Klinik für Augenlasern
nordBLICK Augenklinik Bellevue, ©Jan petersen/CC0

Welche Kliniken in Deutschland bieten eine Laserbehandlung für Augenkrankheiten an? Hier sind einige Häuser mit hoher Behandlungsqualität gelistet.

Auch wenn Brillen und Kontaktlinsen immer weiter entwickelt wurden und es heute moderne Formen gibt: sie stören oftmals, beispielsweise beim Sport oder werden von empfindlichen Augen nicht vertragen. Dann kommt ein chirurgischer Eingriff mithilfe eines Lasers in Frage. Augenlasern ist eine Behandlungsmethode, die darauf abzielt, Fehlsichtigkeiten wie Weit- und Kurzsichtigkeit oder eine Hornhautverkrümmung langfristig zu beheben. Dabei kommen verschiedene Methoden wie PRK oder LASIK zur Anwendung.

Alle in der Liste genannten Kliniken sind auf Laserbehandlungen an den Augen spezialisiert und mit modernstem Equipment ausgestattet. Die erfahrenen Ärzte führen die Behandlung regelmäßig durch, was zu einer hohen Behandlungsqualität führt.

Top-Kliniken für Augenlasern

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2019) 
Universitätsklinikum ErlangenErlangen1404
Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus BochumBochum609
nordBLICK Augenklinik BellevueKiel576
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität MainzMainz575
Städtsches Klinikum BrandenburgBrandenburg an der Havel549
Universitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburg520
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus KielKiel508
Uniklinik RWTH AachenAachen503
Klinikum StuttgartStuttgart483
Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der BultHannover473
Klinikum Bremen MitteBremen466
SLK-Kliniken Heilbronn - Klinikum am GesundbrunnenHeilbronn452
Helios Klinikum KrefeldKrefeld421
Städtisches Klinikum BraunschweigBraunschweig404
Universitätsklinikum JenaJena404
Universitätsklinikum MünsterMünster400
Klinikum DarmstadtDarmstadt394
Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum - Standort NeubrandenburgNeubrandenburg393
Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort GießenGießen387
Universitätsklinikum HeidelbergHeidelberg385
Kliniken SindelfingenSindelfingen379
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden365
Universitätsklinikum RegensburgRegensburg347
Universitätsklinikum FreiburgFreiburg331
Universitätsklinikum TübingenTübingen305
Marien Hospital Herne, Klinikum der Ruhr-Universität BochumHerne273
Ammerland-Klinik WesterstedeWesterstede269
Bürgerhospital und Clementine Kinderhospital - Bürgerhospital FrankfurtFrankfurt am Main219

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Augenlasern (OPS 5-985), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen dieser Eingriff überdurchschnittlich häufig vorgenommen wird. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientensicherheit! Krankenhauskeime sind ein Gesundheitsrisiko. In allen gelisteten Kliniken wird ein mindestens durchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine überdurchschnittlich hohe Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte der genannten Krankenversicherungen zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt.

Fakten zur Behandlung

Augenlasern liegt im Trend: innerhalb der letzten 15 Jahre hat sich die Anzahl der Eingriffe mehr als verdoppelt. Die Patienten waren dabei meist im Alter von 50 bis 80 Jahren.
Die Behandlung gilt als eine der erfolgreichsten medizinischen Eingriffe mit einer Erfolgsquote von 95 Prozent. Das Risiko gravierender Komplikationen liegt dabei unter 1 Prozent.

Bei einer Laserbehandlung des Auges verändert der Facharzt die Form der Hornhaut an der Vorderseite des Auges. Dadurch wird die optische Brechkraft verändert. Es wird also dauerhaft das erreicht, was Brille oder Kontaktlinse nur temporär erreichen. Eine solche Behandlung kommt allerdings erst ab einem Alter von 18 Jahren in Frage, wenn die Augenentwicklung vollständig abgeschlossen ist.

Aber auch ab einem fortgeschrittenen Alter ist eine Laserbehandlung nicht immer die Lösung: im Alter über 45 Jahren stellt sich oft eine Altersweitsichtigkeit ein, die nicht mit einem Laser behandelbar ist. Auch bei Erkrankungen des Auges wie Grünem oder Grauem Star oder einer Makuladegeneration kann eine Laserbehandlung gefährlich sein. In der Schwangerschaft, während der Stillzeit oder bei anderen Erkrankungen wie Diabetes wird ebenfalls von Augenlasern abgeraten.

Es stehen verschiedene Laser-Methoden zur Verfügung. Die PRK-Methode (Photorefraktive Keratektomie) ist das älteste Verfahren. Es wird bereits seit rund 30 Jahren angewendet. Eine Kurzsichtigkeit kann bis -6 Dioptrien und eine Hornhautverkrümmung bis 5 Dioptrien behandelt werden. Mithilfe eines Excimer-Lasers werden die oberflächlichen Hornhautschichten direkt abgetragen. Der Laser verdampft das Gewebe dabei schonend. Der Prozess kann computergesteuert präzise und individuell an den Patienten angepasst werden.

Die Behandlung mit der PRK-Lasermethode kann zu brennenden und tränenden Augen führen und die Sehfähigkeit des Patienten für einige Wochen beeinträchtigen, bevor sich eine stetige Verbesserung des Sehvermögens einstellt. Eine Weiterentwicklung dieser Methode stellt die LASIK-Laserbehandlung (Laser in situ Keratomilieusis) dar. Mit dieser Behandlung lässt sich oft schon innerhalb eines Tages eine gute Sicht mit nur wenigen Einschränkungen erreichen.

Im Vordergrund steht hierbei die Präparation eines Hornhaut-Flaps: durch einen Mikroschnitt wird ein Deckelchen auf der Hornhautoberfläche geschnitten und zur Seite geklappt, sodass tiefere Schichten der Hornhaut behandelt werden können. Dann wird der Flap wieder in seine ursprüngliche Position gebracht und dient somit als Schutzschicht. Außerdem schränkt diese Behandlungsmethode Schmerzen und heilungsbedingt Sehstörungen ein.

Eine Laserbehandlung kommt beispielsweise bei einer Hornhautverkrümmung in Frage. Meist lässt sich diese auch mithilfe einer Brille oder Kontaktlinsen korrigieren, je nach Stärke der Krümmung kann auch mit einem Laser behandelt werden. Dabei wird die Wölbung der Hornhaut verändert. Bei einer feuchten altersabhängigen Makuladegeneration ist die Laserbehandlung manchmal eine mögliche Behandlungsmethode. Die krankhaften Blutgefäße werden hier mit Laserstrahlen erhitzt und zerstört. Jedoch ist die Laserbestrahlung weniger wirksam und hat mehr Nebenwirkungen als andere Behandlungsformen.

Im Falle eines Glaukoms kann eine Laserbehandlung angewandt werden, wenn Medikamente nicht reichen oder schlecht vertragen werden. Sie kann beispielsweise den Augeninnendruck senken oder den Abfluss des Kammerwassers verbessern. Beim Grauen Star stellt die Laserbehandlung eine Alternative zur herkömmlichen Operation dar. Auch ein Nachstar kann so behandelt werden. Es ist allerdings bislang unklar, ob dies gesundheitliche Vorteile hat.