
Welche Kliniken in Deutschland eignen sich für einen Alkoholentzug? Hier sind 43 Häuser gelistet, in denen diese Behandlung überdurchschnittlich häufig durchgeführt wird.
Das Feierabendbier, ein Glas Wein zum Abendessen oder auf der Party am Wochenende: für viele Menschen gehört Alkohol zum Alltag dazu. In Deutschland trinken etwa 20 Prozent der Erwachsenen mehr Alkohol als empfohlen. Größere Mengen Alkohol können schnell zu einer Alkoholabhängigkeit führen, die schädlich für den Körper ist und behandelt werden sollte.
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Wenn der Alkoholkonsum Überhand nimmt und krankhaft wird, hilft manchmal nur noch eine Entzugsbehandlung. Alle unten genannten Kliniken sind auf solch eine Behandlung spezialisiert und bieten eine Therapie durch erfahrene Ärztinnen und Ärzte an.
Top-Kliniken für Alkoholentzug
| Klinik | Behandlungsfälle |
|---|---|
| Psychosomatische Klinik Bergisch Gladbach | 3122 |
| Helios Kliniken Schwerin | 2338 |
| Zentrum für Psychiatrie Emmendingen | 2330 |
| Ökumenisches Hainich Klinikum Mühlhausen | 1552 |
| Psychiatrisches Krankenhaus Rickling | 1491 |
| Zentrum für seelische Gesundheit Marienheide | 1430 |
| Katholisches Krankenhaus Hagen - Zentrum für Seelische Gesundheit Elsey | 1428 |
| Städtisches Klinikum Karlsruhe | 1425 |
| Pfalzklinikum - Standort Klingenmünster | 1238 |
| kbo-Isar-Amper-Klinikum Haar | 1208 |
| Vivantes Klinikum Berlin Neukölln | 1155 |
| Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz Schkeuditz | 1076 |
| LVR-Klinik Viersen | 1074 |
| Vinzenz von Paul Hospital Rottweil | 1066 |
| Klinikum Stuttgart - Krankenhaus Bad Cannstatt | 1058 |
| Universitätsmedizin Rostock - Zentrum für Nervenheilkunde | 1025 |
| AMEOS Klinikum Hildesheim | 966 |
| Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee | 953 |
| LWL-Klinik Marsberg | 932 |
| kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils) | 928 |
| Klinikum Stuttgart - Behandlungszentrum Mitte | 923 |
| LWL-Klinikum Paderborn - Standort Agathastraße | 879 |
| LWL-Klinik Dortmund inkl. Tagesklinik Allerstraße und Krisentagesklinik | 853 |
| Asklepios Fachklinikum Stadtroda | 830 |
| Sächsisches Krankenhaus Arnsdorf | 749 |
| Alexius/Josef Krankenhaus Neuss | 735 |
| Salus Fachklinikum Bernburg | 725 |
| Bezirkskrankenhaus Kempten | 701 |
| LVR-Universitätsklinikum Essen | 700 |
| medius Klinik Kirchheim | 688 |
| Vivantes Klinikum Am Urban Berlin | 676 |
| Krankenhaus Lübbecke | 671 |
| Helios Fachkliniken Hildburghausen | 647 |
| Alexianer Zentrum für seelische Gesundheit Aachen | 636 |
| Bezirkskliniken Schwaben - Bezirkskrankenhaus Günzburg | 620 |
| LWL-Klinikum Gütersloh | 609 |
| Johanniter-Kliniken Hamm | 601 |
| St. Antonius Krankenhaus Hörstel - Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie | 599 |
| Asklepios Fachklinikum Göttingen | 592 |
| Jüdisches Krankenhaus Berlin | 577 |
| Ev. Krankenhaus Castrop-Rauxel | 576 |
| Bezirkskrankenhaus Bayreuth | 562 |
| Oberhavel Kliniken - Klinik Hennigsdorf | 556 |
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So wurde die Klinikliste erstellt
In den dargestellten Kliniken haben Ärztinnen und Ärzte eine große Erfahrung mit der Entzugsbehandlung für Alkoholkranke (OPS 9-647). Es wurden jene Häuser gelistet, in denen diese Erkrankung im Jahr 2024 am häufigsten behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Sie dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der AOK entnommen.
Fakten zum Alkoholentzug
Alkohol in Maßen zu konsumieren, ist akzeptabel. Der Alkoholkonsum wird dann problematisch, wenn der Konsum zu einer krankhaften Gewohnheit wird. Zu den Symptomen einer Alkoholabhängigkeit zählen beispielsweise das starke Verlangen nach immer mehr Alkohol, der Verlust am Interesse an anderen Dingen, die Vernachlässigung von Verpflichtungen, der Kontrollverlust über das Trinkverhalten oder Entzugserscheinungen wie Zittern oder Angst, wenn kein Alkohol konsumiert wird.
Um sein Trinkverhalten besser zu kontrollieren und gar nicht erst eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln, sollte man seine Trinkmengen und -gewohnheiten kennen. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen hat dazu eine App entwickelt, mit der man ein „Trinktagebuch“ führen kann. Ein risikoarmer Alkoholkonsum kann auch bedeuten, Situationen zu vermeiden, in denen man leicht zum Trinken verleitet wird.
In Deutschland gibt es ca. 1400 kostenlose Beratungsstellen für Abhängige und Gefährdete. Sie helfen dabei, festzustellen, ob man ein Alkoholproblem hat und bieten professionelle Unterstützung. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine Selbsthilfegruppe zu besuchen, wo Kontakte zu weiteren betroffenen Personen geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht werden können.
Bei einer schweren Alkoholabhängigkeit sollte der oder die Betroffene einen Alkoholentzug in einer entsprechenden Einrichtung in Anspruch nehmen. Ein „kalter“ Entzug, also der plötzliche Alkoholentzug ohne ärztliche Begleitung, kann ernsthafte Komplikationen wie Krampfanfälle auslösen. Deswegen ist ärztliche Beratung dringend notwendig.
Eine Entzugsbehandlung zielt darauf ab, den Körper von dem Suchtstoff zu befreien. Dieser körperliche Entzug kann in einem kurzen Zeitraum von wenigen Wochen erfolgen. Bei Bedarf findet die Behandlung auch mithilfe von Medikamenten statt. Eine stationär-psychiatrische Behandlung sollte parallel dazu stattfinden. Diese dient zur Behandlung von psychischen und körperlichen Begleit- und Folgeerkrankungen sowie der Unterstützung bei sozialen Problemen.
Nach der körperlichen Entwöhnung kann auch ein psychischer Entzug in Form einer Langzeittherapie folgen. Dabei steht die psychologische Behandlung der Abhängigkeit im Vordergrund, zum Beispiel durch den regelmäßigen Besuch einer Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe.
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