Klinik für Schilddrüsen-Operationen
Klinikgebäude des Bürgerhospitals Frankfurt am Main, ©Epizentrum/CC0

Welche Kliniken in Deutschland eignen sich am besten für eine Schilddrüsen-Operation? Hier sind einige Häuser mit hoher Behandlungsqualität gelistet.

Eine Schilddrüsen-Operation wird bei dem Verdacht auf eine bösartige Erkrankung der Schilddrüse notwendig, kann aber auch bei gutartigen Erkrankungen empfehlenswert sein. Gründe für eine Operation können unter anderem Krebs, eine Schilddrüsenvergrößerung oder eine Zyste sein. Es bestehen auch andere Behandlungsmöglichkeiten für Schilddrüsen-Erkrankungen wie die medikamentöse Therapie oder die Radiojodtherapie, jedoch ist die Operation die einzige Behandlungsmöglichkeit, bei der sich der gewünschte Effekt sofort einstellt.

Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Wahl des Krankenhauses von großer Bedeutung, denn nicht alle Häuser in Deutschland sind auf Schilddrüsen-Operationen spezialisiert. Neben einer guten Hygiene und einer hohen Behandlungsqualität verfügen alle unten genannten Kliniken über Ärzte, die große Erfahrung mit Schilddrüsen-Operationen haben.

Top-Kliniken für Schilddrüsen-Operationen

KrankenhausStadtBehandlungsfälle 
Krankenhaus Martha-MariaMünchen2325
Bürgerhospital und Clementine Kinderhospital - Standort Bürgerhospital FrankfurtFrankfurt am Main2046
Diakonie-Klinikum StuttgartStuttgart1480
Klinikum StarnbergStarnberg733
Krankenhaus St. Joseph-Stift DresdenDresden683
Asklepios Klinik LichLich557
Katholisches Klinikum MainzMainz507
Klinikum Dritter Orden München-NymphenburgMünchen491
Ludgerus-Kliniken Münster - Standort RaphaelsklinikMünster468
Evangelische Kliniken Essen-MitteEssen463
Stiftung Herzogin Elisabeth HospitalBraunschweig404
Johanniter Krankenhaus BonnBonn393
Evangelisches Krankenhaus Herne - Standort Herne-MitteHerne392
St. Hedwig-Krankenhaus BerlinBerlin350
Charité - Universitätsklinikum BerlinBerlin349
Asklepios Klinik SeligenstadtSeligenstadt333
DKD Helios Klinik WiesbadenWiesbaden324
Maria-Theresia-KlinikMünchen320

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So wurde die Klinikliste erstellt

  • Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Schilddrüsen-Operationen, weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen überdurchschnittlich häufig an der Schilddrüse operiert wird (OPS 5-069). Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen.
  • Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind bei der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Zentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie gelistet. Die DGAV ist die wichtigste Fachgesellschaft für Viszeralchirurgie in Deutschland.
  • Hohe Patientenzufriedenheit! Alle oben dargestellten Kliniken haben eine überdurchschnittlich hohe Patientenzufriedenheit. Dies ergibt sich aus einer Befragung der AOK und der BARMER in Zusammenarbeit mit der „Weissen Liste“. Jedes Jahr werden rund eine halbe Millionen Versicherte zu ihrem Krankenhausaufenthalt befragt. Hier handelt es sich um die größte Patientenbefragung Europas.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.

Fakten zu Schilddrüsen-Operationen 

Schilddrüsen-Operationen kommen infrage, wenn die Schilddrüse stark vergrößert ist, sodass sie benachbarte Nerven und Blutgefäße stört. In den meisten Fällen sind aber bösartige Neubildungen, also Schilddrüsenkrebs, die Ursache für die Operation. Schilddrüsenkrebs verursacht erst im fortgeschrittenen Stadium Symptome. Erkrankte berichten von Heiserkeit, Atembeschwerden, Schluckbeschwerden oder ein Druckgefühl im Halsbereich.

Die Ursachen, die zur Entstehung von Schilddrüsenkrebs führen, sind noch nicht geklärt. Allerdings ist heute bekannt, dass bestimmte Risikofaktoren bösartige Neubildungen in der Schilddrüse begünstigen. Dazu zählen genetische Veranlagung, Jodmangel oder eine erhöhte Strahlenbelastung.

Zur Erkennung von Schilddrüsenkrebs ordnen Ärzte zunächst eine Ultraschalluntersuchung an. Untypische Veränderungen können sie im Ultraschall erkennen. Wenn Verdacht auf eine Krebserkrankung besteht, kann eine sogenannte Feinnadelpunktion Gewissheit verschaffen. Sie entspricht einer Biopsie. Nach einer lokalen Betäubung entnehmen Ärzte, geleitet vom Ultraschallgerät, mit einer Nadel Zellen aus den verdächtigen Arealen. Sie betrachten sie unter dem Mikroskop genauer und können bösartige Zellen erkennen. 

Zu den Therapiemöglichkeiten mit einer guten Heilungschance zählt die operative Entfernung der Schilddrüse. Welche Operation infrage kommt, hängt von der Krebsart und ihrer Ausdehnung ab. In den meisten Fällen entfernen die Operateure die gesamte Schilddrüse einschließlich der benachbarten Lymphknoten, die von Krebszellen befallen sein könnten. Bei manchen Patienten reicht es aus, wenn die Schilddrüse nur teilweise entfernt wird. 

Die Anzahl der durchgeführten Operationen an der Schild- und Nebenschilddrüse (OPS-Code 5-06) ist in den letzten Jahren gesunken. Während im Jahr 2010 diese Operation noch bei 186.747 Personen durchgeführt wurde, lag die Zahl im Jahr 2020 bei 126.202 Operationen. Menschen von 40 bis 69 Jahren sind besonders häufig betroffen.