Klinik für Speisenröhrenkrebs
Katharinenhospital Stuttgart, ©Gerd Leibrock/CC0

Welche Kliniken in Deutschland eignen sich am besten für die Behandlung von Speiseröhrenkrebs? Hier sind einige hervorragende Häuser mit hoher Behandlungsqualität gelistet.

Speiseröhrenkrebs (auch Ösophaguskarzinom genannt) tritt in der Speiseröhre oder am Übergang zum Magen auf. Es handelt sich um eine relativ selten auftretende Krebserkrankung, die meist erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird. Die Ursachen für Speiseröhrenkrebs sind nicht eindeutig geklärt, zu den Risikofaktoren zählen unter anderem das Rauchen, erhöhter Alkoholkonsum und eine unausgewogene Ernährung.

Abhängig vom Tumorstadium gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Speiseröhrenkrebs: die Operation, Strahlen- oder Chemotherapie. Alle unten genannten Kliniken bieten diese Therapien mit hoher Qualität an. Neben Ärzten mit großer Expertise ist auch in allen Kliniken die behandlungsrelevante Ausstattung vorhanden, die für eine Behandlung notwendig ist.

Exzellente Kliniken für Speiseröhrenkrebs

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2019) 
Universitätsklinikum KölnKöln371
Klinikum StuttgartStuttgart370
Klinikum Nürnberg NordNürnberg292
Universitätsklinikum FreiburgFreiburg238
St. Josef-HospitalBochum236
Universitätsklinikum MünsterMünster232
Universitätsmedizin GöttingenGöttingen225
Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen - Standort MitteTrier218
Universitätsklinikum JenaJena206
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität MainzMainz192
Universitätsklinikum LeipzigLeipzig184
Universitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburg183
Universitätsklinikum TübingenTübingen164
Universitätsklinikum WürzburgWürzburg164
Universitätsklinikum EssenEssen154
Evangelische Kliniken Essen-MitteEssen149
Krankenhaus Barmherzige Brüder RegensburgRegensburg147
Klinikum ChemnitzChemnitz132
Universitätsklinikum ErlangenErlangen131
Universitätsklinikum Halle (Saale)Halle (Saale)131
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden128
Klinikum rechts der Isar der TUMMünchen120
Helios Klinikum ErfurtErfurt118
SRH Wald-Klinikum GeraGera118
St. Anna Hospital HerneHerne115
ViDia Christliche Kliniken KarlsruheKarlsruhe112
Universitätsklinikum FrankfurtFrankfurt am Main110
Klinikum St. GeorgLeipzig109
Klinikum PassauPassau99
Medizinische Hochschule HannoverHannover92
Universitätsklinikum HeidelbergHeidelberg91
LMU KlinikumMünchen89
Universitätsklinikum RegensburgRegensburg88
Pius-Hospital OldenburgOldenburg84
Marien Hospital HerneHerne81
Universitätsmedizin GreifswaldGreifswald81
Universitätsklinikum BonnBonn77
Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort MarburgMarburg70
Brüderkrankenhaus St. Josef PaderbornPaderborn81
Städtisches Klinikum DresdenDresden62
Sana Klinikum LichtenbergBerlin55
Ammerland-Klinik WesterstedeWesterstede54
Universitätsklinikum UlmUlm51
Johanniter Krankenhaus BnnnBonn48
DRK Kliniken Berlin KöpenickBerlin46
Städtisches Krankenhaus KielKiel46
Evangelisches Waldkrankenhaus SpandauBerlin42
Klinikum Dritter Orden München-NymphenburgMünchen39
Klinikum Südstadt RostockRostock39
Klinikum FuldaFulda38
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder TrierTrier38
Robert-Bosch-KrankenhausStuttgart38
Klinikum St. Elisabeth StraubingStraubing35
Klinikum OldenburgOIdenburg33
Gemeinschaftskrankenhaus HavelhöheBerlin30
Klinikum St. Marien AmbergAmberg28
Sana Kliniken Leipziger Land - Klinikum BornaBorna27
Krankenhaus Martha-Maria Halle-DölauHalle (Saale)26

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Speiseröhrenkrebs (ICD C15), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patienten mit Speiseröhrenkrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientensicherheit! In allen gelisteten Kliniken wird ein überdurchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt. Mindestens 45 von 55 Maßnahmen wurden ergriffen, um vor, während und nach der Operation optimale Hygiene-Verhältnisse sicherzustellen.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine Patientenzufriedenheit von mindestens 80 Prozent. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte der genannten Krankenversicherungen zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt.
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als Speiseröhrenkrebszentrum zertifiziert.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Speiseröhrenkrebs

Wie so oft bei Krebserkrankungen treten auch beim Speiseröhrenkrebs Symptome im fortgeschrittenen Stadium auf. Anfangs sind sie unspezifisch. Betroffene berichten über einen ungewollten Gewichtsverlust, anhaltende Fieberwerte, Nachtschweiß, ein körperliches Schwächegefühl und Müdigkeit. Beim Speiseröhrenkrebs kommen noch Beschwerden hinzu wie Schluckbeschwerden, die wegen der tumorbedingten Verengung entstehen. Es können auch Krämpfe der Speiseröhrenmuskulatur, Sodbrennen, Aufstoßen (Reflux) und Heiserkeit auftreten.

Auch die Frage nach der Ursache von Speiseröhrenkrebs ist heute noch nicht endgültig geklärt. Es sind allerdings einige Risikofaktoren bekannt, die zur Bildung von bösartigen Zellen in den obersten Schichten der Speiseröhre führen können. Dazu zählen Alkohol, Rauchen, eine bestehende Refluxkrankheit und genetische Faktoren.

Bei der Erkennung von Speiseröhrenkrebs setzen die Gastroenterologen auf die bildgebende Diagnostik. Um die Schluckfähigkeit der Speiseröhre beurteilen zu können, kommen hier die Ösophagoskopie, eine Ultraschalluntersuchung oder der Röntgenbreischluck infrage. Bei dem Röntgenbreischluck werden Sie aufgefordert, ein Kontrastmittel zu schlucken, damit Ärzte die einzelnen Schluckphasen und die Funktionsfähigkeit der Speiseröhre beobachten können. Mit der Computertomografie (CT), der Magnetresonanztomografie (MRT) oder einer Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ermitteln Ärzte das Stadium des Tumors und ob er bereits in benachbarte Organe und Knochen gestreut hat.

Die Therapiemöglichkeiten hängen vom Stadium der Erkrankung ab. Konnte der Tumor frühzeitig diagnostiziert werden, bietet eine Operation die größte Heilungschance. Ärzte können den Tumor dann im Rahmen einer simplen Endoskopie (Speiseröhrenspiegelung) entfernen. Ist der Tumor groß und über ganze Bereiche der Speiseröhre ausgedehnt, kann eine vollständige Entfernung der Speiseröhre infrage kommen. Die Chirurgen ersetzen die entfernten Bereiche mit Teilen aus dem Dünndarm. In einem fortgeschrittenen Stadium kommt eine Strahlen- oder eine Chemotherapie zum Einsatz.

Die Anzahl der Menschen mit Speiseröhrenkrebs (ICD-Code C15) ist in den letzten Jahren leicht gestiegen. Während im Jahr 2010 noch 27.025 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2020 bei 29.500 Personen. Besonders häufig sind Menschen von 60 bis 74 Jahren betroffen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt zehn Tage.