
Welche sind die größten Kliniken in Deutschland für die Behandlung einer Depression? Hier sind 50 Häuser gelistet.
Die Zahl der Patienten, die sich wegen einer psychischen Erkrankung behandeln lassen, ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich angestiegen. Doch die Behandlungsmöglichkeiten sind vielseitig und versprechen Erfolg bei früher Erkennung der Krankheit. Wichtig dabei ist auch die Wahl der Klinik, denn nicht alle Krankenhäuser können eine individuelle Behandlung mit hoher Qualität anbieten.
Alle unten gelisteten Häuser bieten für Patienten umfassende psychotherapeutische Maßnahmen für die Behandlung einer Depression an. Modernste Behandlungsmöglichkeiten sowie erfahrene Ärzte und Ärztinnen sorgen für eine Behandlung nach aktuellen Standards. Gelistet sind jene 50 Krankenhäuser, in denen diese Erkrankung in Deutschland am häufigsten behandelt wird.
Kliniken für Depression
| Klinik | Behandlungsfälle |
|---|---|
| LVR-Klinik Bonn | 1183 |
| LWL-Klinik Dortmund | 981 |
| LVR-Klinikum Düsseldorf - Kliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf | 962 |
| kbo - Heckscher-Klinikum München | 933 |
| Bezirksklinikum Regensburg | 839 |
| Karl-Jaspers-Klinik Bad Zwischenahn | 829 |
| AWO Psychiatriezentrum Königslutter | 766 |
| Psychiatrische Klinik Lüneburg | 763 |
| LVR-Klinik Viersen | 749 |
| Klinikum Nürnberg Nord | 745 |
| Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge Berlin | 731 |
| AMEOS Klinikum Hildesheim | 730 |
| Bezirksklinikum Ansbach | 730 |
| LVR-Klinik Düren | 719 |
| LWL-Klinik Hemer / Hans-Prinzhorn-Klinik | 718 |
| Asklepios Fachklinikum Brandenburg an der Havel | 708 |
| Klinikum Bremen-Ost | 641 |
| Ökumenisches Hainich Klinikum Mühlhausen | 641 |
| Pfalzklinikum - Standort Klingenmünster | 631 |
| LVR-Klinik Bedburg-Hau | 625 |
| Klinikum am Weissenhof Weinsberg | 618 |
| LWL-Klinikum Gütersloh | 612 |
| LWL-Klinik Marl-Sinsen - Haardklinik | 598 |
| Vitos Klinikum Riedstadt | 572 |
| Asklepios Klinikum Hamburg Harburg | 550 |
| Zentrum für Psychiatrie Calw - Klinikum Nordschwarzwald | 528 |
| Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf | 525 |
| Ev. Stiftung Tannenhof Remscheid | 523 |
| GLG Martin Gropius Krankenhaus Eberswalde | 518 |
| LWL-Universitätsklinik Hamm | 514 |
| St. Marien Hospital Herne Eickel | 509 |
| Bezirkskrankenhaus Landshut | 508 |
| Universitätsklinikum Tübingen | 502 |
| kbo-Isar-Amper-Klinikum Haar | 494 |
| Helios Fachkliniken Hildburghausen | 493 |
| Evangelisches Klinikum Bethel Bielefeld - Standort Bethel | 486 |
| LVR-Klinik Langenfeld | 484 |
| Krankenhaus Lübbecke | 483 |
| Bezirkskrankenhaus Bayreuth | 482 |
| Fachkrankenhaus Christophsbad Göppingen | 476 |
| Vinzenz von Paul Hospital Rottweil | 459 |
| Alexius/Josef Krankenhaus Neuss | 458 |
| LWL-Klinik Münster | 444 |
| Klinikum Lüdenscheid - Märkische Kliniken | 431 |
| Psychosomatische Klinik Bad Neustadt a. d. Saale | 430 |
| Asklepios Klinik Nord Hamburg - Ochsenzoll | 420 |
| LVR-Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters Essen | 419 |
| Universitätsklinikum Köln | 416 |
| Rheinhessen-Fachklinik Alzey | 412 |
| Psychiatrisches Behandlungszentrum Böblingen | 411 |
Der Name des Klinikums wird per Mouseover angezeigt
So wurde die Klinikliste erstellt:
In den dargestellten Kliniken haben Ärztinnen und Ärzte eine große Erfahrung mit Depressionen (ICD F32). Es wurden jene 50 Häuser gelistet, in denen diese Erkrankung im Jahr 2024 am häufigsten behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Kliniken dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Informationen zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der AOK entnommen.
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt. Einige kleine Kliniken, die zwar nur wenige Patienten betreuen, dafür aber verhältnismäßig viele Ärzte beschäftigen, sind beispielsweise nicht gelistet.
Fakten zu Depressionen
Ängste, ein inneres Leeregefühl, Schlaflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Appetitlosigkeit, Konzentrationsschwäche, fehlender Sexualantrieb, Kopfschmerzen und psychosomatische Folgekrankheiten wie Magenbeschwerden gelten als Symptome depressiver Episoden.
Die Ursachen, die zu Depressionen führen, sind individuell unterschiedlich. Es gibt nicht die typischen Auslöser für Depression oder den typischen Ablauf. Ärzte beobachten, dass das chemische Gleichgewicht im Gehirn bei Depressionen gestört ist. Als Ursache gelten biologische Faktoren (also familiäre oder genetische Veranlagungen zur Depression) oder psycho-soziale Faktoren (Stress, Krisen, traumatische Erlebnisse). Die beiden Faktoren stehen in komplizierter Wechselwirkung miteinander und können bei Überlagerung zu einer Erkrankung führen, wie etwa bei dem ehemaligen deutschen Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.
Zur Erkennung dieser Krankheit beurteilen Ärzte und Psychotherapeuten Ihren Gesundheitszustand. Wenn Sie mindestens 14 Tage lang an zwei der drei Hauptsymptome in Kombination mit mindestens zwei Nebensymptome leiden, kann die Diagnose Depression gestellt werden. Je nach Anzahl der Symptome und Intensität kann die Depression in eine leichte, mittelgradige oder schwere Depression unterteilt werden.
Die Hauptsymptome sind:
- depressive, gedrückte Stimmung
- Interessenverlust und fehlendes Gefühl von Freude
- Antriebslosigkeit, Erschöpfungsgefühl selbst nach kleinen Anstrengungen
Die Nebensymptome sind:
- Appetitlosigkeit
- Konzentrationsschwäche
- vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
- Wertlosigkeits- und Schuldgefühle
- negative Zukunftsperspektive
- Schlafstörungen
- Suizidgedanken, Gedanken an Selbstverletzung oder -handlungen
Im Jahr 2024 wurden rund 261.600 Patientinnen und Patienten wegen einer depressiven Episode oder einer wiederkehrenden depressiven Störung in einem deutschen Krankenhaus behandelt. Depressionen sind somit die häufigste psychische Erkrankung, die zu einem Krankenhausaufenthalt führt. Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen. 33.900 junge Patientinnen und Patienten im Alter von 10 bis 19 Jahren waren wegen einer Depression stationär in Behandlung.
































