
Welche Kliniken in Deutschland eignen sich für die Behandlung eines Bauchdeckenbruchs? Hier sind einige hervorragende Häuser gelistet.
Bei einem Bauchdeckenbruch, auch Bauchhernie oder Hernia ventralis genannt, treten Teile von Bauchorganen durch eine geschwächte Stelle der Bauchwand hervor. Meist sieht man dann eine weiche, vorwölbende Beule an der Bauchwand, die sich im Liegen oder mit leichtem Druck zurückschieben lässt. Bauchhernien können angeboren sein oder etwa durch eine Schwangerschaft oder chronischen Husten hervorgerufen werden.
Wichtig ist, dass man bei dieser Erkrankung von erfahrenen Ärztinnen und Ärzten behandelt wird. In allen unten gelisteten Kliniken arbeiten Mediziner, die auf die Behandlung eines Bauchdeckenbruchs spezialisiert sind. Außerdem werden alle unten gelisteten Kliniken überdurchschnittlich häufig von Patientinnen und Patienten weiterempfohlen. Zudem ist der Personalschlüssel gut; es werden ausreichend Pflegekräfte im Klinikum beschäftigt. Weiter unten im Artikel steht, woher die Daten kommen.
Top Kliniken für einen Bauchdeckenbruch
| Klinik | Behandlungsfälle | Patientenbewertung | Pflegekraft-Patienten-Verhältnis |
|---|---|---|---|
| Helios Mariahilf Klinik Hamburg | 266 | 83 % | sehr gut |
| Diakonie-Klinikum Stuttgart | 259 | 89 % | gut |
| Facharztklinik Hamburg | 225 | 97 % | sehr gut |
| St. Vincentius Kliniken Karlsruhe | 176 | 87 % | befriedigend |
| Maria-Theresia-Klinik München | 152 | 100 % | sehr gut |
| Krankenhaus Salem der Evang. Stadtmission Heidelberg | 150 | 89 % | sehr gut |
| DRK-Krankenhaus Clementinenhaus Hannover | 148 | 91 % | gut |
| Ev. Diakoniekrankenhaus Freiburg | 144 | 92 % | gut |
| Marienhospital Stuttgart | 140 | 84 % | gut |
| Bürgerhospital Frankfurt am Main | 139 | 89 % | sehr gut |
| Vivantes Humboldt-Klinikum Berlin | 138 | 83 % | befriedigend |
| Krankenhaus Marienstift Braunschweig | 135 | 84 % | gut |
| Klinikum Chemnitz | 134 | 83 % | befriedigend |
| Universitätsklinikum Würzburg | 131 | 87 % | gut |
| WolfartKlinik Gräfelfing | 130 | 94 % | sehr gut |
| St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig | 126 | 93 % | gut |
| Städtische Kliniken Mönchengladbach | 126 | 83 % | befriedigend |
| Städtisches Klinikum Wolfenbüttel | 121 | 87 % | gut |
| Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg | 118 | 88 % | gut |
| Klinikum Altenburger Land Altenburg | 112 | 88 % | befriedigend |
| Kreisklinik Trostberg | 112 | 90 % | gut |
| Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg | 110 | 88 % | gut |
| Knappschaft Kliniken Bottrop | 110 | 83 % | befriedigend |
| Agaplesion Bethesda Krankenhaus Hamburg Bergedorf | 109 | 83 % | gut |
| Agaplesion Markus Krankenhaus Frankfurt am Main | 109 | 85 % | gut |
| Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier - Standort Mitte/Nord | 108 | 83 % | befriedigend |
| Klinikum Oldenburg | 108 | 84 % | gut |
| Evangelisches Krankenhaus Wesel | 106 | 83 % | befriedigend |
| Klinikum Neumarkt i. d. OPf. | 106 | 85 % | gut |
| Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift | 106 | 87 % | befriedigend |
| Asklepios Klinik Lich | 102 | 83 % | sehr gut |
| Marienhaus Klinikum Mainz | 102 | 84 % | gut |
| Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel | 100 | 84 % | befriedigend |
| DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus Bremen | 98 | 84 % | befriedigend |
| Thüringen-Kliniken "Georgius Agricola" Saalfeld/Saale | 98 | 87 % | sehr gut |
| Klinikum Fürth | 97 | 84 % | befriedigend |
| Klinikum Osnabrück | 97 | 84 % | befriedigend |
| Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig | 96 | 87 % | gut |
| Haßberg-Kliniken - Haus Haßfurt | 96 | 84 % | gut |
| Isar Kliniken München | 95 | 90 % | sehr gut |
| Klinikum St. Elisabeth Straubing | 94 | 86 % | gut |
| Krankenhäuser Nürnberger Land - Krankenhaus Lauf | 93 | 84 % | befriedigend |
| Rhein-Maas Klinikum Würselen | 92 | 83 % | gut |
| GRN-Klinik Schwetzingen | 91 | 85 % | befriedigend |
| Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg | 91 | 86 % | befriedigend |
| Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg | 90 | 83 % | gut |
| Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer | 90 | 87 % | gut |
| Stiftung Herzogin Elisabeth Hospital Braunschweig | 89 | 90 % | gut |
| KMG Klinik Boizenburg | 88 | 100 % | befriedigend |
| Niels-Stensen-Kliniken - Franziskus-Hospital Harderberg Georgsmarienhütte | 88 | 87 % | gut |
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So wurde die Klinikliste erstellt
- Viele Patienten!
In den dargestellten Kliniken verfügt das Klinikpersonal über große Erfahrung in der Behandlung von Bauchdeckenbrüchen (Hernia ventralis, ICD-Code K43). Denn es sind nur Häuser gelistet, in denen diese Erkrankung überdurchschnittlich häufig behandelt wird. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der TK entnommen.
Quelle: TK-Klinikführer - Hohe Zufriedenheit!
Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patientinnen und Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 400.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de - Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Komplikationen und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen krankenhausweit also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
Quelle: Bundesklinikatlas
Fakten zu Bauchdeckenbrüchen
Ein Bauchdeckenbruch entsteht, wenn Bauchfell oder innere Organe (z. B. der Darm) durch eine Schwachstelle oder Lücke in der Bauchwand nach außen treten. Der Bruch heilt in der Regel nicht von selbst und kann sich ohne Behandlung vergrößern.
Im frühen Stadium eines Bauchdeckenbruchs bestehen oft keine Beschwerden. Bei fortschreitender Erkrankung treten aber sicht- oder tastbare Verwölbungen im Bereich des Bauchs auf. Begleitende Symptome sind ziehende, stechende oder brennende Schmerzen und ein Druckgefühl, das besonders bei Belastung, Husten oder Pressen auftritt. Im Liegen lassen die Beschwerden oftmals nach. Ist auch der Darm betroffen, können auch Stuhlunregelmäßigkeiten ein mögliches Anzeichen für einen Bauchdeckenbruch sein.
Die Diagnose wird mithilfe einer Abtastung des Bruchsacks durch einen Arzt oder eine Ärztin gestellt. Per Ultraschall kann die genaue Lage und Größe des Bruchs festgestellt werden. So können auch andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen, wie ein Zwerchfellbruch, ausgeschlossen werden.
Zu den Risikofaktoren eines Bauchdeckenbruchs zählt die Bindegewebs- oder Muskelschwäche, die angeboren oder alterbedingt auftreten kann. Auch nach einer Operation kann eine Schwächung auftreten, beispielsweise durch eine Narbe. Eine weitere Ursache ist erhöhter Druck im Bauchraum, der durch körperliche Belastung wie schweres Heben oder chronischen Husten auftritt. Weitere Faktoren wie Übergewicht, Diabetes oder Rauchen, eine Schwangerschaft, Bauchwasser oder Tumore können das Risiko für einen Bauchdeckenbruch außerdem erhöhen.
Ein Bauchwandbruch sollte so schnell wie möglich behandelt werden, um Komplikationen wie das Einklemmen von Organen zu verhindern. Die Wahl der Behandlung hängt von individuellen Faktoren wie der Größe des Bruchs ab, jedoch ist die einzige definitive Lösung eine Operation. Dabei wird oft ein Kunststoffnetz verwendet, das die Bruchpforte verschließt. Dieses Netz kann dauerhaft in der Bauchdecke bleiben und ist von außen unsichtbar. Auch eine minimalinvasive Hernien-OP ist möglich.
Nach der Operation sollte der Patient oder die Patientin die körperliche Aktivität für zwei bis sechs Wochen einschränken, um die Heilung optimal zu unterstützen. Wann Kraftsport oder schwere, körperliche Arbeit wieder möglich ist, steht im OP-Bericht. Auch der Operateur kann hierzu Auskunft geben.
































