Klinik für Gebärmutterkrebs
Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, Trier, ©Raimond Spekking/CC0

Welche Kliniken bieten eine hohe Qualität für die Therapie von Gebärmutterkrebs an? Hier sind einige hervorragende Häuser gelistet.

Gebärmutterkrebs, auch Endometriumkarzinom genannt, ist nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Der Tumor hat seinen Ursprung meist in der Gebärmutterschleimhaut. Zu den Risikofaktoren zählen Übergewicht und Alter sowie die Einnahme ausschließlich östrogenhaltiger Hormonpräparate während und nach den Wechseljahren.

Als Behandlung kommt fast immer die Operation in Frage. Falls notwendig, wird sie durch Chemo- oder Strahlentherapie ergänzt. Alle unten genannten Kliniken bieten diese Behandlungsmöglichkeiten mit hoher Qualität an. Die Ärzte haben aufgrund überdurchschnittlicher Behandlungszahlen große Erfahrung bei der Behandlung von Gebärmutterkrebs.

Exzellente Kliniken für Gebärmutterkrebs

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2019) 
Universitätsklinikum ErlangenErlangen132
Evangelische Kliniken Essen-MitteEssen105
Universitätsklinikum EssenEssen99
Marien Hospital DüsseldorfDüsseldorf98
Universitätsklinikum TübingenTübingen96
Klinikum Mutterhaus der BorromäerinnenTrier94
Universitätsklinikum des SaarlandesHomburg94
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden93
Universitätsklinikum UlmUlm92
Klinikum PassauPassau89
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus LübeckLübeck89
Universitätsklinikum WürzburgWürzburg87
St. Marien-Krankenhaus SiegenSiegen87
Vivantes Auguste-Viktoria-KlinikumBerlin87
Vivantes Humboldt-KlinikumBerlin84
Pius-Hospital OldenburgOldenburg83
Agaplesion Diakonieklinikum HamburgHamburg83
Florence-Nightingale-KrankenhausDüsseldorf81
Klinikum DarmstadtDarmstadt79
Klinikum Südstadt RostockRostock77
ViDia Christliche Kliniken KarlsruheKarlsruhe73
Universitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburg72

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Gebärmutterkrebs (ICD C54), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patienten mit Gebärmutterkrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientensicherheit! Krankenhauskeime sind ein Gesundheitsrisiko. In allen gelisteten Kliniken wird ein mindestens durchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit gelegt.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine überdurchschnittliche Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte der genannten Krankenversicherungen zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt.
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Gebärmutterkrebs spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft als Gynäkologisches Krebszentrum zertifiziert.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Gebärmutterkrebs

Die Symptome, die auf Gebärmutterkrebs hindeuten können, sind unterschiedlich. Dazu zählen übelriechender Ausfluss, Schmerzen im Unterleib, ungewollter Gewichtsverlust und ungewöhnliche Blutungen. Damit sind insbesondere bei jüngeren Frauen vor den Wechseljahren Zwischen- oder Schmierblutungen gemeint. Diese sollten unbedingt ernst genommen und auf die Ursache hin untersucht werden. 

Die Ursachen, die zur Entstehung von bösartigen Neubildungen in der Gebärmutter führen, sind nicht eindeutig geklärt. Es gibt aber bekannte Risikofaktoren, die eine Entstehung der Krankheit begünstigen. Rauchen, Übergewicht, Diabetes, Bewegungsmangel, eine frühe erste Regelblutung, Kinderlosigkeit oder eine späte Menopause zählen dazu.  

Bei Gebärmutterkrebs gibt es kein Vorsorgeprogramm. Deshalb sollten die Ursachen der Symptome und Beschwerden schnell abgeklärt werden. Zur Erkennung von Gebärmutterkrebs führen die Ärzte eine sogenannte transvaginale Ultraschalluntersuchung durch. Dabei werden Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter und umliegendes Gewebe betrachtet. Außerdem können die Ärzte die Dicke der Gebärmutterschleimhaut messen. 

Wenn diese ungewöhnlich dick ist, kommen genauere Untersuchungsinstrumente zum Einsatz, wie die Gebärmutterspiegelung, auch „Hysteroskopie“ genannt. Über die Scheide wird eine winzige Kamera in die Gebärmutter eingeführt. Die Ärzte können so die Gebärmutter von Innen betrachtet. Zudem können Gewebeproben aus verdächtig erscheinenden Arealen entnommen werden. Diese Proben werden anschließend im Labor mikroskopisch untersucht. Dann können die Ärzte eine eindeutige Diagnose stellen. 

Zur Behandlung von Gebärmutterkrebs stehen den Ärzten verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Am wichtigsten ist dabei die Operation. Denn nur bei einem offenen Eingriff können Chirurgen endgültig feststellen, wie weit sich der Krebs schon ausgebreitet hat. Im frühen Stadium ist die Operation alleine ausreichend. Zur vollständigen Entfernung des Krebsgewebes entnehmen die Ärzte meist die Gebärmutter zusammen mit Eierstöcken und Eileitern. Hat der Krebs im fortgeschrittenen Stadium auf die benachbarten Organe wie Teile des Enddarms oder die Harnblase gestreut, müssen auch diese entfernt werden. In solchen Fällen erhalten betroffene Frauen noch eine Chemo- oder Strahlentherapie.

Die Anzahl der Frauen, die mit der Hauptdiagnose Gebärmutterkrebs in Krankenhäusern behandelt werden, liegt zwischen 19.000 und 21.000 Personen pro Jahr. Zuletzt lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2020 bei 19.789 Personen. Es sind besonders Frauen zwischen 60 und 79 Jahren betroffen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt neun Tage.