine Gewichtsabnahme oder Medikamente gegen die übermäßige Säureproduktion sind die ersten Maßnahmen. Wenn diese nicht weiterhelfen, kommt eine Operation in Frage.

Die Zahl der Diagnose mit der Gastroösophagealen Refluxkrankheit (ICD-10-Code K21) ist in den letzten Jahren gesunken. Waren es im Jahr 2019 noch etwa 49.000 Patienten, wurden im Jahr 2024 nur noch rund 40.600 Patienten mit dieser Hauptdiagnose in deutschen Krankenhäusern behandelt. Die Erkrankung tritt bei Erwachsenen jeden Alters auf, am häufigsten werden Menschen im Alter von 80 bis 84 Jahren im Krankenhaus behandelt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einem Krankenhaus beträgt rund drei Tage.