
Welche Kliniken in Deutschland eignen sich für die Behandlung von Hodenkrebs? Hier sind einige Häuser gelistet, die eine hervorragende Behandlungsqualität aufweisen.
Hodenkrebs ist eine seltenere Krebserkrankung, aber die häufigste Art von Krebs bei jungen Männern. Es handelt sich dabei um einen bösartigen Tumor, der im Hoden entsteht. Er lässt sich auch im fortgeschrittenen Stadium gut behandeln. Wichtig für die Behandlung ist das passende Klinikum zu finden.
Alle unten gelisteten Häuser sind auf die Behandlung von Hodenkrebs spezialisiert. In ihnen werden nicht nur überdurchschnittlich viele Patienten mit Hodenkrebs behandelt. Alle Einrichtungen sind auch als Hodenkrebszentrum zertifiziert und beschäftigen ausreichend Pflegekräfte.
Top-Kliniken für Hodenkrebs
| Klinik | Behandlungsfälle | Zertifikat | Pflegekraft-Patienten-Verhältnis |
|---|---|---|---|
| Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen Universität Dresden | 232 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Düsseldorf | 186 | Ja | befriedigend |
| Charité - Universitätsmedizin Berlin | 178 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Köln | 175 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf | 129 | Ja | gut |
| Klinikum Nürnberg Nord | 117 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Tübingen | 116 | Ja | sehr gut |
| Universitätsklinikum Leipzig | 110 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Münster | 108 | Ja | sehr gut |
| Universitätsklinikum Freiburg | 106 | Ja | gut |
| Städtisches Klinikum Karlsruhe | 97 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Essen | 97 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Augsburg | 94 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Bonn | 92 | Ja | befriedigend |
| Klinikum Bremen-Mitte | 85 | Ja | befriedigend |
| Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz | 81 | Ja | gut |
| Klinikum Darmstadt | 75 | Ja | befriedigend |
| Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital | 73 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel | 72 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Erlangen | 72 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Würzburg | 71 | Ja | gut |
| Medizinische Hochschule Hannover | 68 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Gießen | 68 | Ja | befriedigend |
| Kliniken Sindelfingen | 67 | Ja | befriedigend |
| Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg | 66 | Ja | gut |
| Uniklinik RWTH Aachen | 66 | Ja | befriedigend |
| Diakonie-Klinikum Stuttgart | 63 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Halle (Saale) | 58 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Ulm | 57 | Ja | befriedigend |
| Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt | 55 | Ja | befriedigend |
| Augusta-Kranken-Anstalt Bochum | 53 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum des Saarlandes Homburg | 52 | Ja | gut |
| Klinikum Oldenburg | 51 | Ja | gut |
| Agaplesion Markus Krankenhaus Frankfurt am Main | 49 | Ja | gut |
| Klinikum Fulda - Hauptstandort | 48 | Ja | gut |
| Universitätsmedizin Rostock | 43 | Ja | sehr gut |
| Universitätsklinikum Magdeburg - Standort Leipziger Straße | 42 | Ja | befriedigend |
| Donauisar Klinikum Deggendorf | 41 | Ja | befriedigend |
| Klinikum Chemnitz | 41 | Ja | befriedigend |
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So wurde die Klinikliste erstellt
- Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Hodenkrebs (ICD C62), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patienten mit Hodenkrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Kliniken dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Informationen zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem TK-Klinikführer entnommen.
Quelle: TK-Klinikführer - Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Hodenkrebs spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Tumorbehandlung zur Verfügung steht. Alle gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft als Hodenkrebszentrum zertifiziert.
- Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Stürze und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen – zumindest krankenhausweit – also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
Quelle: Bundesklinikatlas
Fakten zu Hodenkrebs
Die Ursachen von Hodenkrebs sind noch nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch einige Risikofaktoren, die eine Erkrankung begünstigen. Ein gesicherter Risikofaktor ist beispielsweise der Hodenhochstand. Auch eine familiäre Disposition kann vorliegen. Wenn der Vater oder Bruder bereits an Hodenkrebs erkrankt waren, ist das eigene Risiko deutlich erhöht. Zudem steigt das Risiko für den gesunden Hoden, wenn der andere Hoden bereits an Hodenkrebs oder einer Vorstufe erkrankt war. Der Lebensstil oder Umweltfaktoren spielen als Ursache nach derzeitigen Erkentnissen keine Rolle.
Die Symptome von Hodenkrebs sind vielfältig. Am häufigsten treten schmerzlose Schwellungen oder harte Knoten innerhalb des Hodens oder an seiner Oberfläche auf, die der Patient selbst ertasten kann. Auch ein Ziehen im Hoden oder im Leistenbereich, ein Schweregefühl oder Schmerzen im Hoden können auf eine Krebserkrankung hindeuten. Eine vergrößerte Brustdrüse oder Schmerzen in der Brust können weitere Anzeichen sein. Bei diesen Veränderungen oder Schmerzen sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.
Eine Fachärztin oder ein Facharzt stellt die Diagnose, indem sie oder er den Hoden abtastet und eine Ultraschalluntersuchung durchführt. Auch eine Blutabnahme kann dabei helfen, da bei manchen Männern sogenannte Tumormarker im Blut nachgewiesen werden können. Um sicherzugehen, dass es sich um ein Hodenkarzinom handelt, muss das Gewebe während einer Operation untersucht werden. Durch einen Schnitt in der Leiste wird der Hoden freigelegt und betrachtet. In unklaren Fällen wird eine Gewebeprobe entnommen, um herauszufinden, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt. Ein gutartiger Tumor kann einfach aus dem Hodengewebe entfernt werden, während bei einem bösartigen Geschwülst der erkrankte Hoden, der Nebenhoden sowie der Samenstrang entfernt werden muss.
Ziel der Behandlung ist die dauerhafte Heilung oder die Kontrolle des Tumors. Wird der Tumor nicht behandelt, bildet er Metastasen und führt früher oder später zum Tod. Die Behandlungsform hängt vom Stadium des Tumors ab. Die Therapie reicht dabei vom kontrollierten Abwarten über den Einsatz einer Chemo- oder Strahlentherapie bis zur operativen Entfernung des Hodens und/oder der Lymphknotenstationen im hinteren Bauchraum. Es besteht die Möglichkeit, den entfernten Hoden durch ein Implantat zu ersetzen. Dabei handelt es sich um eine Silikonprothese, die dem ursprünglichen Hoden in Größe und Form, jedoch nicht in der Konsistenz entspricht.
Da Hodenkrebs in der Regel nur einen Hoden betrifft, ist die Testosteronproduktion durch den anderen Hoden gesichert. Die Sexualität und Zeugungsfähigkeit sind also nicht beeinträchtigt. Es kann allerdings sein, dass bereits zum Zeitpunkt der Erkrankung weniger Spermien erzeugt werden. Dies kann sich im Laufe der Zeit auch auf die Testosteronproduktion auswirken. Um wieder normale Testosteron-Werte zu erreichen, kann das Hormon in Form von Gelpräparaten, Pflastern, Tabletten oder Depotspritzen verabreicht werden.
In den letzten Jahren wurden jährlich ca. 10.000 Patienten mit Hodenkrebs in Kliniken behandelt. Die Erkrankung trat dabei meist im Alter von 25 bis 45 Jahren auf. Im Durchschnitt verbrachte ein Patient fünf Tage in einer Klinik.
































