
Welche Kliniken in Deutschland eignen sich für die Behandlung von Speiseröhrenkrebs? Hier sind einige hervorragende Häuser mit hoher Behandlungsqualität gelistet.
Speiseröhrenkrebs (auch Ösophaguskarzinom genannt) tritt in der Speiseröhre oder am Übergang zum Magen auf. Es handelt sich um eine relativ selten auftretende Krebserkrankung, die meist erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird. Die Ursachen für Speiseröhrenkrebs sind nicht eindeutig geklärt. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem das Rauchen, erhöhter Alkoholkonsum und eine unausgewogene Ernährung.
Abhängig vom Tumorstadium gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Speiseröhrenkrebs: die Operation, Strahlen- oder Chemotherapie. Alle unten genannten Kliniken bieten diese Therapien mit hoher Qualität an. Neben Ärzten mit großer Expertise ist auch in allen Kliniken die behandlungsrelevante Ausstattung vorhanden, die für eine Behandlung notwendig ist. Außerdem sind alle Kliniken von der Deutschen Krebsgesellschaft als Zentrum für Speiseröhrenkrebszentrum zertifiziert und werden von Patienten überdurchschnittlich gut bewertet.
Exzellente Kliniken für Speiseröhrenkrebs
| Klinik | Behandlungsfälle | Patientenbewertung | Zertifikat |
|---|---|---|---|
| München Klinik Neuperlach | 873 | 85 % | Ja |
| Charité - Universitätsmedizin Berlin | 650 | 86 % | Ja |
| Universitätsklinikum Heidelberg | 583 | 86 % | Ja |
| Universitätsmedizin Göttingen | 413 | 85 % | Ja |
| Klinikum Osnabrück | 407 | 84 % | Ja |
| Universitätsklinikum des Saarlandes Homburg | 360 | 85 % | Ja |
| St. Joseph Krankenhaus Berlin | 348 | 84 % | Ja |
| Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München | 321 | 84 % | Ja |
| Unviersitätsklinikum Würzburg | 304 | 87 % | Ja |
| Klinikum Würzburg Mitte | 302 | 88 % | Ja |
| Universitätsklinikum Freiburg | 301 | 87 % | Ja |
| Klinikum Stuttgart - Katharinenhospital | 280 | 83 % | Ja |
| HELIOS Klinikum Meiningen | 269 | 86 % | Ja |
| Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen Universität Dresden | 244 | 89 % | Ja |
| Universitätsklinikum Tübingen | 244 | 87 % | Ja |
| Klinikum Bamberg - Betriebsstätte am Bruderwald | 238 | 83 % | Ja |
| Universitätsklinikum Erlangen | 235 | 87 % | Ja |
| Niels-Stensen-Kliniken - Marienhospital Osnabrück | 232 | 83 % | Ja |
| Klinikum Darmstadt | 224 | 84 % | Ja |
| Agaplesion Markus Krankenhaus Frankfurt am Main | 220 | 85 % | Ja |
| Klinikum Kassel | 216 | 83 % | Ja |
| DRK Kliniken Berlin Köpenick | 212 | 84 % | Ja |
| Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier - Standort Mitte/Nord | 212 | 84 % | Ja |
| Klinikum Chemnitz | 204 | 83 % | Ja |
| SRH Wald-Klinikum Gera | 192 | 85 % | Ja |
| Carl-Thiem-Klinikum Cottbus | 187 | 83 % | Ja |
| Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg | 185 | 88 % | Ja |
| Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier | 181 | 85 % | Ja |
| Universitätsklinikum Jena - Standort Jena-Lobeda | 175 | 86 % | Ja |
| Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen | 172 | 83 % | Ja |
| Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz | 171 | 83 % | Ja |
| Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Marburg | 168 | 84 % | Ja |
| Universitätsklinikum Gießen und Marburg - Standort Gießen | 167 | 84 % | Ja |
| St. Josefs-Hospital Wiesbaden | 162 | 87 % | Ja |
| Sana Klinikum Berlin Lichtenberg | 155 | 87 % | Ja |
| Städtisches Klinikum Dresden - Standort Friedrichstadt | 155 | 86 % | Ja |
| Klinikum der Stadt Ludwigshafen am Rhein | 148 | 83 % | Ja |
| Diakonissenkrankenhaus Dresden | 147 | 91 % | Ja |
| Klinikum Südstadt Rostock | 145 | 88 % | Ja |
Der Name der Klinik wird per Mouseover angezeigt
So wurde die Klinikliste erstellt
- Viele Patienten! In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit Speiseröhrenkrebs (ICD C15), weil nur Häuser berücksichtigt wurden, in denen Patienten mit Speiseröhrenkrebs überdurchschnittlich häufig behandelt wurden. Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Kliniken dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Informationen zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem TK-Klinikführer entnommen.
- Hohe Zufriedenheit!
Überdurchschnittlich viele Patientinnen und Patienten waren nach ihrem Aufenthalt in einer der oben aufgeführten Kliniken zufrieden (mindestens 83 Prozent). Das zeigt eine Umfrage der AOK und anderer Krankenkassen, bei der Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt einen Fragebogen ausfüllten. Bislang liegen nach Angaben der AOK rund 900.000 Patientenbewertungen vor. Für eine Bewertung der Gesamtzufriedenheit lagen bei manchen Kliniken nicht ausreichend Ergebnisse der AOK vor. In diesen Fällen übernahm Klinik Kompass die jeweilige Gesamtbewertung von der Website Klinikbewertungen.de.
Quelle: AOK-Krankenhausatlas und Klinikbewertungen.de - Zertifizierungen! Wenn ein Klinikum zertifiziert wurde, heißt dies sogleich, dass spezialisierte Ärzte im Klinikum arbeiten und das notwendige Equipment für eine Behandlung zur Verfügung steht. Alle oben gelisteten Häuser sind von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als Speiseröhrenkrebszentrum anerkannt.
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der deutschen Kliniklandschaft. Die hohe Behandlungsqualität an vielen anderen Häusern wird selbstverständlich nicht angezweifelt.
Fakten zu Speiseröhrenkrebs
Wie so oft bei Krebserkrankungen treten auch beim Speiseröhrenkrebs Symptome im fortgeschrittenen Stadium auf. Anfangs sind sie unspezifisch. Betroffene berichten über einen ungewollten Gewichtsverlust, anhaltende Fieberwerte, Nachtschweiß, ein körperliches Schwächegefühl und Müdigkeit. Beim Speiseröhrenkrebs kommen noch Beschwerden hinzu wie Schluckbeschwerden, die wegen der tumorbedingten Verengung entstehen. Es können auch Krämpfe der Speiseröhrenmuskulatur, Sodbrennen, Aufstoßen (Reflux) und Heiserkeit auftreten.
Auch die Frage nach der Ursache von Speiseröhrenkrebs ist heute noch nicht endgültig geklärt. Es sind allerdings einige Risikofaktoren bekannt, die zur Bildung von bösartigen Zellen in den obersten Schichten der Speiseröhre führen können. Dazu zählen Alkohol, Rauchen, eine bestehende Refluxkrankheit und genetische Faktoren.
Bei der Erkennung von Speiseröhrenkrebs setzen die Gastroenterologen auf die bildgebende Diagnostik. Um die Schluckfähigkeit der Speiseröhre beurteilen zu können, kommen hier die Ösophagoskopie, eine Ultraschalluntersuchung oder der Röntgenbreischluck infrage. Bei dem Röntgenbreischluck werden Sie aufgefordert, ein Kontrastmittel zu schlucken, damit Ärzte die einzelnen Schluckphasen und die Funktionsfähigkeit der Speiseröhre beobachten können. Mit der Computertomografie (CT), der Magnetresonanztomografie (MRT) oder einer Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ermitteln Ärzte das Stadium des Tumors und ob er bereits in benachbarte Organe und Knochen gestreut hat.
Die Therapiemöglichkeiten hängen vom Stadium der Erkrankung ab. Konnte der Tumor frühzeitig diagnostiziert werden, bietet eine Operation die größte Heilungschance. Ärzte können den Tumor dann im Rahmen einer simplen Endoskopie (Speiseröhrenspiegelung) entfernen. Ist der Tumor groß und über ganze Bereiche der Speiseröhre ausgedehnt, kann eine vollständige Entfernung der Speiseröhre infrage kommen. Die Chirurgen ersetzen die entfernten Bereiche mit Teilen aus dem Dünndarm. In einem fortgeschrittenen Stadium kommt eine Strahlen- oder eine Chemotherapie zum Einsatz.
Die Anzahl der Menschen mit Speiseröhrenkrebs (ICD-Code C15) ist in den letzten Jahren leicht gesunken. Während im Jahr 2019 noch 30.800 Personen mit dieser Erkrankung in deutschen Kliniken behandelt wurden, lag die Zahl der Betroffenen im Jahr 2023 bei 26.300 Personen. Besonders häufig sind Menschen von 60 bis 74 Jahren betroffen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt acht Tage.
































