
Welche Kliniken in Deutschland sind auf die Behandlung von Darmerkrankungen spezialisiert? In diesem Artikel sind einige hervorragende Häuser mit hoher Behandlungsqualität aufgeführt.
Darmerkrankungen können akut oder chronisch verlaufen. Zu den akuten, durch Viren, Bakterien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten verursachten Erkrankungen treten vorübergehende Symptome wie Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall auf. Zu den chronischen Darmerkrankungen zählen unter anderem das Reizdarmsyndrom oder chronisch-entzündliche Krankheiten wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa. Auch hier treten meist Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Gewichtsverlust auf.
Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Wahl des Krankenhauses von großer Bedeutung, denn nicht alle Häuser in Deutschland sind auf die Behandlung von Darmerkrankungen spezialisiert. Neben einer hohen Patientenzufriedenheit und einer guten Personalsituation verfügen alle unten genannten Kliniken über ärztliches Personal, das große Erfahrung mit der Behandlung von Darmerkrankungen hat.
Top Kliniken für Darmerkrankungen
| Krankenhaus | Behandlungsfälle | Patientenzufriedenheit | Pflegekraft-Patienten-Verhältnis |
|---|---|---|---|
| Ev. Diakoniekrankenhaus Freiburg | 391 | 92 % | gut |
| St. Vincentius Kliniken Karlsruhe | 359 | 87 % | befriedigend |
| Israelitisches Krankenhaus in Hamburg | 344 | 83 % | gut |
| Evangelisches Krankenhaus Wesel | 299 | 83 % | befriedigend |
| Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen | 282 | 83 % | gut |
| Marienhaus Klinikum Mainz | 268 | 85 % | gut |
| Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier - Standort Mitte/Nord | 266 | 83 % | befriedigend |
| Augusta-Kranken-Anstalt Bochum | 259 | 87 % | befriedigend |
| Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer | 256 | 87 % | gut |
| Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt | 251 | 83 % | befriedigend |
| Klinikum Neumarkt i. d. OPf. | 247 | 85 % | gut |
| Klinikum St. Elisabeth Straubing | 244 | 86 % | gut |
| Städtisches Klinikum Karlsruhe | 241 | 84 % | gut |
| Klinikum Passau | 236 | 87 % | befriedigend |
| Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift | 233 | 87 % | befriedigend |
| Städtisches Klinikum Lüneburg | 232 | 86 % | befriedigend |
| Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg | 229 | 88 % | gut |
| Vinzenzkrankenhaus Hannover | 228 | 83 % | befriedigend |
| Klinikum Fürth | 227 | 84 % | befriedigend |
| Charité - Universitätsmedizin Berlin | 222 | 85 % | befriedigend |
| Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg | 219 | 86 % | befriedigend |
| Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda | 218 | 88 % | gut |
| Klinikum Osnabrück | 213 | 83 % | befriedigend |
| Kreiskliniken Herford-Bünde - Standort Lukas-Krankenhaus Bünde | 210 | 90 % | befriedigend |
| GRN-Klinik Schwetzingen | 209 | 86 % | befriedigend |
| Klinikum Darmstadt | 209 | 85 % | befriedigend |
| Klinikum Würzburg Mitte | 208 | 88 % | sehr gut |
| Klinikum Kaufbeuren | 207 | 84 % | gut |
| Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem Cottbus | 206 | 83 % | befriedigend |
| Städtische Kliniken Mönchengladbach | 202 | 83 % | befriedigend |
| Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg Obernkirchen | 200 | 83 % | befriedigend |
| Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg | 200 | 88 % | gut |
| Krankenhaus Buchholz in der Nordheide | 200 | 85 % | gut |
| Marienkrankenhaus Schwerte | 200 | 83 % | sehr gut |
| Klinik Neustadt an der Aisch | 199 | 86 % | befriedigend |
| SRH Zentralklinikum Suhl | 199 | 85 % | befriedigend |
| St. Marien-Krankenhaus Ahaus | 199 | 83 % | befriedigend |
| Caritas-Klinik Maria Heimsuchung Berlin-Pankow | 198 | 89 % | sehr gut |
| RoMed Klinikum Rosenheim | 198 | 84 % | befriedigend |
| Klinikum Chemnitz | 197 | 83 % | befriedigend |
| Ostalb-Klinikum Aalen | 196 | 86 % | gut |
| Johanna-Etienne-Krankenhaus Neuss | 193 | 83 % | befriedigend |
| Universitätsklinikum Würzburg | 193 | 87 % | gut |
| Thüringen-Kliniken "Georgius Agricola" Saalfeld/Saale | 192 | 87 % | sehr gut |
| Vivantes Humboldt-Klinikum Berlin | 190 | 83 % | befriedigend |
| Sana Klinikum Berlin Lichtenberg | 188 | 87 % | befriedigend |
| Helios Klinikum Meiningen | 187 | 85 % | sehr gut |
| Martin Luther Krankenhaus Berlin | 187 | 86 % | gut |
| Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz | 187 | 86 % | gut |
| Rhein-Maas Klinikum Würselen | 186 | 83 % | gut |
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So wurde die Klinikliste erstellt
- Viele Patienten!
In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit der häufigsten Darmerkrankung, der Divertikulose (ICD K57). Es wurden jene 50 Häuser gelistet, in denen diese Erkrankung im Jahr 2024 durchschnittlich oder überdurchschnittlich häufig behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
Quelle: TK-Klinikführer
- Hohe Zufriedenheit!
Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patientinnen und Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de - Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
Quelle: Bundesklinikatlas
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.
Fakten zu Darmerkrankungen
Zu den am häufigsten verbreiteten Krankheitsbildern im Darmtrakt zählt Morbus Crohn. Hierbei handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung des betroffenen Darmabschnitts. Die Symptome treten schubweise auf. Betroffene klagen dann über krampfartige Schmerzen, Durchfall, Müdigkeit und Erschöpfung. Oftmals treten auch entzündliche Veränderungen der Haut und Schmerzen in den Gelenken durch die Begleiterkrankung Osteoporose auf.
Die Ursachen von Morbus Crohn sind noch nicht geklärt. Mediziner vermuten eine genetische Veranlagung des Immunsystems für die Erkrankung, die dann die Entzündungsreaktion im Darmtrakt auslöst. Als ein begünstigender Risikofaktor gilt beispielsweise Rauchen. Personen, die an Morbus Crohn erkranken, haben ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs.
Zur Erkennung der Krankheit führt der Gastroenterologe eine Tastuntersuchung im Bauchbereich durch. Entzündete Darmbereiche lösen Druckschmerz aus. Zudem wird eine Stuhlprobe im Labor auf Entzündungsmarker wie Calprotectin untersucht. Auch eine Blutprobe entnehmen Ärzte. Im Labor wird danach untersucht, ob ein Nährstoffmangel vorliegt. Denn die entzündeten Darmbereiche sind nicht in der Lage Vitamine und Nährstoffe zu resorbieren. Diese fehlen dann dem Körper, auch wenn sich Betroffene gesund und ausgewogen ernähren. Die Ärzte ordnen auch eine Magenspiegelung an, die es ihnen erlaubt, die Wand des Magen-Darmtraktes zu betrachten.
Die Therapiemöglichkeiten bei Morbus Crohn hängen davon ab, welche Darmabschnitte betroffen sind und wie die Krankheitsphasen verlaufen. Die Behandlungen haben das Ziel, Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu steigern. Der medikamentöse Einsatz von Kortison verlangsamt und unterdrückt bestmöglich die Entzündungsreaktion. Durch die entzündete Darmschleimhaut kann es sein, dass Stenosen (Verengungen) und Fistel entstehen, die operativ entfernt werden müssen. Entscheidend ist auch die richtige Ernährung. Ärzte empfehlen eine sogenannte antientzündliche und ballaststoffreiche Ernährung.
Die Anzahl von Menschen, die mit der Diagnosen Morbus Crohn in den letzten Jahren in deutschen Kliniken behandelt wurden, ist gesunken. Während im Jahr 2014 noch rund 26.000 Personen klinisch therapiert wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2024 bei rund 20.500 Personen. Das Alter der Betroffenen reicht von 15 bis 84 Jahren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt sechs Tage.





























