
Welche Kliniken in Deutschland eignen sich für die Behandlung von Knochenkrebs? Hier sind einige hervorragende Häuser gelistet.
Knochenkrebs bezeichnet einen bösartigen Tumor in den Knochen, der entwerder primär in den Knochen auftritt (Sarkom) oder in Form von Metastasen eines Tumors in einem anderen Organ. Es handelt sich um eine seltenere Krebserkrankung, die meist im jungen Alter auftritt.
Alle unten gelisteten Häuser sind auf die Behandlung von Knochenkrebs spezialisiert. In ihnen werden nicht nur überdurchschnittlich viele Patienten mit Knochenkrebs behandelt. Alle Einrichtungen sind auch als Knochenkrebszentrum zertifiziert und beschäftigen ausreichend Pflegekräfte.
Top-Kliniken für Knochenkrebs
| Klinik | Behandlungsfälle | Zertifikat | Pflegekraft-Patienten-Verhältnis |
|---|---|---|---|
| Universitätsklinikum Essen | 390 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Münster | 209 | Ja | sehr gut |
| Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf | 183 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Augsburg | 129 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Erlangen | 126 | Ja | befriedigend |
| LMU Klinikum München - Standort Innenstadt | 121 | Ja | gut |
| Klinikum Stuttgart - Olgahospital/Frauenklinik | 114 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Würzburg | 113 | Ja | gut |
| Medizinische Hochschule Hannover | 104 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Leipzig | 99 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Tübingen | 99 | Ja | sehr gut |
| Universitätsklinikum Regensburg | 92 | Ja | sehr gut |
| LMU Klinikum München - Standort Großhadern | 86 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Bonn | 86 | Ja | befriedigend |
| Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg | 83 | Ja | gut |
| München Klinik Schwabing | 66 | Ja | gut |
| Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz | 66 | Ja | gut |
| Klinikum Bremen-Mitte | 63 | Ja | befriedigend |
| Charité - Universitätsmedizin Berlin | 59 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Düsseldorf | 58 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Freiburg | 57 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der TU Dresden | 54 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Köln | 54 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum des Saarlandes Homburg | 49 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Halle (Saale) | 43 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel | 41 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Ulm | 41 | Ja | befriedigend |
| Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Gießen | 28 | Ja | befriedigend |
| Klinikum Chemnitz | 26 | Ja | befriedigend |
| Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital | 25 | Ja | gut |
| Universitätsklinikum Magdeburg - Standort Leipziger Straße | 22 | Ja | befriedigend |
| Helios Kliniken Schwerin | 12 | Ja | befriedigend |
| Klinikum Oldenburg | 12 | Ja | gut |
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So wurde die Klinikliste erstellt
- Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Knochenkrebs (ICD C40), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patienten mit Knochenkrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Kliniken dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Informationen zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem TK-Klinikführer entnommen.
Quelle: TK-Klinikführer - Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Knochenkrebs spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Tumorbehandlung zur Verfügung steht. Alle gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft als Knochenkrebszentrum zertifiziert.
- Gutes Pflegekraft-Patienten-Verhältnis!
Studien zeigen, dass Kliniken mit einer höheren Pflegepersonalquote weniger Infektionen, Stürze und Medikationsfehler aufweisen, da Pflegekräfte weniger überlastet sind. In allen oben gelisteten Kliniken gibt es mindestens einen mittleren Pflegepersonalquotienten. Es stehen – zumindest krankenhausweit – also ausreichend Pflegekräfte pro Patient zur Verfügung.
Quelle: Bundesklinikatlas
Fakten zu Knochenkrebs
Die häufigste Form von Knochenkrebs ist das Osteosarkom, das 45 % aller Erkrankungen ausmacht. Es handelt sich um einen Tumor, der in das Knochenmark hineinwächst und Knochengrundsubstanz bildet. Er tritt meist im Oberschenkelknochen, im Schienbein oder im Oberarm auf. Eine weitere Form von Knochenkrebs ist das Ewing-Sarkom. Hier handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der primär aus dem Knochengewebe hervorgeht oder außerhalb des Knochens auftritt. Bei 80% aller Ewing-Sarkome kann eine Chromosomen-Veränderung des Chromosoms 22 festgestellt werden. Die häufigsten Lokalisationen sind Oberschenkel, Becken, Wadenbein, Schienbein und Oberarm. Das Chondrosarkom ist ein knorpelbildender Tumor, der am häufigsten im Becken entsteht, gefolgt von Rumpf, Schultergürtel, oberer Bereich des Oberschenkels und dem Oberarm.
Die Symptome variieren je nach Tumorart und Entstehungsort. Das erste Symptom sind in der Regel Schmerzen. Beim primären Knochenkrebs kommt es dann häufig zu einer Schwellung, die zu einer Einschränkung der Beweglichkeit führen kann. Im Fall eines Ewing-Sarkoms treten auch Beschwerden wie Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl auf. Mit Fortschreiten der Krankheit kommen Müdigkeit und Gewichtsverlust hinzu. Knochenmetastasen können sehr schmerzhaft sein und zu einer Instabilität der Knochen führen, wodurch vermehrt Knochenbrüche auftreten.
Die Ursachen von Knochenkrebs sind noch nicht vollständig geklärt. Ein höheres Risiko zu erkranken besteht jedoch, wenn andere Krankheiten wie die Paget-Erkrankung, das Li-Fraumeni-Syndrom (Keimbahnveränderung) oder ein erbliches Retinoblastom (bösartiger Netzhauttumor des Auges) vorliegen. Ebenfalls erhöht ist das Risiko für Knochenkrebs bei Patienten, die bereits einer Chemo- oder Strahlentherapie ausgesetzt waren.
Zur Diagnose von Knochentumoren ist eine Röntgenuntersuchung erforderlich. Besteht der Verdacht auf einen bösartigen Tumor, sollten außerdem eine Magnetresonanztomographie (MRT) und/oder eine Computertomographie (CT) durchgeführt werden. Um Informationen über das Ausmaß von Knochenmetastasen zu erhalten, ist eine Knochenszintigraphie hilfreich. Die endgültige Gewissheit, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Tumor handelt, gibt eine Gewebeentnahme (Biopsie).
Die Behandlung von bösartigen Knochentumoren sollte nur in spezialisierten Zentren erfolgen und kombiniert in der Regel Chemotherapie, Operation und Strahlentherapie. Beim Osteosarkom und Ewing-Sarkom beginnt die Therapie in der Regel mit einer Chemotherapie, gefolgt von einer Operation und gegebenenfalls einer Bestrahlung. Oft muss das betroffene Körperteil nicht amputiert werden. Chondrosarkome werden meist ausschließlich operativ behandelt. Knochenmetastasen erfordern eine individuell abgestimmte Behandlung, beispielsweise Operationen zur Stabilisierung.
Jährlich werden ca. 5.000 Personen in Deutschland mit Knochenkrebs diagnostiziert. Die meisten Patientinnen und Patienten sind dabei zwischen fünf und 24 Jahre alt, das männliche Geschlecht ist etwas häufiger betroffen. Durchschnittlich beträgt die Aufenthaltsdauer in der Klinik sechs bis sieben Tage.
































