Klinikum Bayreuth
Klinikum Bayreuth, ©Frankschmaelzle/CC0

Welche deutschen Kliniken eignen sich am besten für eine Behandlung von Multiple Sklerose? Hier sind einige Häuser mit hoher Behandlungsqualität gelistet.

Bei Multiple Sklerose (MS) handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die Gehirn und Rückenmark betrifft. Deutschlandweit sind ca. 250.000 Menschen von MS betroffen. Die Krankheit manifestiert sich anfangs durch motorische Störungen wie Lähmungen, Sehstörungen oder Taubheitsgefühl. Auch Schwindel, Depressionen und schnellere Erschöpfbarkeit können zu den Symptomen von Multipler Sklerose zählen.

Bis heue ist Multiple Sklerose nicht heilbar. Es gibt verschiedene Behandlunsgansätze wie die Schubtherapie oder die medikamentöse Behandlung. An allen unten gelisteten Kliniken arbeiten Ärzte, die viel Erfahrung mit der Behandlung von Multipler Sklerose haben und eine individuelle Therapie für den Patienten erstellen.

Hervorragende Kliniken für Multiple Sklerose

KrankenhausStadtBehandlungsfälle (2019) 
Fachklinik für Neurologie DietenbronnSchwendi1190
Krankenhaus Martha-Maria Halle-DölauHalle (Saale)812
Klinik Hohe WarteBayreuth695
Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-WeißenseeBerlin520
St. Vincenz-KrankenhausPaderborn449
Rhön-Klinikum Campus Bad NeustadtBad Neustadt a. d. Saale444
Universitätsmedizin GöttingenGöttingen440
Herz-Jesu-Krankenhaus HiltrupMünster416
Charité - Universitätsmedizin BerlinBerlin405
St. Barbara-HospitalGladbeck387
Städtisches Klinikum BraunschweigBraunschweig351
Universitätsklinikum TübingenTübingen319
Helios Fachkliniken HildburghausenHildburghausen307
Rhein-Mosel-FachklinikAndernach273
Universitätsklinikum ErlangenErlangen265
Nordwest-Krankenhaus SanderbuschSande230
Jüdisches Krankenhaus BerlinBerlin225
Universitätsklinikum AugsburgAugsburg223
Asklepios Fachklinikum TeupitzTeupitz202
Universitätsklinikum WürzburgWürzburg192
Bezirksklinikum MainkofenDeggendorf183
Universitätsklinikum FreiburgFreiburg170

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit der Behandlung von Multipler Sklerose (ICD G35), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Multiple Sklerose überdurchschnittlich häufig behandelt wurde. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Hohe Patientensicherheit! Krankenhauskeime sind ein Gesundheitsrisiko. In allen gelisteten Kliniken wird ein mindestens durchschnittlich großer Wert auf die Patientensicherheit & Hygiene gelegt.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine überdurchschnittlich hohe Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK, der BARMER Ersatzkasse und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte der genannten Krankenversicherungen zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt.
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass auf Multiple Sklerose spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft zertifiziert.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Multiple Sklerose

Bei der Multiplen Sklerose (MS) handelt es sich um eine chronische entzündliche Erkrankung, die das zentrale Nervensystem und damit das Gehirn und das Rückenmark angreift. Die Symptome entstehen durch die geschädigten Nervenfasern und Zellen. Dabei ist die Intensität der Symptome von Person zu Person unterschiedlich, sodass man auch von Krankheitsschüben spricht. Zu den bekannten Symptomen zählen Taubheitsgefühle in den Armen und Beinen, motorische Schwächen, eine schnelle Ermüdung und Erschöpfung, Gleichgewichts- und Gangstörungen. Bei Betroffenen können auch Sehstörungen entstehen.

Die Ursachen, die zu Multiple Sklerose führen, sind bisher nicht vollständig geklärt. Allerdings ist mittlerweile bekannt, dass das körpereigene Nervensystem die sogenannte Myelinscheiden der Nervenzellen angreift und abbaut. Die Myelinscheiden sind für die Weiterleitung der Nervenimpulse sehr wichtig. Abhängig davon, welche Nervenbahnen betroffen sind, entstehen die unterschiedlichen Symptome.

Zur Erkennung der Multiplen Sklerose fragen Ärzte im Anamnesegespräch nach Ihren Symptomen. Danach ordnen sie eine sogenannte Magnetresonanztomographie (MRT) an. Es handelt sich hierbei um ein bildgebendes Verfahren, das zeigt, wo die Myelinscheiden im Gehirn und im Rückenmark fehlen.

Die Multiple Sklerose ist nicht heilbar. Die bisherigen Therapiemöglichkeiten zielen darauf ab, Ihre Symptome und Beschwerden zu lindern. Außerdem versuchen Ärzte Ihre Schübe zu verlangsamen, sodass Sie trotz Krankheit möglichst selbstständig den Alltag führen können. Ein Beispiel dafür ist die Immuntherapie. Medikamente, die Ihr Immunsystem schwächen, unterdrücken gleichzeitig die Antikörper, die die Myelinscheiden Ihres Nervensystems angreifen.

Die Anzahl der klinischen Diagnosen mit Multipler Sklerose (ICD-Code G35) in Deutschland variierte in den vergangenen Jahren zwischen 35.000 und 55.000 Personen pro Jahr. Im Jahr 2020 litten 35.893 Personen an MS. Das Alter der Betroffenen variiert von 45 bis 64 Jahren und die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt durchschnittlich 7 Tage.