Klinik für Leberkrebs
Klinikgebäude der Charité in Berlin, ©Jörg Zägel/CC0

Welche Kliniken in Deutschland eignen sich am besten für die Behandlung von Leberkrebs? 24 hervorragende Häuser sind hier gelistet.

Leberkrebs tritt meist als Folge einer Leberzirrhose (Schrumpfleber) auf, die zur Zerstörung der Leberzellen führt. Risikofaktoren sind unter anderem Alkoholmissbrauch, chronische Virusinfektionen oder Diabetes. In den letzten 35 Jahren hat sich die Zahl der Neuerkrankungen verdoppelt, was unter anderem mit zunehmender Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes zusammenhängt. Meist wird Leberkrebs in einem fortgeschrittenen Stadium festgestellt, was zu schlechten Heilungschancen führt.

Laut der Deutschen Krebsgesellschaft kommen verschiedene Therapien für Leberkrebs in Frage, beispielsweise die Operation, eine Chemo- oder Strahlentherapie. Die unten genannten Kliniken bieten verschiedene Therapieformen mit hoher Behandlungsqualität an. Die Ärzte sind bei der Behandlung von Leberkrebs sehr erfahren und das nötige moderne Equipment ist ebenfalls vor Ort.

24 exzellente Kliniken für Leberkrebs

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2020) 
Charité - Universitätsmedizin BerlinBerlin679
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg Universität MainzMainz422
Medizinische Hochschule HannoverHannover412
Universitätsklinikum FrankfurtFrankfurt am Main386
Universitätsklinikum RegensburgRegensburg363
Universitätsklinikum LeipzigLeipzig346
Universitätsklinikum BonnBonn293
Universitätsklinikum TübingenTübingen276
Universitätsklinikum Schleswig-HolsteinLübeck272
Klinikum NürnbergNürnberg269
Uniklinik RWTH AachenAachen249
Universitätsklinikum MünsterMünster229
Universitätsklinikum WürzburgWürzburg219
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden173
Barmherzige Brüder Krankenhaus MünchenMünchen128
Universitätsklinikum DüsseldorfDüsseldorf126
Universitätsklinikum MannheimMannheim121
Helios Park-Klinikum LeipzigLeipzig120
Universitätsmedizin RostockRostock120
Klinikum ChemnitzChemnitz110
Universitätsklinikum UlmUlm104
Krankenhaus Barmherzige Brüder RegensburgRegensburg100
St. Josefs-Hospital WiesbadenWiesbaden84
Städtisches Klinikum DresdenDresden73

Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt

So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Leberkrebs (ICD C22), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patienten mit Leberkrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Gute Eignung! Die oben gelisteten Kliniken sind besonders für Patienten mit Lungenkrebs geeignet. Laut Qualitätsbericht arbeitet in den Einrichtungen entsprechend geschultes Personal, auch die notwendigen Apparate sind im Haus vorhanden.
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Leberkrebs spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft als Leberkrebszentrum zertifiziert.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt. 

Fakten zu Leberkrebs

Erste Symptome von Leberkrebs kommen meist nur im fortgeschrittenen Stadium. Betroffene berichten über Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, erhöhte Körpertemperatur und Müdigkeit. Bei Leberkrebs führt die beeinträchtigte Leberfunktion außerdem zu einer gelblichen Verfärbung der Schleimhaut, der Haut und den Augen. Oftmals ist auch ein gewölbter Bauch durch Wasseransammlungen im Bauchraum (Aszites) festzustellen. Erkrankte klagen über Druckschmerzen im rechten Oberbauch oder eine Schwellung unter den Rippen.

Meistens entsteht Leberkrebs nach einer langjährigen Leberzirrhose. Diese Krankheit zerstört konsequent gesunde Leberzellen, sodass die Leber nach und nach ihre Funktion verliert. Statt eines funktionierenden Lebergewebes gibt es nur noch Narbengewebe. Dadurch wird die Entstehung von bösartigen Zellen begünstigt. Als Ursache für die Entstehung einer Leberzirrhose wiederum gilt unter anderem chronischer Alkoholmissbrauch oder chronische Infektionen mit Hepatitis C oder B. Als weitere Risikofaktoren nennen Ärzte die Einnahme von Anabolika oder Sexualhormonen (z.B. durch die Pille zur Verhütung), Übergewicht oder Diabetes.

Zur Erkennung der Krankheit stehen den Ärzten verschiedene diagnostische Mittel zur Verfügung. Beispielsweise kann nach einer Blutentnahme im Labor die Probe auf ein bestimmtes Antigen, das sogenannten Alpha1-Fetoprotein, getestet werden. Dieses Protein wird vermehrt bei Leberkrebs gebildet, sodass Ärzte das Antigen als Tumormarker bezeichnen. Gewissheit über die Diagnose erhalten die behandelnden Ärzte mithilfe einer Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes, oder einer Computertomografie (CT). So können sie die Größe, Lage und Beschaffenheit des Tumors beurteilen. Durch eine Biopsie wissen sie, ob der Tumor gut- oder bösartig ist.

Durch die oftmals späte Diagnose der Erkrankung sind die Therapiemöglichkeiten begrenzt. Wenn Ärzte den Tumor mit einer Operation entfernen können, müssen sie oftmals die gesamte Leber entnehmen. Das bedeutet, dass umgehend eine Lebertransplantation durchgeführt werden muss. Patienten müssen auf eine Organspende hoffen. Familienmitglieder können sich auch auf Spendereignung untersuchen. Das Besondere an der Leber ist, dass sie sich aus nur einem Viertel ihrer ursprünglichen Größe regenerieren kann. Das bedeutet, sie wächst von alleine auf ihre Normalgröße an. Wenn der Krebs durch Metastasen nicht mehr operiert werden kann, empfehlen Ärzte bestimmte medikamentöse Therapien, die Symptome lindern und das Überleben um einige Monate verlängern.

Die Anzahl der Diagnosen mit bösartigen Neubildungen in der Leber (ICD-Code C22) ist in den letzten Jahren leicht gestiegen. Während im Jahr 2010 noch 26.529 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2020 bei 29.552 Personen. Das Alter der Betroffenen liegt mehrheitlich zwischen 65 und 79 Jahren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt zehn Tage.