Helios Klinik Schwerin
Helios Klinik Schwerin, ©Gerd Fahrenhorst/CC BY 4.0 DEED

Welche Kliniken in Deutschland eignen sich für einen Alkoholentzug? Hier sind 43 Häuser gelistet, in denen diese Behandlung überdurchschnittlich häufig durchgeführt wird. 

Das Feierabendbier, ein Glas Wein zum Abendessen oder auf der Party am Wochenende: für viele Menschen gehört Alkohol zum Alltag dazu. In Deutschland trinken etwa 20 Prozent der Erwachsenen mehr Alkohol als empfohlen. Größere Mengen Alkohol können schnell zu einer Alkoholabhängigkeit führen, die schädlich für den Körper ist und behandelt werden sollte.


(Anzeige): Welche Hilfsmittel werden für Hüftpatienten von der Krankenkasse bezahlt? Welche Rehabilitationseinrichtungen sind für Hüftpatienten geeignet? Welche Lebensweise empfehlen die medizinischen Leitlinien für Hüftpatienten? Thorsten Gehrke, Chefarzt der Helios Endo Klinik Hamburg, und Lukas Hoffmann, Ex-Journalist beim Handelsblatt, haben einen Ratgeber für Hüftprothesen-Patienten geschrieben. Klicken Sie auf das Bild, um bei Amazon mehr über das Buch zu erfahren! 

(Ende der Anzeige)


Wenn der Alkoholkonsum Überhand nimmt und krankhaft wird, hilft manchmal nur noch eine Entzugsbehandlung. Alle unten genannten Kliniken sind auf solch eine Behandlung spezialisiert und bieten eine Therapie durch erfahrene Ärztinnen und Ärzte an.

Top-Kliniken für Alkoholentzug

KlinikBehandlungsfälle
Psychosomatische Klinik Bergisch Gladbach3122
Helios Kliniken Schwerin2338
Zentrum für Psychiatrie Emmendingen2330
Ökumenisches Hainich Klinikum Mühlhausen1552
Psychiatrisches Krankenhaus Rickling1491
Zentrum für seelische Gesundheit Marienheide1430
Katholisches Krankenhaus Hagen - Zentrum für Seelische Gesundheit Elsey1428
Städtisches Klinikum Karlsruhe1425
Pfalzklinikum - Standort Klingenmünster1238
kbo-Isar-Amper-Klinikum Haar1208
Vivantes Klinikum Berlin Neukölln1155
Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz Schkeuditz1076
LVR-Klinik Viersen1074
Vinzenz von Paul Hospital Rottweil1066
Klinikum Stuttgart - Krankenhaus Bad Cannstatt1058
Universitätsmedizin Rostock - Zentrum für Nervenheilkunde1025
AMEOS Klinikum Hildesheim966
Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee953
LWL-Klinik Marsberg932
kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils)928
Klinikum Stuttgart - Behandlungszentrum Mitte923
LWL-Klinikum Paderborn - Standort Agathastraße879
LWL-Klinik Dortmund inkl. Tagesklinik Allerstraße und Krisentagesklinik853
Asklepios Fachklinikum Stadtroda830
Sächsisches Krankenhaus Arnsdorf749
Alexius/Josef Krankenhaus Neuss735
Salus Fachklinikum Bernburg725
Bezirkskrankenhaus Kempten701
LVR-Universitätsklinikum Essen700
medius Klinik Kirchheim688
Vivantes Klinikum Am Urban Berlin676
Krankenhaus Lübbecke671
Helios Fachkliniken Hildburghausen647
Alexianer Zentrum für seelische Gesundheit Aachen636
Bezirkskliniken Schwaben - Bezirkskrankenhaus Günzburg620
LWL-Klinikum Gütersloh609
Johanniter-Kliniken Hamm601
St. Antonius Krankenhaus Hörstel - Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie599
Asklepios Fachklinikum Göttingen592
Jüdisches Krankenhaus Berlin577
Ev. Krankenhaus Castrop-Rauxel576
Bezirkskrankenhaus Bayreuth562
Oberhavel Kliniken - Klinik Hennigsdorf556

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

In den dargestellten Kliniken haben Ärztinnen und Ärzte eine große Erfahrung mit der Entzugsbehandlung für Alkoholkranke (OPS 9-647). Es wurden jene Häuser gelistet, in denen diese Erkrankung im Jahr 2024 am häufigsten behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Sie dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der AOK entnommen.

Fakten zum Alkoholentzug

Alkohol in Maßen zu konsumieren, ist akzeptabel. Der Alkoholkonsum wird dann problematisch, wenn der Konsum zu einer krankhaften Gewohnheit wird. Zu den Symptomen einer Alkoholabhängigkeit zählen beispielsweise das starke Verlangen nach immer mehr Alkohol, der Verlust am Interesse an anderen Dingen, die Vernachlässigung von Verpflichtungen, der Kontrollverlust über das Trinkverhalten oder Entzugserscheinungen wie Zittern oder Angst, wenn kein Alkohol konsumiert wird.

Um sein Trinkverhalten besser zu kontrollieren und gar nicht erst eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln, sollte man seine Trinkmengen und -gewohnheiten kennen. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen hat dazu eine App entwickelt, mit der man ein „Trinktagebuch“ führen kann. Ein risikoarmer Alkoholkonsum kann auch bedeuten, Situationen zu vermeiden, in denen man leicht zum Trinken verleitet wird.

In Deutschland gibt es ca. 1400 kostenlose Beratungsstellen für Abhängige und Gefährdete. Sie helfen dabei, festzustellen, ob man ein Alkoholproblem hat und bieten professionelle Unterstützung. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine Selbsthilfegruppe zu besuchen, wo Kontakte zu weiteren betroffenen Personen geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht werden können.

Bei einer schweren Alkoholabhängigkeit sollte der oder die Betroffene einen Alkoholentzug in einer entsprechenden Einrichtung in Anspruch nehmen. Ein „kalter“ Entzug, also der plötzliche Alkoholentzug ohne ärztliche Begleitung, kann ernsthafte Komplikationen wie Krampfanfälle auslösen. Deswegen ist ärztliche Beratung dringend notwendig.

Eine Entzugsbehandlung zielt darauf ab, den Körper von dem Suchtstoff zu befreien. Dieser körperliche Entzug kann in einem kurzen Zeitraum von wenigen Wochen erfolgen. Bei Bedarf findet die Behandlung auch mithilfe von Medikamenten statt. Eine stationär-psychiatrische Behandlung sollte parallel dazu stattfinden. Diese dient zur Behandlung von psychischen und körperlichen Begleit- und Folgeerkrankungen sowie der Unterstützung bei sozialen Problemen.

Nach der körperlichen Entwöhnung kann auch ein psychischer Entzug in Form einer Langzeittherapie folgen. Dabei steht die psychologische Behandlung der Abhängigkeit im Vordergrund, zum Beispiel durch den regelmäßigen Besuch einer Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe.


(Anzeige): Welche Hilfsmittel werden für Hüftpatienten von der Krankenkasse bezahlt? Welche Rehabilitationseinrichtungen sind für Hüftpatienten geeignet? Welche Lebensweise empfehlen die medizinischen Leitlinien für Hüftpatienten? Thorsten Gehrke, Chefarzt der Helios Endo Klinik Hamburg, und Lukas Hoffmann, Ex-Journalist beim Handelsblatt, haben einen Ratgeber für Hüftprothesen-Patienten geschrieben. Klicken Sie auf das Bild, um bei Amazon mehr über das Buch zu erfahren! 

(Ende der Anzeige)